Hard Asset- Makro- 19/17: Inflation? Macron und die Tschechenkrone

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Von Mag. Christian Vartian

Eine – falsch gefühlt – als mühsam empfundene Woche erwies sich ex- post beim Nachrechnen als sehr erfolgreich.

Im Teilportfolio 1 Edelmetalle leicht erholt, Hedgeerträge noch dazu und im Teilportfolio 2 ein nach oben explodierter BitCoin mit 20% Gewicht und gar nicht so schlechter Performance der Minenaktien.

Der Star der Woche war natürlich der BitCoin...

Von 1560 USD bis 1825 USD (Stopp) fuhren wir ihn mit. Mehr als 3% Plus in beiden Portfolioteilen.

Dennoch:

Gold kommt nicht einmal über die nun schon ausgelutschte 1237 USD, geschweige denn über die 1265 USD geschwige denn über die Abwärtstrendlinie bei 1295 USD

Der US- Verbraucherpreisindex, dort Core CPI genannt, kam mit 0,1% versus Erwartung 0,2% herein, also halb so hoch wie die Erwartung.

Der US- Produktionspreisindex, dort Core PPI genannt, kam mit 0,4% versus 0,2% Erwartung herein, also doppelt so hoch.

Wir wollen uns hier aber nicht über die Abweichung der Zahlen zur Erwartung unterhalten, noch über die Meßmethodik generell, sondern über die Abweichung und zwar die krasse Abweichung des Produktionspreisindex vom Verbraucherpreisindex.

Die Abweichung, die hier vorliegt, beträgt 1 zu 4.

Nun könnte eine solche Abweichung dadurch entstehen, dass gestiegene Kosten der Erzeuger nicht an den Konsumenten weitergegeben würden. Dies müsste aber deutlich die Gewinnmargen drücken.

Die vorliegenden Quartalsergebnisse der betroffenen Sektoren lassen dies aber nicht erkennen, die Zahlen sind gut bis konstant.

In der Konsequenz müssen etliche Produktgruppen wesentlich billiger geworden sein und zwar importierte Produktgruppen.

Also deflationiert es irgendwo heftig!

Auch die im letzten HAM erwähnte Talfahrt des Eisenerpreises sieht danach aus.

Erst am Ende dieser Woche hat sich der sinkende YUAN stabilisiert

Wir sind daher in den Händen von Impulsen aus dem Hintergrund, welche mit den Themen aus den Schlagzeilen weder erklärbar sind, noch logisch zusammenpassen.

An sich existiert eine relativ hohe Zentralbank- Primärgeldmenge, welche sich mit einem nach wie vor (verglichen mit vor 2012) zusammengebrochenen Kreditmultiplikator multipliziert und das Produkt ergibt eine heratische Liquidität mit Sprüngen.

Wenn wir nicht mit Neben- Nebensachen wie Unthemen zu Französischen Wahlen vernebelt werden, dann mit Nebensachen wie FED- Protokollen und anderen Äußerungen und Aktionen von Zentralbanken (also mit dem ersten Teil des vorgenannten Produktes). Das bewirkt aber kaum mehr etwas, wenn es sich nicht deutlich ändert. Der zweite Teil des Produktes dürfte daher der wesentlichere geworden sein.

Daher ist jede Nachricht über die geplante Änderung der Bankenstrangulierungsgesetze (Dodd Frank, Basel III...) von höchster Priorität, denn nur diese beeinflusst wirklich den zweiten Teil des Produktes, nämlich den Kreditmultiplikator.

Sie tut dies im Verein mit der Möglichkeit bzw. der derzeitigen Nicht- Möglichkeit von Sachfinanzierungen unter Sachverpfändung ohne Abstellen auf die Eigentümerbonität. Die Papiere dazu sind die guten alten ABS (Asset Backed Securities).

Und was uns an der Wahl in Frankreich wirklich interessiert, ist, dass es einen Minister gab, der diese Asset Backed Securities in Europa wieder einführen wollte und einen Plan hatte, dass die EZB diese kaufen sollte. Das ändert alles, das macht Wachstum wieder möglich, das führt WIRKLICH zur Wiederkehr von Inflation.

Dieser Minister hieß Emanuel Macron. Er stieß auf eine Betonmauer der Ablehnung bei den „hochbonitären“ EUR- Staaten.

Ob sich Präsident Macron an den Minister Macron erinnert und falls ja, die damaligen Blockierer sich dann immer noch über seinen Wahlsieg freuen, wird der einzig spannende Teil, den Europa beisteuert.

Man will ja den EUR erhalten und diesen stabilisieren von Berlin bis Den Haag. Dann wird es eben spannend, ob man denjenigen, der genau das Konzept dafür hatte, wieder blockiert und gleichzeitig darüber jubelt, dass er dort sitzt.

Marine Le Pen hat genau das andere Konzept vertreten, dass rein sachlich die realistische und dauerhafte Erreichung der Ziele der „hochbonitären“ EUR- Staaten ermöglicht hätte, die lehnte man ab.

Für Gold und Aktien ist übrigens selbstverständlich Präsident Macron und ABS in Europa viel besser als ein FFR in Frankreich und eine Entlastung der BRD und anderer beim Nettozahlen, nur damit da kein Mißverständnis aufkommt.

Also: Bonne Chance Monsieur le President!

Letzte Gegenprobe : Ist das alles meine Phantasie ?

Die CZK sagt nein, sie steigt, TROTZ PEG!

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