Haben wir gerade den Boden im Goldmarkt gesehen?

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von Plunger für Rambus Chartology

Die Märkte täuschen ... aber das wissen wir alle. Abgesehen von der Täuschung sind die Märkte tatsächlich diabolisch. Mr. Market operiert durch seine beiden vertrauenswürdigsten Leutnants, Bulle und Bär. Er hat Mr. Bulle beauftragt, den Gipfel des Berges zu erklimmen und die Kaufkraft der Investoren zu nutzen, um den Aufstieg zu befördern. Er hat Mr. Bulle jedoch auch angewiesen, diesen Investoren nicht zu erlauben, die Reise selbst zu vollenden... Er möchte das Top ohne sie erreichen. Es ist ein schwieriger Job, und Mr. Bulle muss jeden Trick anwenden, um diese Investoren abzuschütteln, nachdem sie ihr Geld dazu eingesetzt haben, den Trend nach oben zu treiben. Dies ist ein Prozess, der Zeit in Anspruch nimmt, und die wichtigsten Instrumente von Mr. Bulle sind Gier und Angst in den Köpfen der Anleger.

Mr. Bär hingegen wurde eine völlig andere Mission zugewiesen. Wenn er an der Reihe ist, wurde er beauftragt, dieselben Investoren dafür zu benutzen, um den Trend auf Tiefststände zu treiben, die unvorstellbar waren. Dies ist eine Mission, die noch schwieriger ist als die von Mr. Bulle, da Mr. Bär im Gegensatz zu Mr. Bulle die Pflicht hat, diese Anleger für die Dauer des Falls im Markt zu halten, was keine leichte Aufgabe ist. Dies liegt daran, dass wenn diese Investoren einfach aufgeben und den Markt verlassen würden, dieser einfach aufhören würde weiter zu fallen. Seine Mission erfordert ein besonders hohes Maß an Abweichung. Aus diesem Grund behält Mr. Market einen besonders guten Platz in seinem Herzen für Mr. Bär, da Mr. Market eine teuflische Natur hat und er wie ein Großinquisitor kein Problem damit hat, Blut fließen zu sehen.

Die Psychologie eines Markttiefs

Ein Tiefpunkt tritt auf, wenn praktisch jeder bärisch wird. Ich weiß, was Sie jetzt denken ... Sie denken: „Ich bezahle diesen Typen Geld, um mir das zu sagen?“ Herrje, das weiß doch jeder! Aber lassen Sie uns diesen Kommentar analysieren. Wenn fast alle bärisch sind, bedeutet dies, dass alle glauben, dass die Preise weiter fallen müssen. Dies setzt voraus, dass praktisch alle Böden vor oder sogar lange  bevor alle daran glauben, auftreten. Lassen Sie  das für mal für eine Weile sacken.

Der Goldmarkt-Boden im Januar 2016.

Vier Handelstage nach dem Boden im HUI im Januar 2016 besuchte ich die Vancouver Gold Show. Sie war spärlich besucht, wie man nach fünf Jahren unendlicher Abwärtsbewegung in den EM-Aktien auch erwarten konnte. Es war in gewisser Weise ein Treffen mit dem Überbleibsel der Goldbugs ... irgendwie "the last man standing“. Dies deutete an, dass wir uns wahrscheinlich in einer Bodenzone für die Goldaktien befanden, da jeder, der raus wollte, herausgegangen war und jetzt keiner mehr übrig war, um zu verkaufen. Erinnern wir uns, dass der HUI gerade im Tief bei 100 war. Ich selbst blieb bärisch, obwohl ich wusste, dass wir uns in der Nähe eines Tiefs befanden. Die Augen jedes Einzelnen waren auf den HUI-Chart und das "offensichtliche" K & S-Muster fixiert, das sich herausgebildet hatte. Es war eindeutig in Vorbereitung seine Nackenlinie (NL) zu verletzen, von wo aus die Goldaktien dann in einer gemessenen Bewegung bis zu ihrem Washout-Tief fallen würden. Das wäre dann natürlich der herrliche Kaufzeitpunkt, von dem wir alle geträumt haben. Aber wie der große Joe Grandville sagte: "Was offensichtlich ist, ist offensichtlich falsch". Der Boden war tatsächlich bereits 4 Tage zuvor aufgetreten.

 

Der Schnappschuss vom Markt oben entstand an dem Tag, an dem ich die Vancouver Gold Show besuchte. Er zeigt, auf welchem ​​Niveau Mr. Bulle die Massen täuschen wird. Mr. Bear hat seine Arbeit öffentlich gemacht, damit jeder sehen konnte, wie bärisch das Set-up war. Er hat über einen Zeitraum von 6 Monaten ein breites, gut definiertes Kopf-Schulter-Muster aufgebaut, damit es auch ja niemandem entgehen konnte. Am Ende produzierte er sogar einen Fehlausbruch (FBO), um die Nackenlinie (NL) zu durchbrechen, nur um sicherzugehen, auch den letzten Bullen aus dem Markt zu bekommen. Im Hintergrund, außerhalb des Blickfeldes, arbeitete Mr. Bulle in einer Art Tandem-Team-Beziehung mit Mr. Bär zusammen. Sobald Mr. Bär alle auf die Verkaufsseite gebracht hatte, trat Mr. Bulle angriffslustig aus dem Schatten. Er nutzte das gesamte Verkaufsinteresse um seine Bewegung nach oben anzutreiben , ohne die Bullen dabei mitzunehmen. Er nutzte die Kaufkraft der Bären, um seine anfängliche Aufwärtsbewegung voranzutreiben und ließ die Bullen am Rande stehen. Er konnte dies tun, indem er die Short-Eindeckungen der Bären dazu benutzte, um die Bewegung zu starten. Später kamen die echten Bullen verspätet zur Party. Sie kamen erst aus ihren Bunkern gekrochen, nachdem die Luft rein war. Ja, das ist der Unterschied zwischen Mr. Bulle und Mr. Bär.

Und hier kommt es. Ich habe bewußt alle mit denen ich sprach, gefragt, wo ihrer Meinung nach die Goldaktien hingehen würden. Jeder einzelne von ihnen war bullisch auf Gold, sagte aber, wir würden noch ein letztes Bein nach unten sehen. Sie waren langfristig bullisch, aber jetzt kurzfristig bärisch. Diese bärische K & S Formation war für jeden so offensichtlich, dass man daraus folgerte, dass der Markt nur noch einen letzten Absturz vor sich hatte und dann würden alle einsteigen. Aber Mr. Bulle hatte andere Pläne. Er startete vertikal und ließ alle Möchte-gern-Bullen mächtig kraxeln, um hinterherzukommen.

Diese Erfahrung war eine wichtige Lektion für mich. Böden (Tiefs) treten dann auf, wenn jeder denkt, dass der Drop nach unten weiter gehen muss. Das klingt sicher nach dem Rückfall, den wir im letzten Monat gesehen haben. Fragen Sie sich, ob Sie von jemandem wissen, der Geld auf die Seite brachte und in den letzten 3 Wochen eine akute, bullische Sicht hatte? Ich kenne niemanden und die besten Analysten sind über die letzten 2-3 Wochen bärisch geworden. Ihre akute bärische Sicht erfolgte scheinbar aus gutem Grund, da die Preischarts fürchterlich bärisch wirkten. Noch am Mittwoch hat einer der fähigsten und aufschlussreichsten Berater, den ich kenne, der Öffentlichkeit und seinen Abonnenten empfohlen, einen großen Teil ihrer EM-Bestände zu verkaufen und sich auf das Schlimmste vorzubereiten. Andere gute Analysten haben kürzlich tief bärische Berichte verfasst. Ehrlich gesagt ist es für einen EM-Enthusiasten geradezu deprimierend geworden.

Klar, ich sage nicht, dass diese Meinungen falsch sind, ich sage nur, wenn fundierte Meinungen so universell bärisch sind, sie oft mit einem Boden verbunden sind und es erfordert deshalb jetzt eine gründliche, objektive Betrachtung, ob ein Boden möglich erscheint.

Eine alternative Ansicht auf das Gesamtbild von Gold

Ich habe eine andere Interpretation des langfristigen großen Bildes für den Goldpreis als das, was Rambus in seiner Chartanalyse ausführlich beschrieben hat. Aber bevor ich es präsentiere, muss ich noch hinzufügen, dass es nicht als Widerspruch zu dem zu sehen ist, was Rambus präsentiert hat. Ich würde seine derzeitige Position nach dem Mittwoch-Bericht als vorsichtig optimistisch bezeichnen. Eine der großen Qualitäten von Rambus ist, dass er die Preisaktion für sich selbst sprechen lässt und die Fähigkeit besitzt, blitzschnell einen Wechsel vorzunehmen, wenn die Preisaktion eine Änderung anzeigt. Wir haben dies vom Freitag-Bericht der letzten Woche bis zum Mittwoch-Bericht in dieser Woche gesehen.

Das Wesen langfristiger säkularer Trends.

Säkulare Bullen- und Bärenmärkte halten lange an. Innerhalb ihrer Spanne umfassen sie mehrere zyklische Bullen- und Bärenmärkte im säkularen Trend. Als Beispiel dienen langfristige US-Staatsanleihen, die 1942 ihren Höhepunkt erreichten und erst 1983 ihren Boden fanden, das ist ein 41-jähriger säkularer Bärenmarkt. Der Anleihenmarkt begann dann einen säkularen Bullenmarkt, der möglicherweise 33 Jahre später im Jahr 2016 endete. Einige würden sagen, dass er noch nicht beendet ist. Lacy Hunt als auch ich sind in diesem Lager. Unterschiedliche Anlageklassen weisen unterschiedliche Merkmale auf, und Gold scheint auch ultra lange Zyklen zu haben, ähnlich wie Anleihen. Säkulare Bärenmärkte können 20 Jahre + andauern und säkulare Bullenmärkte können weit über 20 Jahre bestehen.

Der große säkulare Goldbullenmarkt 2001 - ???

Bärenmärkte haben in der Regel viel kürzere Laufzeiten als Bullenmärkte. Im Aktienbereich betragen diese oft 20 bis 30% der Länge ihrer vorangegangenen Bullenmärkte. Da Gold von 1980 bis 2001 einen 21-jährigen Bärenmarkt durchlebte, habe ich kein Problem damit, den Vorschlag zu akzeptieren, dass der darauf folgende säkulare Bulle über 30 Jahre dauern könnte. Das würde ihn mindestens in das Jahr 2030 bringen. Wie zuvor erwähnt, wird es innerhalb eines langfristigen säkularen Trends 2-3 zyklische Bullen- und Bärenmärkte geben. Der Bärenmarkt, den wir seit September 2011 erlebt haben, ist wahrscheinlich nur einer dieser zyklischen Bärenmärkte innerhalb des gesamten, langfristigen säkularen Bullenmarktes, der im Jahr 2001 begann.

Plungers alternative langfristige Goldsicht

 

Der jüngste zyklische 10-Jahres-Bullenmarkt begann zwischen 1998 und 2002 mit einem massiven 4-jährigen W(förmigen)-Boden. Sie haben es schon einmal gehört: Je größer die Basis, desto größer die Bewegung… (Haben Sie Uran?). Sobald die Basis gebildet wurde, unternahm Gold 10 Jahre lang einen Bullenmarktlauf. Hier sind einige Highlights und Meilensteine dieses Bullenmarktes.

1. Beachten Sie die seitwärts abwärts gerichtete Aktion von Ende 2004 bis Mitte 2005. Ich erinnere mich daran, dass dies eine sehr entmutigende Zeit war. Es schien, als hätte Gold aufgegeben und würde nicht mehr ansteigen und ich machte mich dazu bereit, das Spiel aufzugeben. Rückblickend bildete Gold nur einen trifftigen Grund für seine nächste, explosive Bullenmarktbewegung. Der durchschnittliche Goldanleger war der Meinung, dass wir in einem Bullenmarkt waren, aber noch nicht ganz davon überzeugt.

2. Bullenmarkt Halb-Weg Punkt - 2006 bis Ende 2007. Ich erinnere mich diesmal ganz klar an den POR (den Punkt der Erkenntnis) des Bullenmarktes. Als er aus dem aufsteigenden Dreieck ausbrach, explodierte es in einer Kaufpanik, da die Anleger merkten, dass sie unterinvestiert waren. Die Öffentlichkeit war nun zum ersten Mal sicher, dass wir in einem Goldbullenmarkt waren. Beachten Sie dabei, dass diese Halb-Weg-Bewegung fast genau der Mittelpunkt des Bullenmarktes war.

3. Der Crash von 2008. Auch wenn es damals wie das Ende der Welt aussah, zeichnete sich der Crash lediglich durch eine nette umgekehrte K & S-Konsolidierung für den nächsten Anstieg in Gold aus. Es hat dabei die exakte Entfernung für seine Impulsbewegung beim Ausbruch über seine Nackenlinie (NL) gemessen.

4. Das Blow off Top von 2010-2011 war mächtig, aber ich würde es nicht als Manie einstufen. Es gab keine Schlangen auf der Straße, um Gold zu kaufen, wie es im Januar 1980 der Fall war. Klar, die Gold Bugs waren begeistert, aber es war nicht universell. Voll ausgeblasene Manie-Tops treten an säkularen Hochs auf und dies war keine Manie.

 

Der erste zyklische Bärenmarkt im säkularen Goldbullenmarkt - 2011-2016.

Der brutale Bärenmarkt seit 2011 hat ein 50% iges Fibo-Retracement seines 10-jährigen Aufwärtstrends abgeschlossen. Das ist eigentlich ziemlich normal und entspricht dem 50% -Rückgang des Bärenmarktes von 1974 bis 1976. Der Monats-Chart zeigt eine Wimpelspitze, bei der Gold nach einem zweimonatigen Absturz schließlich aus dem Wimpel fiel. Die Tages-Charts bildeten ein K & S-Top aus. Dies war der Bärenmarkt-POR, wo die Anleger schließlich erkannten, dass sie sich in einem Bärenmarkt befanden. In typischer Form kaufen Privatanleger ein Drittel des Weges in einen Bärenmarkt und denken, dass sie ein Schnäppchen machen, aber die „Buy the Dip“ Strategie endet, wenn der Schmerz zu groß wird. Dann kommt der Moment, in dem die Öffentlichkeit erkennt, dass es ein Bärenmarkt ist. Es ist ein sofortiges Ereignis, das normalerweise durch eine Nachricht ausgelöst wird, die einen "Erkennungspunkt" bewirkt - den POR. Im Fall des Bärenmarktes von 2011 kam es im April 2013 in Form des Baissemanövers von Goldman auf den Goldpreis. Es war ziemlich hässlich und schmerzhaft und bot den Bullen aufgrund der massiven Eröffnungs-Gaps nach unten keine Chance.

Bärenmarkt-Semantik-

Befinden wir uns also noch in einem Bärenmarkt? Nein, ich glaube, der Bärenmarkt endete 4 Tage vor der Vancouver Gold Show, die ich im Januar 2016 erwähnte. Das war das Preistief des Bären. Gold erreichte im Dezember den Boden und die Aktien den ihren im Januar. Allerdings kann die Aktion seit drei Jahren eine Form eines doppelten Bodens oder eine teilweise erneute Überprüfung dieser Tiefststände vom Januar 2016 sein. Dies würde erklären, warum es sich nicht wie ein Bullenmarkt angefühlt hat, weil wir den ursprünglichen Boden erneut testen. Kann man also behaupten, dass wir noch in einem Bärenmarkt sind? Ehrlich gesagt, Sie nennen es, wie Sie es nennen möchten, aber ich sehe es als einen komplexen Test des ursprünglichen Bodens von 2016.

Einer der Hinweise, welche meine Behauptung stützt, dass das wahre Tief in 2016 aufgetreten ist, ist das Volumen, das Sie in der obigen Chart sehen. Beachten Sie, dass dieses Volumen nach der Festigung des Tiefs vom Januar 2016 im Markt einsetzte. Ich nenne dies Aufbau verursachtes Volumen. Es ist aufgestaute Feuerkraft für den Moment, wo Gold schließlich nach oben ausbricht. Diese Art von NACHHALTIGEM Volumen erhalten Sie nicht am Ende eines Bärenmarktes. Das Interesse ist seit dem kraftvollen Aufwärtsbein im Jahr 2016 zurückgegangen, aber dieses Volumen zeigt die Positionierung für das nächste Aufwärtsbein. Aber, wer kauft dann? Es sind Zentralbanken und großes Geld. Denken Sie daran, dass die Zentralbanken vor 8 bis 20 Jahren ihr Gold enthortet haben. Nun gerade kaufen sie es in aller Stllle, wie der Chart unten zeigt:

Ende 2015 war die M & A-Aktivität im Sektor ausgetrocknet und es wurden KEINE Projekte finanziert. Unternehmen wie Barrick gaben Aktien aus, um die Schulden abzuzahlen, damit sie einen Konkurs verhindern. So etwas sieht man an Bärenmarkttiefs. Wir sehen das heute nicht, stattdessen sehen wir, dass M & A-Aktivitäten und wirtschaftliche Projekte finanziert werden. Dies steht im Einklang mit einem Bullenmarkt, obgleich es noch die Anfangstage sind.

Bodenindikatoren für den Goldpreis

Werfen wir einen Blick auf einige Bodenindikatoren. Denken Sie daran, dass die meisten Indikatoren an einem tatsächlichen Tiefpunkt meistens fürchterlich schlecht aussehen, da sie noch nicht gedreht haben. Wenn sie sich schließlich drehen, bestätigen sie, dass der tatsächliche Boden des Marktes „drin" ist. Einige Indikatoren weisen darauf hin, dass die Wende gerade tatsächlich in Echtzeit stattfindet.

Die Nichtbestätigung von Gold vs. Silber

Hier sehen wir, dass Gold die jüngste Bewegung von Silber auf niedrigere Tiefs nicht bestätigt. Dies geschieht über einen Zeitraum von mehr als 4 Monaten und ist damit genug Zeit, wo sich beide anpassen sollten, wenn der Trend immer noch nach unten geht… Nun, sie tun es nicht! Könnte dies eine Wende voraussagen? Denken Sie daran, dass Silber tendenziell Gold hinterherhinkt.

 

Das Niveau des Pessimismus war grenzenlos, als Silber seinen jüngsten Tiefpunkt erreichte. Der RSI steht im Einklang mit der Aufwärtsbewegung von Gold.

 

Plunger´s Silberkauf - Signal Indikator

Im unteren Chart sehen Sie, dass wir uns in der Zone für einen Preisdreh befinden. Sobald CCI und RSI hochdrehen, wird ein Kauf signalisiert. Wir könnten sehr nahe dran sein.

 

HUI:GOLD

HUI: GOLD ist der erste Indikator für einen Aufwärtstrend beim Gold. Schauen Sie sich die Aktion über die letzten 3 Monate genau an, da wir jetzt eine Serie höherer Tiefs haben. Wir hatten ein Blow-off Tief unter den Trendkanal, das im wöchentlichen RSI die 20 erreichte, was sehr extrem ist. Die langsame Stochastik hat nun nach oben gedreht und der PPO ist bereit sich anzuschließen. Dies könnte bedeuten, dass ein Boden in Reichweite ist.

 

Silber: Gold Ratio

 

Bei jedem nachhaltigem Goldpreisanstieg wird sich dieses Ratio in der Aufwärtskonfiguration befinden. Die langsame Stochastik scheint hier eine Wende zu machen. Beachten Sie die positive Divergenz des RSI mit dem jüngsten Tiefstand im Ratio. Dies zeigt an, dass ein Boden in Reichweite ist und es den Dreh machen wird.

 

SIL: GDX

 

SIL: GDX kann als verzögerter Indikator betrachtet werden, aber es lohnt sich ihn aufgrund des RSI anzuschauen. Dieser erreichte einen Extremwert, was die Bewegung nach unten begrenzen sollte. Silberaktien übertreffen die Goldaktien erst, wenn sich die Rallye gut entwickelt hat. Daher erwarten wir erst später eine Wende, aber die Tiefe des Abschwungs zeigt uns an, dass es wahrscheinlich nicht viel weiter runter gehen wird.

 

Das Up Vs Down Volumen bei den Goldminen

 

Dieser Advance / Decline Volumenchart zeigt einen Blow out nach unten. Soll ich es Kapitulation nennen? Beachten Sie die Divergenzen in diesem Chart. Der GDX-Preis (gestrichelte goldene Linie) zeigt eine positive Divergenz. Mit mehr Down als Up Volumen weigern sich die Aktien bisher tiefer zu gehen. Als nächstes sehen wir eine positive Divergenz im RSI mit dem niedrigeren Tief des Index. Dieser Chart sagt, da steht was an. Dies ist wieder das, was an Böden auftritt.

 

Der PBC Credit Turn - Der Kreditstress kommt im Zentrum an

In einer Finanzkrise entwickeln sich Junk Bonds unterdurchschnittlich zu den Unternehmensanleihen mit hoher Bonität. In der globalen Finanzkrise (GFC) von 2008 war es ein totaler Blow out. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es in der kommenden PBC-Krise (Post Bubble Contraction) erneut passieren. Im folgenden Chart sehen Sie, was gerade passiert: Unternehmensanleihen mit hoher Bonität brechen relativ zu Junk-Anleihen aus. Dies ist der Fall, wenn Kreditstress in das System übertragen wird und Gold zu performen beginnt. Es ist nur ein weiterer Hinweis, dass eine Wende möglicherweise nah ist.

 

Wenn der USD steigt, sollte Gold dann nicht fallen?

Nein, nicht unbedingt. Dies war in der letzten Zeit der Fall, doch wenn finanzieller Stress in den Markt eintritt, können beide zusammen steigen. Das liegt daran, dass sie beide sowohl als sichere Vermögenswerte als auch als Wertspeicher wahrgenommen werden. Im jüngsten Aktienbullenmarkt war dies für die Menschen nicht sehr wichtig, so dass Gold nicht vom Sicherheitsaspekt profitierte, als der US-Dollar stieg. Dies wird sich jedoch ändern, sobald sich die PBC weiter entwickelt.

 

Das Worst-Case-Goldergebnis.

Da Gold und die Goldaktien bisher ein so schlechtes Jahr hinter sich haben, kann es einige Zeit dauern, bis beide die Wende machen, hauptsächlich, weil wir jetzt mit steuerbedingten Verkäufen beginnen, die aufgrund der unterdurchschnittlichen Wertentwicklung in diesem Jahr die Gruppe unter Druck setzen können. Es ist möglich, dass die Gewinne der letzten 2 Monate in Form eines doppelten Bodens bis in den $1180 Bereich des Goldpreises erneut getestet werden müssen. Ich würde dies als Geschenk und somit als Kaufgelegenheit betrachten. Der absolut schlimmste Fall wäre meiner Meinung nach, wenn es zum Tiefstand von Ende 2015 um den Bereich von $1050 bis $1075 Anfang des nächsten Jahres zu einem doppelten Boden käme. Dieses Worst-Case-Szenario wäre eine gemessene Abwärtsbewegung, wie im nachstehenden Chart dargestellt. Jedoch deuten die oben aufgeführten Charts an, dass dies nicht das wahrscheinlichste Ergebnis sein wird. Die vielversprechende Seite einer solchen Bewegung wäre jedoch, dass sie eine massive Basis für eine erweiterte Aufwärtsbewegung festigen würde. Ich persönlich werde nicht auf einen solchen theoretischen Tiefstand warten, da ich glaube, dass die Nachricht, die ich oben gezeigt habe, darin besteht, sofort zu kaufen.

 

Wie hoch könnten die Goldaktien steigen?

Wenn man sich mit den ultra-langfristigen Trends auf dem Goldmarkt auseinandersetzen möchte, sollte man die Geschichte des BGMI untersuchen. Es ist der einzige aktuelle Index, der eine langfristige Laufzeit hat. Die BGMI gibt uns einen Blick von Horizont zu Horizont und zeigt ein höchst schockierendes Ergebnis für die Goldaktien und deren mögliche Auswirkungen auf die nächsten 10 Jahre.

 

Ein 20-jährigere Impulsbewegung 1960-1980

Das zeigt dieser Chart - eine massive Impulsbewegung, die über 20 Jahre von 1960 bis 1980 dauerte. Als Studenten des Marktes wissen wir, dass massive Bewegungen dieser Art viel Zeit brauchen, um sich selbst zu verarbeiten, sobald sie ihren Zenit erreicht haben. Der obige Chart zeigt, dass die Konsolidierung, die durch den dicken blauen Kanal begrenzt wird, eine Dauer von etwa 40 Jahren haben könnte. Hierfür gibt es viele Präzedenzfälle. Rohöl wurde zwischen 1974 und 2004 einer 30-jährigen Konsolidierung unterzogen, nachdem es von 1972-1974 zu einer massiven Impulsbewegung von $1,85 auf $30 gekommen war. Nachdem Öl in 2004 aus seinem Konsolidierungskanal ausgebrochen war, stieg es binnen drei Jahren von $40 auf $147. Dies zeigt einen historischen Präzedenzfall.

Wir sehen also im Goldaktienindex oben, dass die vergangenen 40 Jahre als Konsolidierungszone für die massive 39-fache Impulsbewegung von 1960-1980 gedient haben. Chartologieprinzipien legen nahe, dass eine Ausbruchsbewegung gleicher Proportion über den Kanal einem geschätzten HUI-Wert zwischen 3964 bis 4000 entspricht. Ja, Sie haben das richtig gelesen... Das wäre ein 27-facher Return auf den Index vom heutigen Niveau, wenn Sie es vom BGMI zum HUI konvertieren.

Grundsätzlich gilt, dass die Goldaktien nun seit 40 Jahren Energie aufwickeln und wenn sie schließlich die Höchststände von 2011 überschreiten, wird sich diese in einem starken Impuls nach oben entladen. Nach meiner Analyse sagt dies die massive 5-Jahres-Untertasse, die wir in dem Goldchart oben in diesem Bericht sehen, der Welt. Denken Sie daran, je größer die Basis, desto größer die Bewegung.

Es könnte an der Zeit sein, diese gut überprüfte Kaufliste bereitzustellen, an der Sie gearbeitet haben. Mr. Bär hat die letzten 3 Monate damit verbracht, die Decks abzuräumen, indem er bullische Investoren in ihre Bunker schickte. Vielleicht ist er gerade dabei, Mr. Bulle die Führung zu übergeben.

Editor’s Note: Who Is Plunger ?

Rambus Chartology 

Der Artikel erschien am 18.11.2018 im engl. Original auf Rambus Chartology und wurde für die Metallwoche exklusiv und ohne Gewähr übersetzt.

Mit der Rubrik "Die Meinung der Anderen" wollen wir Stimmen ein Gehör bei uns verschaffen, die möglicherweise manchmal durchaus auch konträr zu unseren Meinungen stehen (können). Wir sind davon überzeugt, dass unsere Hörer und Leser selbst am besten beurteilen können, wie sie die Aussagen, Meinungen und den Inhalt (be)werten.

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