Hard Asset- Makro- 30/18: Defla XXL- EZB storniert das Schnitzel, wir wollen aber ein Schnitzel

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von Mag. Christian Vartian

Zwei Charts sagen mehr als tausend Worte, nämlich die letzten intakten, denen die Deflationisten jetzt an den Kragen wollen. Zuvor aber noch kurz, warum wir schon wieder von Deflation reden: Enttäuschende Quartalszahlen bei INTEL und FACEBOOK haben mit US-Immobilienholdings nichts zu tun, aber wirklich nichts, sie müssten sogar Geld empfangen, wenn 2 Tech-Firmen etwas unter den Erwartungen liegende Zahlen präsentieren, nur...

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empfängt die APTS (Mietimmobilienholding) aber kein Geld, sie verliert an Kapitalisierung und ein Immobilienentwickler

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sieht gleich genau so aus.

Und so leid es uns tut, ansonsten haben diese beide Aktien halt eines schon mit dem NASDAQ gemeinsam, nämlich die X-Achse, den USD also und der ist eben aufgewertet worden und das nennt man Deflation.

Nun zu den Charts: Da wäre zuerst der Russell 2000, also ein stark gestreuter und durch die hohe Streuung inlandslastigerer Index der USA, der stärker von der US-Steuerreform profitiert, da ja in den USA steuerpflichtige Inlandsbetriebe das Schwergewicht in ihm bilden und der außerdem aus dem gleichen Grund weniger von potenziellen Handelskriegen bedroht ist, von Geldmengenstraffung aber sehr wohl, weil die US-inlandslastigeren Unternehmen schwerer an das Geld von Regionen kommen, die nicht deflationieren;

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dessen Chartbild noch an der Grenze sauber ist.

Dann wäre da der NASDAQ 100,

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der in seinen Versorgungslogistikketten von einem Handelskrieg der USA gegen China negativ betroffen wäre, von Zinserhöhungen aber kaum betroffen ist, weil er erstens das Mekka der Techinvestoren weltweit ist und zweitens Profitraten von Tech-Unternehmen, sobald diese einmal im Gewinn sind, sich für 1 oder 2% ... mehr Zinsen nun wirklich nicht interessieren, wie uns ja Apple zeigt, die viel reicher als jede Bank sind und sich nun wirklich nichts nirgendwo ausborgen müssen, sondern eher selber Anlagenotstand haben; dessen Chartbild noch an der Grenze sauber ist.

Nun zum Vergleich der SPX 500, dessen Chartbild nicht mehr sauber ist, sondern eine baldige Entscheidung anzeigt

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und das reflektiert eben den Umstand, dass im SPX 500 die Abhängigkeit der Unternehmen von Zinsen und Geldmenge einerseits höher ist als im NASDAQ 100 und andererseits die Gefährdung durch Zölle und Handelskriege höher ist als im Russell 2000.

Die nächste Stufe "3" ist dann schon unter den Aktienindizes ein atypischer, nämlich ein Metall, Palladium

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Das braucht wie der SPX 500 bald eine Entscheidung und ist sowohl von Handelskrieg als auch von Geldmengenstraffung ansonsten um etwa Faktor 2 stärker betroffen als der SPX 500 aber eben nicht anders, bloß stärker getrieben.

Das selbe bis zur exponentiellen Potenz, im Bild hier "Stufe 15" wäre dann Silber

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welches um Potenzen mehr Liquidität und weltweites Wirtschaftswachstum braucht als Palladium und noch viel mehr als der SPX 500 und noch viel viel mehr als Russell 2000 oder NASDAQ.

Der Wochenchart des SPX 500 zeigt uns, wo wir stehen: Handelskriegsgefahr USA vs. EU etwas verschoben seit Juncker & Malström Besuch bei Trump, aber Deflation weiter verschärft durch EZB Abwertungsaktion von dieser Woche

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ergibt grob eine schwarze Null in der Wochenbewegung saldiert in USD und ein Plus in EUR

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weil der ja abgewertet hat und damit die Deflaton verschärfte.

Facebook hin (Quartalszahlen unter Erwartungen) - halten wir im Einzelaktienportfolio nicht

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und Google her (Quartalszahlen rekordverdächtig) - halten wir massiv

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selbstverständlich zahlt sich ein gemanagtes und gut sortiertes Einzelaktienportfolio aus, nur den Liquiditätsknick vom Freitag, ausgelöst durch die EZB Abwertung am Donnerstag sieht man halt auch bei der GOOG.

Die USA lieferten ein sensationelles Bruttoninlandsproduktwachstum in Höhe von auf Jahresbasis 4,1% ab (mehr als Trump bei seinem Amtsantritt versprach) und GOOG sensationelle Zahlen und trotzdem hat die Deflation der GOOG eben 30$ von der Spitze wieder geraubt, aber natürlich ist sie schwer im Plus, nur eben viel zu wenig schwer im Plus.

Es fehlt also noch mehr Geld als schon letzte Woche fehlte, aber die Handelskriegsangst ging zurück.

In USD Denker mussten den SPX 500 bis zum Widerstand bei 2845 hochtraden und dort verkaufen, EUR Denker konnten das, sind aber sowieso auch jetzt im Plus, wir liefern für sowas unseren Kunden alle Informationen, entscheiden tun sie dann selber bzw. je nach ihrem Subportfolio im Subportfolio X so, im Investportfolio Y anders...

Jedenfalls zeigen diese Charts ganz eindeutig, dass Quartalszahlen schon eine Bedeutung haben, selbst eine GOOG aber den Liquiditätsschock auch abkriegt, das bedeutet, der Liquiditätstreiber überwiegt derzeit noch bei weitem gegenüber dem Präferenztreiber.

Und die US-Zentralbank kann nächste Woche ihren Aufwertungswahn beenden oder mildern und dann gehen die an der Entscheidung stehenden Assets nach oben durch oder sie bleibt bei der Schädigung des eigenen Landes und ruiniert den trotz ihrer seit 2012 betrieben Politik gelungenen Wirtschaftsaufschwung und versenkt die Märkte. So binär ist es und bitte glauben Sie nicht, Sie seien davor sicher, egal in welche Richtung.

Der US-Finanzminister hat wiederholt bekundet, ein schwächerer USD sei besser für die USA, der US-Präsident hat es letzte Woche deutlich bekundet und den Zinserhöhungswahn kritisiert, ob das fruchtet weiß niemand, bisher arbeitet die FED ausschließlich für Deutsche und Chinesische Exporteure und wir wissen nicht, ob sie in der kommenden Woche jetzt damit aufhört.

Wenn sie nicht aufhört, kann Juncker machen, was er will, dann kommt der Zoll und zwar, weil die US-Regierung muss, nicht weil sie will.

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© Mag. Christian Vartian

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