Florian Grummes: Silber - Korrektur ist angelaufen

Tags: Palladium Platin Silberminenaktien Gold-Silber-Ratio Saisonalität Sentiment COT-Daten SIL Silber in Euro Silber Charts Analyse Florian Grummes Grummes Pro aurum Silberedition 12.09.2017

Die Edelmetalle haben zwei starke Monate hinter sich gebracht und konnten die ersten Zielmarken erreichen. Auf den Tagescharts haben sich nun aber klare Verkaufssignale ergeben, so dass zunächst mit tieferen Kursen zu rechnen ist. Dabei könnten der Goldpreis in Richtung 1.300 USD und Silber bis ca. 17,00 USD zurücksetzen. Ganz kurzfristig ist die Lage aber schon wieder überverkauft. Daher sind zwischenzeitliche Erholungen sehr wahrscheinlich. Um aber die Marken von 1.355 USD bzw. 18,20 USD zu überwinden, bedarf es zuvor wohl noch tieferer Kurse...

1. Silber in USD

Rückblick:

Ausgehend vom Kapitulationscrash am 6.Juli und Tiefstkursen bei 14,34 USD konnte sich der Silberpreis wie erwartet in den letzten zwei Monaten deutlich erholen und erreichte am vergangenen Freitag mit 18,20 USD das vorläufige Hoch dieser Aufwärtsbewegung.

Allerdings konnten weder Gold noch Silber die am Freitag erreichten Höchststände ins Wochenende retten, sondern eröffneten die neue Handelswoche jeweils mit einem klaren Gap nach unten. 

Silber Monatschart:

 

 

Mit drei grünen Kerzen in Folge hat sich das Bild auf dem Monatschart für den Silberpreis wieder deutlich aufgehellt. Auch wenn das Hoch vom Juli 2016 bei 21,23 USD immer noch in recht weiter Entfernung liegt, ist die zwölfmonatige Korrektur in diesem Juli wohl beendet worden.

Aktuell hätte der Silberpreis jetzt auf dem Monatschart schon Platz bis zu seinem oberen Bollinger Band (20,07 USD). Allerdings wartet im Bereich um 18,50 USD eine altbekannte Widerstandszone, welche jedoch erst auf dem Wochenchart besser ersichtlich wird und bislang nur ansatzweise erreicht werden konnte.

Die Indikatoren sind den Bullen aber wohlgesonnen und liefern Kaufsignale. Insbesondere die bullische Stochastik macht mittelfristig Hoffnung auf weitere Kursanstiege. Sowohl Stochastik als auch der RSI-Indikator verfügen über viel Platz nach oben.

Gleichzeitig ist auf der Unterseite genügend Luft für Zwischenkorrekturen vorhanden, ohne dass dabei das konstruktive Setup verloren gehen würde. Erst Kurse unterhalb von 16,00 USD wären wirklich bedenklich.

Insgesamt bleibt die Bewertung des Monatscharts weiterhin auf „vorsichtig bullisch“. Um ihre Ambitionen zu untermauern, müssen die Bullen aber in den kommenden Monaten den Ausbruch über 18,50 USD zustande bringen. Bis zum Frühjahr 2018 wäre dann in der Folge ein Anstieg bis ca. 26,00 USD denkbar. Im ganz großen Bild bringt jedoch erst ein Monatsschlusskurs oberhalb von 26,50 USD den entscheidenden Befreiungsschlag. Erst dann wäre der Weg in Richtung der Allzeithochs um 50,00 USD frei.

Silber Wochenchart:

 

In den letzten Tagen konnte der Silberpreis die horizontale obere Begrenzung des Seitwärtskanals um 18,50 USD auf dem Wochenchart mehr oder weniger erreichen. Gleichzeitig wurde allerdings das obere Bollinger Band (18,18 USD) kurzzeitig leicht überschritten, womit die Luft automatisch sehr dünn geworden ist. Der bislang überschaubare Rückfall in den letzten zwei Handelstagen war daher logisch und zu erwarten.

Während die Stochastik mit ihrer klar überkauften Lage ein zusätzliches Warnsignal sendet, sitzt das Kaufsignal beim MACD-Indikator fest im Sattel und dürfte so schnell nicht kippen. Der RSI-Indikator schließlich hat noch viel Platz bis zu seiner überkauften Zone.

Mit dem schwachen Wochenauftakt ist die Wahrscheinlichkeit für einen Rücksetzer in Richtung 17,00 USD nun aber deutlich gestiegen. Vermutlich wird der Silberpreis daher in den nächsten Tagen die ehemalige Abwärtstrendlinie von oben testen. Im Anschluss wäre eine weitere Attacke auf die Widerstandszone um 18,50 USD zu erwarten. Gelingt der Ausbruch über 18,50 USD ist der Weg bis zum Hochpunkt vom Sommer 2016 bei 21,23 USD frei.

Sollte die Lage jetzt aber deutlicher drehen, kann der Silberpreis auf dem Wochenchart auch ohne weiteres nochmals bis ca. 15,70 USD zurücksetzen. Hier wartet die untere Begrenzung des Seitwärtskanals sowie das untere Bollinger Band (15,54 USD).

In der Konklusion ist der Wochenchart zwar vorläufig „noch bullisch“, aber gleichzeitig überkauft und reif für einen Rücksetzer. Ausgehend von ca. 17, 00 USD müssten die Bullen aber einen weiteren Angriff auf die Zone um 18,50 USD einleiten können.

Silber Tageschart:

 

Seit dem Ausbruch über die Abwärtstrendlinie marschierte der Silberpreis schnurstracks bis an die altbekannte Widerstandszone um 18,50 USD. Zwar reichten die Kräfte der Bullen am vergangenen Freitag nur bis 18,20 USD, insgesamt konnte damit aber ein wichtiges Etappenziel angelaufen werden.

Nun kommt es darauf an wie tief der Silberpreis zurücksetzten wird. Prädestiniert als Auffangstation wäre natürlich die 200-Tagelinie (17,08 USD). Im etwas ungünstigeren Fall wird die ehemalige Abwärtstrendlinie nochmals von oben getestet, womit auch Kurse um 16,75 USD denkbar wären. In diese Region stoßen nun schrittweise ebenfalls die 50-Tagelinie (16,75 USD) sowie das untere Bollinger Band (16,50 USD) vor. Dadurch ergibt sich eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Silberpreis bereits zwischen 16,75 und 17,15 USD seinen Boden finden wird.

Ob dieser Rücksetzer allerdings ausreicht, um die klar überkaufte Lage beim RSI-Indikator zu bereinigen, muss sich erst noch zeigen. Da auch die Stochastik „ganz oben“ notiert, besteht mehr als nur Potential für einige ungemütliche Wochen.  Allerdings muss die ganze Angelegenheit jetzt nicht sofort komplett kippen.

Ich vermute aber, dass erst nach dem angelaufenen Rücksetzer in Richtung 17,00 USD ein weiterer Angriff der Bullen auf die Zone um 18,50 USD zustande kommen kann. Darüberhinaus wird die überkaufte Lage früher oder später mit einem größeren und mehrwöchigen Rücksetzer bereinigt werden. Allerdings sind die Umkehrsignale bislang noch nicht deutlich genug und die ganz kurzfristige Lage auf dem ein und vier Stunden Chart ist auch schon wieder ziemlich überverkauft. 

Zusammengefasst ist der Tageschart aufgrund der frischen Verkaufssignale nur vorsichtig bullisch einzuschätzen. Der sich abzeichnende Rücksetzer in Richtung 17,00 USD ist kurzfristig die wahrscheinlichste Prognose.

 

2. Gold/Silber-Ratio

 

Das Gold/Silber-Ratio kam seit Ende Juli deutlich zurück und notiert aktuell knapp unter der wichtigen Zone um 75 Punkte. Bewegt sich das Ratio in den kommenden Monaten weiter gen Süden, wäre im Juli ein tieferes Hoch im Vergleich zum März 2016 etabliert worden. Das wiederum würde im großen Bild ein starkes und sehr positives Signal für den gesamten Edelmetallsektor bedeuten.

Aber auch kurzfristig sieht es so aus als könnte Silber den Goldpreis weiterhin outperformen. Das nächste Ziel liegt im Bereich um 72 - 73 Punkte.

Insgesamt liefert das Ratio aber noch kein wirklich eindeutig bullisches Signal, sondern hinkt der Entwicklung derzeit etwas hinterher.

 

3. Silberminenaktien (SIL):

 

Erst seit Mitte August sind auch die Silberminenaktien in den Rallymodus übergegangen. Zuvor bewegte sich der repräsentative Silberminen-ETF „SIL“ über acht Monate hinweg in einem Konsolidierungsdreieck, welches letztlich nach oben aufgebrochen werden konnte. Die fulminante Rally in den letzten drei Handelswochen hat den ETF allerdings nun bis an die starke Widerstandszone um 36,00 USD geführt.

Da die Stochastik bislang nicht in den trendverstärkenden Status wechseln konnte, sondern zum Wochenauftakt ein erstes Verkaufssignal liefert, handelt es sich aktuell  sicherlich nicht um den beste Zeitpunkt für weitere Zukäufe bei den nach wie vor vielversprechenden Silberminenaktien. Zwar hat der angelaufene Rücksetzer bereits fast die 200-Tagelinie (35,05 USD) erreicht, insgesamt wird der ETF aber mehr Zeit benötigen, um den steilen Ausbruch zumindest zu konsolidieren. Im besten Fall tanzen die Notierungen für einige Tage um die 200-Tagelinie herum. Alternativ wäre auch noch ein Rücksetzer bis zum mittleren Bollinger Band (34,34 USD) oder sogar bis zur steigenden 50-Tagelinie (33,82 USD) denkbar. Das absolute „worst case“ Szenario würde einen Rücksetzer an die ehemalige obere Dreiecksbegrenzung im Bereich um 33,00 USD bringen.

Können die Bullen im weiteren Jahresverlauf die Widerstandszone um 36,00 USD auf der Oberseite nachhaltig überwinden, sind im nächsten Schritt sogar Kurse um 42,00 USD denkbar, denn erst hier wartet die nächste wirklich starke Widerstandszone.

In der Summe komme ich zu einer neutralen Einschätzung, da der ETF überkauft ist und kurzfristig bereits erste Verkaufssignale aufgetreten sind. Mit etwas Geduld ergeben sich also bereits in Kürze wieder interessante Einstiegskurse.

 

4. CoT-Report:

Parallel zum wochenlangen Kursanstieg hat sich die Lage am Silber-Terminmarkt natürlich klar verschlechtert, denn die Profis mussten die deutlich anziehende spekulative Nachfrage mit Gegenpositionen bedienen.

Demnach haben die professionellen Hedger bzw. die sogenannten „Commercials“ ihre kumulierte Netto-Shortposition auf den Silberfuture zum Stichtag 5.September mit 76.688 leerverkauften Kontrakten stark ausgeweitet. Zwar ist bis zu den Höchstständen vom April diesen Jahres noch Luft, die aktuelle Positionierung  liefert aber bereits ein bärisches Signal. Noch ungünstiger präsentieren sich die Zahlen am Goldmarkt (kommerzielle Leerverkaufsposition kumuliert 261.807 Kontrakte).

Damit liefert der aktuelle CoT-Report zunehmend ein klares Verkaufssignal für Gold und Silber.

 

5. Sentiment:

 

 

Alle Sentimentdaten für den Edelmetallsektor haben sich in den letzten Wochen kontinuierlich von einem etwas übertriebenen Pessimismus zunehmend in Richtung Optimismus verschoben. Zwar liegen insbesondere für Gold und Silber hier sicherlich noch keine Extremwerte vor, kurzfristig scheint die Lage aber doch etwas zu heiß gelaufen. So deutet der Gold-ETF „GLD“ sicherlich eine Übertreibung an. Außerdem ist die Erwartungshaltung für den Euro mittlerweile doch eindeutig zu positiv, während der US-Dollar nach der starken Abwärtsbewegung kaum noch Vertrauen findet.

Die wöchentliche „Kitco Gold-Umfrage“ liefert wie fast immer eine sehr bullische Erwartungshaltung, allerdings liegen auch hier noch keine Extremwerte vor.

Zusammengefasst bringt die Sentimentanalyse eine leicht bärische Einschätzung für Gold und Silber.

 

6. Saisonalität:

 

Die Edelmetalle haben sich in diesem Jahr bislang wirklich sehr gut an das typische saisonale Muster gehalten. Demnach ist die beste Phase des Jahres nun aber fast vorbei, denn spätestens ab Ende September kam es in der Vergangenheit häufig zu Rücksetzern und Korrekturen. Insofern ist die Luft bereits dünn geworden, ein erneuter Anstieg in den nächsten zwei bis drei Wochen bis auf ca. 18,50 USD wäre aber auf Grundlage der Saisonalität durchaus noch möglich. 

Spätestens im Oktober muss dann jedoch mit einem größeren und mehrwöchigen Rücksetzer gerechnet werden.

 

7. Silber in EUR

 

Rückblick:

In Euro gerechnet fiel die Erholung beim Silberpreis in den letzten zwei Monaten deutlich schwächer aus. Dennoch konnte sich der Preis für eine Feinunze Silber vom Tief bei 13,33 EUR am 10.Juli zumindest bis auf 14,96 EUR bzw. um 12,2% erholen.

Euro-Silber Wochenchart:

 

Nachdem die Rückkehr in den alten Abwärtstrendkanal bereits im Juli zügig gelungen war, konnte der Euro-Silberpreis inzwischen auch das mittlere Bollinger Band (14,70 EUR) zurückerobern. Das obere Bollinger Band (15,80 EUR), die horizontale Widerstandszone um 16,00 EUR sowie die obere Begrenzung des Abwärtstrendkanals (aktuell um 16,50 EUR) wären nun die nächsten Etappenziele für die Bullen.

Allerdings hat die steile Erholung der letzten Wochen doch jede Menge Kraft gekostet, so dass der Stochastik-Oszillator auf dem Wochenchart mittlerweile klar überkauft ist. Gleichzeitig hat aber der MACD gerade erst ein frisches Kaufsignal geliefert, während der RSI an der neutralen Mittellinie hängt.

Somit hat die Wahrscheinlichkeit für verwirrende Rücksetzer zwar deutlich zugenommen, der Aufwärtstrend ist aber in Takt und sollte mittelfristig zu Silberpreisen um 16,00 EUR führen. Lediglich Kurse unterhalb von 13,50 EUR würden definitiv große Fragezeichen aufwerfen.

Insgesamt ist der Wochenchart nach wie vor „bullisch“ und hat alle Chance zumindest bis zum fallenden oberen Bollinger band (15,80 EUR) weiterzulaufen.

Euro-Silber Tageschart:

 

Nachdem der Silberpreis im August über zwei Wochen lang um seine 50-Tagelinie (14,30 EUR) herum konsolidierte, gelang schließlich der Sprung bis an die Unterkante des alten Dreiecks. Diese verläuft mittlerweile innerhalb der breiten Widerstandszone um 15,50 EUR. Ebenso findet sich hier die fallende 200-Tagelinie (15,50 EUR) als nächstes logisches Kursziel.

Genau wie in US-Dollar hat der Silberpreis auf seinem Tageschart auch in Euro aber am heutigen Dienstag die super bullische und trendverstärkende Stochastik verloren. Damit liegt nun ein starkes Verkaufssignal auf dem Tisch, welches die Bullen nur mit einem sofortigen Kraftakt am nächsten Handelstag abwenden könnten. In Verbindung mit dem überkauften RSI-Indikator besteht nun als klares Korrekturpotential. Ein möglicher Rücksetzer müsste ungefähr bis zur 50-Tagelinie (14,30 EUR) laufen. Hier wartet auch die breite horizontale Unterstützungszone oberhalb von 14,00 EUR.

Sobald die Bullen neue Kraft getankt haben, müsste die Rally wieder aufgenommen werden. Dann sollte auch die 200-Tagelinie erreichbar sein.

Insgesamt kann der Tageschart nur mit „noch bullisch“ eingestuft werden. Ein Rücksetzer bis ca. 14,30 - 14,50 EUR erscheint recht wahrscheinlich.

 

Handelsempfehlung:

Silber bleibt bis auf weiteres eine Halteposition. Erst unterhalb von 14,00 EUR wird das Chance/Risiko-Verhältnis langsam wieder besser. 

 

8. Platin

 

Ausgehend vom Tief bei 887 USD am 11.Juli konnte der Platinpreis in den letzten zwei Monaten deutlich zulegen und erreichte am vergangenen Freitag mit 1.020 USD den höchsten Stand seit Ende Februar. 

Der scharfe Rücksetzer in den letzten zwei Handelstagen macht allerdings keinen guten Eindruck, sondern deutet vielmehr das vorläufige Ende der Aufwärtswelle an. Vermutlich geht es jetzt mindestens wieder eine Etage tiefer bis zur nächsten Unterstützungszone. Diese liegt im Bereich um 990 USD und könnte den Abverkauf eventuell vorübergehend stoppen. Noch wahrscheinlicher aber ist ein Rücksetzer bis in den Bereich um 950 – 960 USD. Hier verlaufen sowohl die 50-Tagelinie (958 USD) als auch die 200-Tagelinie (955 USD) und zudem noch das untere Bollinger Band (963 USD). Also ein dreifacher Magnet, der aber gleichzeitig sehr starke Unterstützung liefern wird.

Angesichts der überkauften Lage ist jetzt in jedem Fall größte Vorsicht angebracht. Die Rally der letzten zwei Monate war ein Befreiungsschlag und hat das größere Bild deutlich aufgehellt. Ein scharfer Rücksetzer alleine wird jetzt aber wohl nicht ausreichen, um die heiß gelaufenen Konstellation zu besänftigen. Je nachdem wie sich der Platinpreis im Bereich um 950 – 960 USD verhält wird man weitere Schlüsse ziehen können.

In der Summe halte ich eine „leicht bärische“ Einschätzung für gerechtfertigt. Das Risiko liegt vorläufig klar auf der Unterseite. Im engen Platinmarkt sind scharfe Kursstürze jederzeit möglich und die überkaufte Lage fordert dies aktuell fast schon heraus. Erst an der 200-Tagelinie wird Platin wieder interessant.

Handelsempfehlung:

Platin bleibt bis auf weiteres eine Halteposition.

 

9. Palladium

 

In der vergangenen Handelswoche erreichte der Palladiumpreis nach einer fulminanten und monatelangen Rally fast die große psychologische Marke von 1.000 USD. Mit 997,50 USD scheiterten die Bullen nur ganz knapp darunter. In der Folge kam es aber zu deutlichen Gewinnmitnahmen, sodass Palladium aktuell klar tiefer notiert.

Noch können die Bullen die Unterstützungszone um 925 – 930 USD halten und verteidigen. Zudem liefert die klar überverkaufte Stochastik schon wieder antizyklische Chancen. Eine Gegenbewegung auf den Abverkauf sollte als bereits in Kürze starten. Ob den Bullen dann aber die Kräfte ausreichen sofort wieder bis an die Marke von 1.000 USD vorzudringen muss aufgrund der technischen Situation eher bezweifelt werden.

Vor allem der große Abstand zu der 50-Tagelinie (891 USD) als auch zur 200-Tagelinie (806 USD) deutet eigentlich mehr Korrektur- und Konsolidierungsbedarf an. Ebenso lastet die immer wieder erwähnte negative Divergenz des MACD-Indikators auf dem Tageschart.

Im Zweifelsfall kommt es also zunächst zu einer ersten Gegenbewegung bzw. Erholung bevor der Palladiumpreis zumindest noch eine Etage tiefer in Richtung ca. 900 USD korrigieren müsste. Hier verläuft eine wichtige ehemalige Trendlinie (in rot gestrichelt) sowie die breite Unterstützungszone.

 

Handelsempfehlung:

Palladium bleibt bis auf weiteres eine Halteposition.

 

10. Zusammenfassung & Konklusion

 

Die Edelmetalle haben zwei starke Monate hinter sich gebracht und konnten die ersten Zielmarken erreichen. Auf den Tagescharts haben sich nun aber klare Verkaufssignale ergeben, so dass zunächst mit tieferen Kursen zu rechnen ist. Dabei könnten der Goldpreis in Richtung 1.300 USD und Silber bis ca. 17,00 USD zurücksetzen. Ganz kurzfristig ist die Lage aber schon wieder überverkauft. Daher sind zwischenzeitliche Erholungen sehr wahrscheinlich. Um aber die Marken von 1.355 USD bzw. 18,20 USD zu überwinden, bedarf es zuvor wohl noch tiefere Kurse.

Natürlich wird auch das Gap vom Montag wieder geschlossen werden. Insofern gibt es im größeren Bild überhaupt keinen Anlass zur Sorge. Nach Abschluss des angelaufenen Rücksetzers stehen die Chancen daher für eine Fortsetzung der Rally in Richtung 1.375 USD bzw. 18,50 USD sehr gut.

Wer die günstigen Einstiegskurse im Juli verpasst hat, wird also in den kommenden Tagen und Wochen vermutlich nochmals eine akzeptable Einstiegschance präsentiert bekommen. Erst im Bereich von 1.375 USD müsste der Goldpreis dann ein wichtiges Top erreichen und in eine mehrwöchige Korrektur übergehen, die natürlich auch den Silberpreis mit nach unten ziehen wird.

Nach wie vor erwarte ich den Goldpreis im Frühjahr 2018 bei ca. 1.500 USD und den Silberpreis bei ca. 26,00 USD. 

 

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© Florian Grummes

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Quelle: pro aurum Silberedition vom 12.09.2017

 

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