Dietmar Siebholz: Aus 26 Gefahren sind jetzt 50 geworden...

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von Frank Meyer

Im November 2013 veröffentlichte Dietmar Siebholz 26 Thesen, warum es künftig zu Begehrlichkeiten auf Guthaben von Sparern kommen würde. Knapp ein Jahr später wurden schon etliche Tatsachen geschaffen, demokratisch legitimiert. Das Ding steht also in der Tür. Es fehlt der Anlass. Aus 26 Gefahrenpunkten sind inzwischen 50 geworden. Dietmar hat Deutschland wieder in Richtung Panama verlassen. Er meint: Manchmal ist es besser feige zu sein, statt mutig und halbtot. Wir sprechen in den kommenden Minuten über seine Sicht der Dinge und was der Einzelne beachten soll bzw. tun kann...

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Artikel aus dem November 2013

Deutschlands reale Lage: Warum ein Paradigmenwechsel mit Zugriff auf private Vermögen unvermeidlich ist von A bis Z



1. Die Überalterung unserer Gesellschaft: Zu wenig aktive müssen zu viele passive Mitglieder der Gesellschaft über Steuern und Abgaben finanzieren.

2. Die staatliche Überschuldung: Die Finanzierung von Bankenausfällen mit neuen Mitteln, die eine erneute und zusätzliche Verschuldung bewirken.

3. Die Ansprüche aus den bisherigen Generationenverträgen können nicht mehr erfüllt werden; deren Erfüllung bedingt eine zusätzliche Neuverschuldung, die nur noch weiter schädlich ist.

4. Die Risiken der Staatsanleihenmärkte: Auf freien Märkten müssten wegen des immanenten Risikos wesentlich höhere Zinsen für Staatsanleihen bezahlt werden; die Zinslasten werden sich dann nach einer Marktbereinigung exponentiell erhöhen.

5. Der Bonitätsverlust Deutschlands durch die von uns übernommenen Haftungszusagen zugunsten der anderen und schwächeren EU-Staaten. Diese zu wesentlich höheren Zinverbindlichkeiten für künftige Schulden.

6. Der EU-Haftungs- und Leistungsrahmen von insgesamt geschätzten 2.000 Mrd € (EFSF, ELA, ESM, ESM-Bank, EU-Bankenunion).

7. Die Wertverluste aus von der EZB angekauften Staats-Schrottanleihen.

8. Der Abschreibungsbedarf auf den Forderungssaldo der Bundesbank bei der EZB von derzeit über 600 Mrd. € - Hauptschuldner sind die CLUB-MED-Länder – mit geschätzt 35 % -also in Höhe von € 210 Mrd.

9. Das aufgrund permanenten Gesetzesbrüchen fehlende Vertrauen der Bürger in die Regierenden infolge der geheim gehaltenen Gesetze und deren Auswirkungen (ESM, Bail-In etc.).

10. Die Folgen der noch aufzulösenden Derivate in Billionenhöhe und mit Milliarden-Verlustrisiken für die dabei involvierten deutschen Banken.

11. Die stillen Verpflichtungen (=Umlagen zu unseren Lasten) gegenüber den USA zur Mitfinanzierung der von den USA veranstalteten Kriegshandlungen.

12. Das nicht mehr realisierbare Mindestwachstum von real (also nach Inflationsbereinigung) 2,5 % p.a. bezogen auf das Bruttosozialprodukt), um einen angestrebten Einnahmen- und Ausgabenausgleich sicherzustellen.

13. Die Gefahr permanenter weltweiter Währungsabwertungen untergräbt unsere Haupteinnahmequellen aus den Exporten (siehe Japan, siehe USA).

14. Die Bestrebung der USA zur Schaffung einer transatlantischen Freihandels-zone. Die Unterzeichnung eines derartigen Vertrages geht eindeutig gegen die deutschen Interessen, weil der Vertrag die Exporte der USA in die EU stark fördert.

15. Die Nichtbeachtung deutscher Interessen bei allen Verträgen mit Brüssel und den anderen EU-Staaten.

16. Die Migrationspolitik, die aus den osteuropäischen Staaten ab 01.01.2014 ein zusätzliche und unkontrollierbare Zuwanderung möglich macht (z.B. aus Rumänien und Bulgarien).

17. Die systemimmanente Alters- und Kinderarmut – die Altersarmut durch die Kaufkraftentwertung und die Verluste der Versorgungseinrichtungen.

18. Die Sicherheit, dass zur Erhaltung der finanziellen Stabilität der BRD bald Kapitalverkehrskontrollen eingeführt werden müssen, um Kapitalabflüsse zu verhindern, zumindest aber zu vermindern.

19. Die Einführung von EÚRO-Bonds, bei der die BRD für die Schulden anderer EU-Länder bonitätsmäßig mithaftet, ohne aber einen Kapitalzufluss aus den Anleihen zu erhalten und damit automatisch verbunden eine Zinserhöhung für künftige deutsche Anleihen.

20. Die zentralgesteuerte Medienlandschaft, die eine freie und unabhängige Berichterstattung nahezu unmöglich macht.

21. Die Tatsache, dass mehr als 50 % der deutschen Bevölkerung von Zuwendungen des Staates abhängig und demgemäß demokratisch vollziehbare Änderungen nicht mehr möglich sind, auch wenn diese zwingend erforderlich sein sollten.

22. Die erheblich gestiegenen Risiken bei den Lebensversicherungen.

23. Restriktionen der Bargeldhaltung zeigen, dass die Regierungen den nicht kontrollierbaren Barverkehr fürchten.

24. Falsche BRD-Strategie im Zusammenhang mit der weltweiten De-Amerikanisierung. Wir bleiben nibelungentreu mit den langsam zerfallenden USA verbunden und sichern uns nicht die Partnerschaft mit aufstrebenden Volkswirtschaften.

25. Die Energiewende, die für den Bürger die Energie erheblich teurer macht und die Industrie in andere Länder mit niedrigen Energiekosten vertreibt.

26. Das Unvermögen der BRD-Politik, der exportabhängigen Industrie den ungehinderten Rohstoff-Bezug zu sichern.

Konsequenz: Die permanent anämische Staatskasse wird nicht nur durch eigene Fehlentwicklungen aus der deutschen Historie belastet, sondern muss auch noch die Subventionszahlungen für die anderen EU-Staaten und EU-Banken bereitstellen.


Auch wenn es zwischenzeitlich dementiert werden sollte, ein Zugriff auf die privaten Vermögen der deutschen Bürger nach der Empfehlung No. 10 des IWF und dem Konzept „Back to Mesapotamia“ von der Boston Consulting Group ist nach meinem Ermessen unvermeidlich.

Themen der Sendung

Aus 26 Thesen wurden 50. Die Faktenlage
Die größten Gefahren: Ein Weltreich geht zugrunde.
Erratische Bewegungen: BRICS packen`s an
Währungskriege - Wirtschaftskriege - Kriege
Rolle Europas auf der Weltbühne: Nix zu sagen?
Back to Mesopotamia: Enteignung voraus
Wenn schwarze Schwäne sich treffen
Warum nicht noch mal zehn Jahre Sonnenschein?
Die Armen rufen: Macht die Reichen auch arm!
Was mit dem Geld tun?
OECD-Beschlüsse: Alles wasserdicht!
Wenn man es einfach halten will....
Alles in Gold und Silber und sorgenfrei? Denkste!
Im Alter noch arbeiten müssen... Wo bitte?

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