Hard Asset - Makro - 30/13: Fakten sind da, warten auf Nachrichten

Tags: Christian Vartian Hard Asset- Makro - 30/13



Der nachfolgende Artikel wurde uns freundlicherweise von Herrn Vartian zur Verfügung gestellt und zur Veröffentlichung auf der Metallwoche.de freigegeben.

Hard Asset- Makro - 30/13


Woche vom 22.07.2013 bis 26.07.2013


 Fakten sind da, warten auf Nachrichten


Von Mag. Christian Vartian


am 28.07.2013


Gold hat in der abgelaufenen Woche relativ stark und seit langem gegen Öl WTI und Aktien zugelegt, allerdings auch gegen weiße Edelmetalle.

Die kommende Woche bringt mit Future Expiration und FOMC- Meeting und US- Arbeitsmarktzahlen jede Menge preisbeeinflussende Neuigkeiten, oberste Priorität ist daher in der derzeitigen Marktsituation keine Optimierung von Seitwärtsrenditen anzustreben, sondern nach unten möglichst Hedgeverteidigung bereitzuhalten, aber nach oben komplett spike-offen zu positioniert zu sein.

Ich halte den Goldpreis auf derzeitigem Niveau (bei Silber und Platin gilt ähnliches) nicht für verharrungsfähig, sondern ausbruchsgefährdet, nur die Richtung ist nicht sicher, weil diese GEMACHT werden wird, anzunehmenderweise kommende Woche und wohl mit Nachrichten. Lange seitwärts Dahindümpeln sehe ich bei Gold vor der Rückkehr in die Normalzone (Reversal des Wasserfalls) über 1570$ nicht.

In der abgelaufenen Woche reichten bei Gold für das Halten der Widerstandsmarke bei 1317$ die gemessenen Inflationspflänzchen aus Japan und der Wahlsieg der Partei, welche dieses forciert. 0,4% year-to-year in der amtlichen Statistik ist dieses erste Inflationspflänzchen groß.
Bei Silber sehen wieder die CoT Daten recht gut aus, nur eben kauft niemand, shorts gehen zurück, NEUE Long- Positionen an den Warenterminbörsen aber dünn gesät.
So sahen die letzten 3 Tage im Makro- Überblick aus:

 


Eine eher seltene Konstellation, zumindest wurde diese seit Sommer 2011 nicht erinnert.

Eine echte Alarmmeldung ist zu erwähnen, sie betrifft nicht Lager an Warenterminbörsen oder den potenziellen Ausstieg von Playern an solchen- beides wird umfangreich anderenorts berichtet.

Sie betrifft „nur“ die Erzeuger der schwersten Assetklasse der Welt: Immobilien, daher hier die US-Bauwirtschaft, deren Konjunktur jedenfalls den Hauptteil der „Recovery“, insbesondere den am Arbeitsmarkt gemessenen stellte. Hier sehen Sie die Aktienkurse von 2 Großunternehmen dieses Sektors:




Das sieht nach schwerem Einbruch aus.

Da ansonsten der USD hoch steht und durch Short- Squeezes zur Krediteindeckung weiter unterstützt wird, kann die US- Industrie die Jobs nicht liefern, die zur Unterlegung der „Recovery“ gebraucht werden, das kann nur die - zwangsweise lokale und wechselkursimmune - Bauwirtschaft. Wenn deren Aktienkurse gerade einstürzen, ergibt sich auch vor Kenntnis der uns kommende Woche erwartenden Nachrichten ein Grund, Gold verstärkt zu halten, der nichts mit Inflation zu tun hat, sondern mit Kreditsystemrisken, welche Immobilien beim Fallen sofort verursachten. Immobilien sind bleischwer, nicht börsennotiert und daher sehr illiquide. Hat das Zündeln der Federal Reserve an der Deflationslunte mit dem Taperinggerede also schon eine Lawine ausgelöst?

Vergessen wir nicht:
Wenn eine Zentralbank Renditen von Staatsanleihen in die Höhe schnellen lässt und die Zinsen steigen, könnte sie das durch Rieseneingriffe (Staatsanleihenkäufe) später wieder einfangen. Bei Immobilien geht das „Zurückholen durch Selbstkaufen“ aber nicht.

Got Gold?

Die Edelmetalle entwickelten sich diese Woche entlang ihrer spezifischen Eigenschaften folgendermaßen (Stand – GLOBEX- Schluss):

Gold (Au) stieg von EUR 986,01 auf 1004,62; plus 1,89%

Platin (Pt) sank von EUR 1084,33 auf 1074,82; minus 0,88%

Palladium (Pd) sank von EUR 567,26 auf 546,07; minus 3,74%

Silber (Ag) stieg von EUR 14,85 auf 15,06; plus 1,41%

Silberzahlungsmittel ist auf dem Zahlungsmittelwert in EUR.

Gold/Oil: 12,73 (VW 11,95) + f. Au

Dow/Gold: 11,67 (VW 11,99) + f. Au

Grosses Gefäß (Firmentyp): Unser Musterportfolio:

Im physischen Portfolio sank der Gewinnsockel in der Währung Gold um 1,6112%


Kleines Gefäß (Fondstyp):

Portfolio wie bekanntes großes Gefäß, je nach Upmarkt oder Downmarkt fährt das kleine Gefäß physisches Edelmetall mit Absicherung nach unten und Upside nach oben in variabler Dosierung. Instrumente: Futures und Warrants, dafür keine Swaps derzeit.

Entwicklung gegen CHF und gegen Gold (Benchmark)- Stand Mittwoch (lt. aktuellem NAV, inkl. bezahlter Sonderkosten bis Feb./ März 2014 schon ausgabengebucht):


Was Sie an dieser Graphik sehen, ist allerdings derzeit eher durch den Wechselkurs CHF zum USD bedingt, die weitgehend noch gehedgten weißen Metalle sind zusammen mit dem Hedge kursmässig USD und dieser sank einfach gegen CHF:


Den Autor kann man unter christian.vartyan@gip-ag.ch erreichen.

Das hier Geschriebene ist keinerlei Veranlagungsempfehlung und es wird jede Haftung für daraus abgeleitete Handlungen des Lesers ausgeschlossen. Es dient der ausschließlichen Information des Lesers.
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