Hard Asset Makro 24 - 2017- Immos kühlen ab

Tags: Hard Asset Macro Reports Finanzmärkte Edelmetalle Christian Vartian

von Mag. Christian Vartian

Die US- Zentralbank hat den Leitzins um 0,25% erhöht und die deflatorische Wirkung blieb nicht aus...





...nicht nur bei Edelmetallen, wie an den Charts zu sehen ist.

Die US-Housing Starts kamen schon aufgrund der Zinserhöhung davor in dieser Woche mit 1092k vs. 1297 Konsens schwächer als erwartet herein.

Die US-weekly jobless claims waren mit 237k vs. 241k Konsens noch OK.

Die US-Retail Sales (Ex- Auto) kamen ziemlich schwach mit -0,3% vs. erwartet 0,2%, Geldüberfluss herrschte also schon vor der letztwöchigen Zinserhöhung nicht.

Die US-Zentralbank wurde überdies etwas konkreter zu ihrem Bilanzreduktionsprogramm, sprich der Einschränkung der Reinvestition von Tilgungen aus auslaufenden Anleihen in neue Anleihen. Sie war sehr vorsichtig, den Anleihen tat die Zinserhöhung sowieso nicht gut und die Einschränkung des Reinvestitionsprogrammes auch nicht, also wurde hier "gerettet" was ging, was vorläufig auch gelang,





Der Verkauf noch laufender Anleihen aus der Bilanz wurde bewusst noch nicht erwähnt.

Nicht nur kamen die Ölvorräte viel höher als erwartet herein, der ganze Rohstoffsektor und sein Symbol Australien sendet aufgrund des weiter verschärften Geldmangels technische Signale aus. Wir weisen auf diese nur hin und geben in dieser Publikation keine Empfehlung zu diesen:

Signaltyp: Island Top

Entdeckt bei Australien ETF




Beschreibung und Interpretation eines Island Tops

Wie gesehen kann eine Zentralbank die Wirkung ihrer Maßnahmen auf Staatsanleihen dämpfen und dies über Umwege wie Kreditprogramme, Anleihenbeleihungsquoten, Diskontsatz usw., zumindest eine Zeit lang geht dies.

Die Einzelhandelsumsätze und die schon vor der letzten Zinserhöhung schwächeren Bauwachstumszahlen zeigen, wo es nicht gehen wird, genau dort nämlich. Diese Bereiche sind lebenswichtig für die Konjunktur der USA und genau bei diesen Bereichen zeigt sich Schwäche und genau diese Bereiche vertragen Zinserhöhungen und straffe Geldmenge nicht.

Dies soll nicht bedeuten, dass Anleihen nicht betroffen werden, das kann man aber immer wieder "reparieren", bei Immobilien geht es wie beim Einzelhandel nur mit der Gießkanne und diese bedeutet mehr Geld und nicht weniger (Eine Zinserhöhung hat neben der Preiswirkung auch eine errechenbare geldmengendeflatorische Wirkung).

Bei Gold bedeutet dies neben dem Deflationsimpulsrückgang der abgelaufenen Woche kein Drama, da die Schwächung des bedeutendsten Konkurrenten, des Immobilienmarktes in Gesamtbreite, klar aus den Zahlen hervorgeht und durch die Zinserhöhung von dieser Woche sicher nicht besser wird. Die 1214 $ Marke sollte aber besser halten, um einen Rebound zu ermöglichen, sobald die Marktteilnehmer ihre Hausaufgaben gemacht haben werden. Beim Silber wäre das die 16,05 $ Marke. Auch der Konkurrent Öl ist angeschlagen.

Ein positives Umfeld für Gold & Silber liegt absolut nicht vor, aber die Schwächung der Konkurrenten ist auch schon was.

In den USA beschert uns das Theater um die "Untersuchungen" zu ungeklärten "Russlandthemen" das seltene Schauspiel von Gewaltenteilung:

Der US-Senat verabschiedete ohne dass eine Regierungsvorlage dazu existiert einen Gesetzestext mit schärferen Sanktionen gegen die Russische Föderation.

Egal, was man vom Inhalt hält, immerhin macht dort die Legislative, was sie will und die Exekutive, was sie will und der Präsident folgt seinem Dienstvertrag.

Die Welt mag lachen, vielleicht zu Recht und sollte aber auch mal in die eigenen Dienstverträge und die meisten Verfassungen schauen und erkennen, was sie alles zu Hause im Gewaltenverklebungsverfahren durchboxt, wider dem Prinzip der Demokratie.

Sie sind nicht eingeloggt! Um den gesamten Inhalt sehen zu können, müssen Sie eingeloggt sein und ein aktuelles Abonnement besitzen. Log-In




© Mag. Christian Vartian www.vartian-hardassetmacro.com

Das hier Geschriebene ist keinerlei Veranlagungsempfehlung und es wird jede Haftung für daraus abgeleitete Handlungen des Lesers ausgeschlossen. Es dient der ausschließlichen Information des Lesers.

Kommentare

Sie sind nicht eingeloggt! Sie können Kommentare nur sehen, wenn Sie eingeloggt sind und ein aktuelles Abonnement besitzen. Log-In