Hard Asset- Makro- 31/18: Defla XXL- FED falkisch - China muß büßen

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von Mag. Christian Vartian

Aufwertungswahn der US-Zentralbank geht weiter, sie ließ anlässlich ihrer Sitzung des Offenmarktausschußes wie erwartet den Leitzinssatz zwar unverändert, garnierte aber im Statement weitere falkische Geldmengenreduktionen und Zinserhöhungsdrohungen hinzu.

Es bleibt also beim Deflationswahn.

Die US-Nonfarm Private Payrolls kamen mit 170K vs. 187K Erwartung wie von uns allerdings erwartet schlechter als allgemein erwartet herein, bei Daueraufwertung und Geldwegnahme gibt es eben keine Wunder.

Zu den Zahlungsmitteln zuerst:

USD steigt weiter gegen den Chinesischen YUAN

und USD steigt weiter gegen den EUR.

Aktienkurse Quervergleich:

Der US-Leitindex S&P 500 steigt weiter sportlich selbst gegen den aufwertenden USD

Der wichtigste Aktienindex der EUR- Zone, der DAX sinkt weiter sportlich selbst gegen den sinkenden EUR

und hier noch ein Chinesischer Aktienindex, tausende Milliarden an USD-Äquivalenten waren bereits vernichtet worden an Börsenkapitalisierung, das reicht aber scheinbar nicht, es geht munter weiter, runter gegen alles.

Die Preise der globalen Güter freilich folgen weiter EUR und YUAN, z.B. Gold

Aber auch Öl blieb gegen den EUR (und YUAN) weitgehend unverändert in dieser Woche.

Der USD ist derart attraktiv geworden, dass der Zufluß zu ihm z.B. bei den

a) von Zinserhöhungen; und

b) massiven Neuemissionen wegen Steuersenkung auf Pump (Angebotsexplosion); und

c) Verkäufen der FED wegen Geldmengenreduktion (zusätzliche Angebotsexplosion)

dreifach belasteten 2- jährigen US- Staatsanleihen nicht einmal mehr sinken, denn sie sind in USD.

Ein bis vor kurzem BRD-Finanzminister war ja der Auffassung, per Totsparbefehl und Bank Bail- In Anweisungen für Zypern usw. für die Stabilität einer Währung sorgen zu wollen - genau umgekehrt funktioniert es aber - wie die USA beweisen: Pump ohne Ende, anständig Zinsen zahlen und Party machen hebt die Währung, nicht Depressionskrämpfe)

 

Stark total also die USA, nur die Handelsbilanz wird immer schlechter, logischerweise.

Da hilft nur der Zoll (oder abwerten) aber die gewählte US- Regierung kann nicht abwerten, das kann nur die nicht demokratisch legitimierte Zentralbank (und macht das Gegenteil) aber die US- Regierung kann Zölle verhängen und da die FED diese Woche eine Schaufel Deflation und USD- Aufwertung nachgelegt hat, muß zur Kompensation der desaströsen Handelsbilanzfolgen dieser FED Politik logischereweise die US- Regierung auf der Zollfront nachlegen und diese Verschärfung kam dann natürlich.

200 Mrd. an Gütern aus China sollen mit Zöllen bis 25% belegt werden, China antworterte mit Drohungen der Belegung von 60 Mrd. Importen aus den USA mit Rachezöllen....

Da nur der Zoll künstliche Wechselkurse, die nicht der Handelsbilanz folgen, kompensieren kann, haben wir das als logische Prognose ja seit Monaten vorhergesehen.

Die USA erheben zwar weniger Zölle gegen die EU und gegen China als umgekehrt und dies ist zu beheben, nur hat die Eskalation des Themas nichts mit diesen Altungerechtigkeiten zu tun, die Eskalation ist die Konsequenz der Aufwertungspolitik der US- Zentralbank seit Februar 2018 und ihrer Deflationsziele.

Die US-Immobilienlage wird ein Bißchen schlechter, wie die Anleihenlage auch, aber ist meilenweit entfernt von kritisch. Kritisch ist es / wird es bei den anderen.

„Bürgerkrieg“ in den USA zwischen FED und Regierung also mit Kriegsfolge für die Außenwelt, auch das ist ein traditioneller, internationaler Klassiker.

Frankreich hat 1940 die ganze Schlacht um Frankreich verloren, weil der Französische Generalstab mit dem Bürgerkrieg im Deutschen Generalstab nicht klar kam, wo die Traditionalisten zwar vorhatten, das zu tun, worauf die Franzosen vorbereitet waren (und pariert hätten), aber eben Von Manstein und ausführend Guderian und Rommel ganz was Anderes bis zur Befehlsverweigerung die letzten beiden veranstalteten und das führte zum Sieg im Blitzkrieg.

Die Analogie passt ziemlich genau, nur ist es eben ein Bürgerkrieg im US-Generalstab sozusagen und der Kaltkrieger Kudlow als Regisseur. Immerhin hat der die Sovjetunion „vernichtet“ bzw. diese zur Aufgabe gezwungen.

Belächeln ist daher fehl am Platze!

China kann den Abverkaufsknopf für US-Staatsanleihen drücken oder im Zollstreit kapitulieren, was Drittes erscheint zumindest bisher nicht am Horizont.

Die mächtigste Politikerin der EU ist in der ehemaligen sovjetischen Besatzungszone aufgewachsen, auch ihre Reaktion auf Kudlow und andere Methodisten des US- Sieges im kalten Krieg ist daher für mich schwer vorhersehbar.

Ich bin so sozialisiert, dass ich Kudlow kenne und weiß, was die tun. Und ohne nicht einmal einen Streifschuß abzukriegen geben die nie nach, die haben die UDSSR geschlagen, diese Leute. 

Meet the West, erstmals seit 1993 kann man da nur sagen, denn der alte Westen war immer so. Mysteriös ist nicht Trump, mysteriös ist die Zeit zwischen 1993 und Trump (auch New World Order mancherorst genannt), falls man mysteriös als Abweichung von der westlichen Nachkriegstradition verstünde. Und keiner hat gesagt, westliche Nachkriegstradition sei „nett“. Sie war erfolgreich, nicht „nett“. Und sie ist eben wieder da.

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