Gold: Wackelige Zwischenerholung

Tags: Florian Grummes Grummes Proaurum Goldedition vom 16.05.2017 Gold Gold in Euro GDX Goldminen Euro USD Gold-Silber-Ratio Sentiment Saisonalität Analyse Charts

von Florian Grummes

1. Gold in USD

Rückblick:

Die vor vier Wochen klar geäußerte Skepsis hat sich mittlerweile bewahrheitet. Mit dem ersten Wahldurchgang in Frankreich endete die viermonatige Rally am Goldmarkt abrupt und mit einem Gap nach unten. Seitdem ist der Goldpreis zunehmend unter Druck geraten und zwischenzeitlich bereits bis auf 1.214 USD gefallen. Rückblickend war ich zuletzt auf der Unterseite offensichtlich etwas zu optimistisch geworden und hätte besser meine zuvor vermutete Handelsrange von 1.180/1.200 bis 1.300 USD beibehalten. Insgesamt hält sich der Goldpreis aber ziemlich exakt an meinen Fahrplan.

Die seit knapp einer Woche angelaufene Erholung kann zwar noch nicht überzeugen, dürfte aber noch Potential nach oben haben.

Gold Monatschart:

 

Im großen Bild läuft der Goldpreis auf dem arithmetischen Monatschart seit fast sechs Jahren in ein riesiges symmetrisches Dreieck. Dessen obere Begrenzungslinie liegt momentan bei ca. 1.284 USD, die untere Begrenzungslinie hingegen bei ca. 1.125 USD. Der Goldpreis selber notiert aktuell im oberen Drittel dieser Handelsspanne. Grundsätzlich ist ein Rückfall bis zur unteren Begrenzungslinie nicht auszuschließen, allerdings erscheint ein derart tiefer Rücksetzer momentan eher unwahrscheinlich.

Ungünstig auf Sicht der kommenden Monate ist das erneute Verkaufssignal bei der Stochastik. Ebenso droht bei weiterer Kursschwäche ein Verkaufssignal beim MACD-Indikator.

Gleichzeitig kann man argumentieren, dass Dreiecke meist in die übergeordnete Trendrichtung aufgelöst werden. Trotz der Korrektur seit 2011 ist damit ein Ausbruch nach oben wahrscheinlicher. In jedem Fall dürfte der Ausbruch aus dem Dreieck für eine deutliche Zunahme der Volatilität bzw. der Dynamik sorgen. Solange die Kurse aber in die Spitze des Dreiecks hineinlaufen, fällt die Volatilität für gewöhnlich.

Bis zum Sommer wird der Goldpreis also höchstwahrscheinlich innerhalb des Dreiecks zunächst auf der Unterseite nach Unterstützung und einem Boden suchen. Der nächste Angriff auf die obere Begrenzungslinie weicht diese hingegen weiter auf und könnte bereits den Ausbruch bringen. 

In der Summe muss der Monatschart aufgrund des Rücksetzers auf „neutral“ zurückgestuft werden. Dennoch spricht im großen Bild weiterhin fast alles für einen erfolgreichen Ausbruch nach oben. Dieser dürfte aber wohl erst im zweiten Halbjahr gelingen. Bis dahin müssen sich die Goldbugs gedulden.

 

Gold Wochenchart:

 

  

Auf dem arithmetischen Wochenchart wurde der große Befreiungsschlag zunächst abgeblasen. Nach vier Monaten Rally sorgte die überkauften Lage Ende April für eine kurz- bis mittelfristige Trendwende. Allerdings ist das grundsätzlich konstruktive Chartbild trotz des scharfen Rücksetzers noch nicht zerstört.

Auf dem Wochenchart wird aber klar, dass ein Rückfall bis in die starke Unterstützungszone 1.180 – 1.200 USD durchaus realistisch ist und unbedingt eingeplant werden sollte. Insbesondere die Stochastik präsentiert sich im mittelfristigen Zeitfenster nach wie vor mit einem Verkaufssignal und benötigt weiterhin fallende oder zumindest seitwärts laufende Kurse, um ihre überverkaufte Zone zu erreichen. Der MACD-Indikator droht ebenfalls zu kippen.

Knapp unterhalb der genannten Unterstützungszone 1.180 – 1.200 USD verläuft bei derzeit ca. 1.156 USD die Verbindungslinie der beiden Tiefs vom Dezember 2015 und Dezember 2016. Diese langsam steigende Aufwärtstrendlinie wäre wohl das „worst case“-Szenario der laufenden Korrektur. Auf dem Weg dorthin warten auf die Bären aber derart viele Verteidigungsstellungen der Bullen, so dass es wenn überhaupt nur sehr zäh weiter nach unten gehen dürfte.

Zusammengefasst muss auch der Wochenchart auf „neutral“ zurückgestuft werden. Ein Rückfall bis in die Zone 1.180 – 1.200 USD erscheint derzeit am wahrscheinlichsten und würde pünktlich zum Sommer wohl eine weitere geniale Einstiegschance mit sich bringen.

 

Gold Tageschart:

 

  

Auf dem logarithmischen Tageschart war meine pessimistische Einschätzung vor vier Wochen immer noch zu optimistisch! Keine der zahlreichen Unterstützungen konnte die Bären aufhalten!

So wurden nacheinander die Unterstützungszone um 1.262 USD, die 200-Tagelinie (1.252 USD), die 50-Tagelinie (1.246 USD) sowie die Unterstützungszone um 1.240 USD einfach überrannt. Auch die Aufwärtstrendlinie seit Dezember 2016 wurde sofort unterboten, womit der Abverkauf nochmals an Schwung gewann.

In der vergangenen Handelswoche konnten sich die Bullen immerhin in der Nähe der Januar-Hochs (1.220 USD) zurückmelden. Die Erholung ist bislang aber noch nicht überzeugend. Erfreulicherweise konnten sich die Bullen gestern aus der „bärisch eingebetteten“ Stochastik befreien, womit jetzt die Chance auf eine größere Erholung zum Greifen nahe ist. Logische Ziele sind zunächst natürlich die 50-Tagelinie (1.246 USD) als auch die 200-Tagelinie (1.252 USD). In Verbindung mit der gebrochenen Aufwärtstrendlinie wäre also spätestens im Bereich um 1.250 – 1.255 USD mit einem erneuten Angriff der Bären zu rechnen. Allerdings hat der Goldpreis am Sonntag vor drei Wochen ein Gap bei 1.284 USD nach unten gerissen. Früher oder später wird dieses Gap geschlossen werden. Möglicherweise gelingt es sogar im Zuge der angelaufenen Erholung. Alternativ dürfte es erst später, also im Frühsommer, dazu kommen.

Insgesamt ist der Tageschart aufgrund des frischen Stochastik-Kaufsignals „vorsichtig bullisch“ und könnte zumindest bis auf 1.250 USD ansteigen. Im Anschluss müsste es wohl zu einem weiteren Rücksetzer kommen, welcher den Goldpreis bis auf 1.200 USD zurückführen könnte.

 

2. Gold/Silber-Ratio

 

  

Der Chart für das Gold/Silber-Ratio macht aktuell keinen guten Eindruck. Hier hatte sich die Stochastik entgegen meiner Erwartung oberhalb von 80 eingenistet, womit das Ratio bis auf fast 76 Punkte explodieren konnte. Zuvor war das Ratio seit dem Frühsommer 2016 immer weiter in die Spitze eines symmetrischen Dreiecks hineingelaufen. Legt man die Höhe des Dreiecks an die Ausbruchsstelle an, kommt man auf ein doch etwas schockierendes Kursziel von ca. 82 Punkten! Angesichts der nach wie vor ungünstigen Daten vom Silberterminmarkt, steht also vor allem dem Silberpreis noch ein ungemütlicher Frühling bzw. Frühsommer bevor. Ganz kurzfristig bestätigt das Ratio aber die angelaufene Erholung bei den Edelmetallen.

 

3. CoT-Report:

 

 

 

Die kommerzielle Netto-Shortposition ist am Goldterminmarkt in den letzten beiden Handelswochen analog zum Goldpreis ebenfalls deutlich gesunken. Allerdings liefert die aktuelle, kumulierte Position in Höhe von 164.422 leerverkauften Kontrakten noch kein antizyklisches Kaufsignal. Dies wäre erst bei nur noch ca. 80.000 leerverkauften Kontrakten der Fall. Insofern besteht am Goldmarkt also weiteres Korrekturpotential.

 

Gleiches gilt auch für den Silbermarkt. Hier haben sich die kommerziellen Händler in den Kurssturz hinein zwar schon recht deutlich eingedeckt, dennoch ist die Netto- Shortposition mit 69.269 leerverkauften Kontrakten immer noch zu hoch.

Insgesamt liefert der CoT-Report sowohl für den Goldpreis als auch für den Silberpreis immer noch ein Verkaufssignal. Die Bereinigung ist aber im vollem Gange und dürfte typischerweise bis zum Frühsommer abgeschlossen sein.

 

4. Sentiment:

 

 

Die Stimmungswerte für den Gold- und Silbermarkt sind in den letzten drei Wochen deutlich zurückgekommen. Ein übertriebener Pessimismus ist aber (noch) nicht festzustellen. Vielmehr wird der Kursrückgang von den meisten Marktteilnehmern als eine Kaufchance betrachtet.

So sind die Profis bei der Kitco-Goldumfrage vom letzten Freitag schon wieder klar im Bullencamp positioniert. Stellt man die vorangegangene viermonatige Aufwärtsbewegung aber den drei Wochen Korrektur gegenüber, wird bereits aus zeitlicher Perspektive klar, dass hier noch mehr Schmerz und damit tiefere Kurse notwendig sind, um das Sentiment vollständig zu bereinigen.

Einzig der Platinmarkt liefert sentimenttechnisch derzeit ein Kaufsignal. Das Sentiment für den Gold- und Silberpreis hingegen ist neutral. Die Minenaktien signalisieren jedoch schon wieder eine leichte Übertreibung, welche die Nachhaltigkeit der sprunghaften Erholung in den letzten fünf Handelstagen in Frage stellt.

 

5. Saisonalität:

 

 

Die saisonale Statistik lässt bis zum Frühsommer bzw. zumindest bis Anfang Juli eine Fortsetzung der laufenden Korrektur erwarten. Insbesondere der Monat Juni sorgt in der Regel nochmals für schwächere Kurse. Während der Brexit im letzten Jahr den saisonalen Verlauf gehörig durcheinander wirbelte und damit letztlich für ein schwaches zweites Halbjahr beim Goldpreis sorgte, sieht es in diesem Jahr bislang nach einem fast mustergültigen saisonalen Verlauf aus. Bleiben die Edelmetallpreise daher bis zum Frühsommer schwach und unter Druck, dürfen wir uns auf ein starkes zweites Halbjahr freuen. Insgesamt liefert die Saisonalität derzeit ein Verkaufssignal und lässt grundsätzlich ein wichtiges Tief für Anfang Juli erwarten.

Alternativ kommt es bereits im Umfeld der nächsten FED-Zinsentscheidung am 14.Juni zum Tiefpunkt am Goldmarkt. Immer wieder war es in den letzten eineinhalb Jahren zu beobachten, dass der Goldpreis vor einer Zinserhöhung gehörig unter Druck kam, nur um dann mit deren Verkündung in den Rallymodus zu wechseln („sell the rumour buy the fact“).

 

6. Gold in in EUR

 

Rückblick:

 

In Euro gerechnet geriet der Goldpreis seit dem Hochpunkt bei 1.220 EUR am 17.April gehörig unter die Räder. Ohne jegliche Gegenwehr rutschten die Kurse bis auf 1.108 EUR in die Tiefe. Seit sieben Handelstagen ist eine erste kleine Erholung zu beobachten, welche bislang aber sehr überschaubar ausfällt. Der Mix aus starkem Euro und schwachen Goldpreis ist für den EUR-Goldpreis natürlich fatal. Gleichzeitig bieten sich nun aber wieder günstige Kaufkurse.

 

Gold in EUR Wochenchart:

 

Der EUR-Goldpreis scheiterte ziemlich exakt an der seit 2012 deckelnden Abwärtstrendlinie im Bereich um 1.220 EUR. Gleichzeitig endete der Rücksetzer bislang knapp unterhalb der seit Mitte Dezember 2016 etablierten Aufwärtstrendlinie. Angesichts der stark überverkauften Stochastik ist nun mit einer Gegenbewegung zu rechnen, welche zumindest bis zur Widerstandszone um 1.165 EUR laufen könnte. Allerdings hat sich auch ein neues MACD-Verkaufssignal ergeben und die Erholung der letzten Tage wirkt bislang nicht sonderlich überzeugend.

Sollte es daher nochmals gen Süden gehen, wartet erst im Bereich um 1.070 – 1.080 EUR die nächste solide Unterstützungszone. Auf der Oberseite bleibt die Abwärtstrendlinie (aktuell um 1.215 EUR) das Maß aller Dinge. Solange die Bullen diese Linie nicht überwinden können, befindet sich der EUR-Goldpreis in einer Korrektur/Konsolidierung.

Positiv ist in jedem Fall die Tatsache, dass die kürzlich stark überkaufte Lage bereits recht deutlich abgebaut werden konnte. Noch fehlen auf dem Wochenchart aber klare Signal für eine Trendwende.

Summa summarum erhält der Wochenchart aufgrund der überverkauften Stochastik die Bewertung „vorsichtig bullisch“.

 

 

Gold in EUR Tageschart:

 

 

Auf dem Tageschart wird der scharfe Abverkauf der letzten Wochen noch besser sichtbar. Ähnlich wie beim Goldpreis in USD wurden auch hier alle wichtigen Unterstützungen von den Bären überrannt. Besonders ungünstig bleibt die „bärisch eingebettete“ Stochastik, welche den imminenten Abwärtstrend festgezurrt hat. Solange sich die Bullen hier nicht befreien können, bleiben die Bären am Drücker. Wie bereits auf dem Wochenchart ersichtlich, liegt die nächste Unterstützung erst bei 1.070 - 1.080 EUR.

Positiv ist die Tatsache, dass sowohl MACD als auch RSI nun klar überverkauft sind und damit bereits die Grundlage für die nächste Aufwärtsbewegung gelegt ist. Zudem bringt der tiefe Rücksetzer schon jetzt eine erste Kaufchance, auch wenn es in den kommenden Wochen noch eine Etage tiefer gehen sollte.

Insgesamt muss der Tageschart aufgrund der „bärisch eingebetteten“ Stochastik mit „extrem bärisch “ bewertet werden. Erst wenn sich die beiden Signallinien des Oszillators aus dem Würgegriff der Bären befreien können, hellt sich auch das technische Bild deutlich auf und würde eine Erholung bis mindestens an die 200- Tagelinie (1.154 EUR) ermöglichen.

 

Handelsempfehlung:

Das zuletzt genannte Nachkauflimit bei 1.150 EUR wurde schneller als erwartet erreicht. Auch auf dem aktuellen Niveau (unterhalb von 1.120 EUR) machen Zukäufe unbedingt Sinn. Ein weiteres Limit empfiehlt sich unterhalb von 1.095 EUR. 

 

7. Euro & US-Dollar 

Während der Goldpreis in den letzten Wochen stark unter Druck kam, konnte sich der Euro recht gut halten und macht weiterhin einen konstruktiven bis bullischen Eindruck.

Wie erwartet gelang dem Euro der Sprung über die Widerstandszone um 1.0850 USD. Mit der 200-Tagelinie (1,0845 USD) im Rücken attackieren die Bullen nun erneut die Widerstandszone um 1.10 USD. Zwar ist der MACD-Indikator mittlerweile auf recht hohe Niveaus angestiegen, ein klares Verkaufssignal ist aber noch nicht auszumachen. Ebenso kann sich die Stochastik auf halber Wegstrecke wieder fangen und hat ein ganz frisches Kaufsignal geliefert.

Mit diesem Schwung sollten die Bullen den Kurs der Gemeinschaftswährung bis an die obere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals im Bereich um 1.11 USD treiben können.

Im größeren Bild hat sich durch den für die „Eurokraten“ positiven Wahlausgang in Frankreich ein Gap im Bereich um 1.0740 USD ergeben, welches früher oder später geschlossen werden sollte. Allerdings sehe ich zunächst die umgekehrte Schulter- Kopf-Schulter Formation als tonangebend. Damit sind mittelfristig Kurse bis in den Bereich um 1,14 USD möglich. 

In der Konklusion legt der Euro dem Goldpreis derzeit keine Steine in den Weg, sondern müsste mit diesem „bullischen“ Chartbild eigentlich auch für steigende Edelmetallpreise sorgen.

 

8. Goldminen GDX

 

Die Minenaktien, und damit stellvertretend der GDX (Market Vektor Goldminers ETF), stecken seit dem August 2016 in einer Korrektur, welche den zuvor erfolgten fulminanten Kursanstieg verdaut. Insbesondere seit Anfang Februar hatten die Minenaktien mit ihrer schwachen Performance bereits frühzeitig Warnsignale gesendet.

Nun aber ziehen sie seit fünf Handelstagen wieder den gesamten Sektor nach oben. Das ist grundsätzlich sehr positiv. Ebenso ist erneut ein höheres Tief etabliert worden. Jetzt fehlt auf der Oberseite noch der klare Ausbruch über die Abwärtstrendlinie der letzten neun Monate. Da aber sowohl die 50-Tagelinie (22,70 USD) als auch die 200-Tagelinie (23,98 USD) immer noch leicht fallen, müssen sich die Mineninvestoren möglicherweise noch etwas länger gedulden. Zudem hat die Erholung der letzten Tage bereits zu einer überkauften Stochastik geführt.

Sollte es sich aber bei der Bewegung der letzten eineinhalb Jahre um ein großes Dreieck handeln, läuft die Zeit für günstige Zukäufe vermutlich langsam aber sicher ab. Schon die nächste sehr starke Unterstützung liegt mit 18,50 - 19,00 USD deutlich unter dem aktuellen Preisgeschehen.

Mit einer kleinen Bärenfalle konnten die Bullen zuletzt die grün gestrichelte Aufwärtstrendlinie verteidigen. Dadurch ist schon kurzfristig ein Anstieg bis zur 200- Tagelinie (23,98 USD) möglich geworden. Hier verläuft auch das obere Bollinger Band (24,05 USD). Nach einer Rally bis ca. 24,00 USD könnte ein weiterer Rücksetzer also letztmalig eine günstige Kaufgelegenheit im Minensektor mit sich bringen. Diese Chance muss dann unbedingt genützt werden!

Zusammengefasst ergibt sich eine „zunehmend bullische“ Bewertung, wobei es bis zur FED-Zinsentscheidung am 14.Juni durchaus noch zu Rücksetzern bis auf ca. 22,00 USD kommen müsste.

 

9. Zusammenfassung & Konklusion

Wie an gleicher Stelle Mitte April befürchtet, war die Luft für die Edelmetalle sehr dünn geworden. Der Kurssturz in den letzten Wochen kam also nicht überraschend, sondern war notwendig und gesund. Auch wenn vor allem der Silberpreis stark abgestraft wurde, hat sich die technische Lage trotz allem (noch) nicht wesentlich verschlechtert.

Dennoch überzeugt mich die Erholung der letzten Tage nicht wirklich. Zudem fehlt mir die für das wichtige Sommertief typische Panik im Markt. Vielmehr vermute ich, dass die Edelmetalle bis zum 14.Juni weiterhin unter Druck bleiben werden. Zwischenzeitliche Erholungen sind aufgrund der überverkauften Lage natürlich jederzeit möglich. Die Goldbullen werden es aber schwer haben, die Widerstandszone um 1.250 – 1.255 USD zu überwinden.

Insofern muss der Goldpreis bereits in diesen Tagen die Marke von 1.237 USD überspringen, um zumindest die Zwischenerholung zu bestätigen. Gelingt das nicht, geht es ohne Umwege aber vermutlich zäh weiter gen Süden. Idealerweise kommt es dann im Bereich um 1.180 – 1.200 USD zum finalen Tief und damit zu einer hervorragenden Kaufgelegenheit. 

Auch wenn die Korrektur momentan unangenehm sein mag, ist sie im großen Bild segensreich und von meiner Seite absolut willkommen. Mit einem klassischen Tief im Sommer sind die Edelmetalle perfekt für ein starkes zweites Halbjahr positioniert. Die Chancen auf einen Goldpreis im Bereich um 1.500 USD bis zum Frühjahr 2018 sind damit deutlich gestiegen!

 

10. Lese-Empfehlungen

 

 

© Florian Grummes

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Quelle: pro aurum Goldedition vom 16.05.2017
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