Hard Asset- Makro- 34/14 - US Immos gut dank FED, EZB nicht genügend

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Von Mag. Christian Vartian

Ich möchte zu Beginn relativ vereinfacht meine Grundsatzhaltung zu Gold aus aktuellem Anlaß hier wiederholen:

„1980 war 1 Unze Gold etwa 1,05 Dow Jones wert. Heute ist Gold in Dow Jones fast 14 Mal billiger, 1 Dow kauft 13,27 Unzen. Gold sichert daher nicht linear Kaufkraft und es spiegelt auch nicht den Wert des Papiergeldes invers wider. Es ist nicht Geld im Umlaufgeldsinne. Gold spiegelt den Wert des unbenüzten Eigenkapitals wider... Es steigt, wenn Investments in andere Assets- voran Immobilien- sich nicht rechnen, egal ob diese Assets aus Gefahr gemieden werden oder aus Inflation der Produktionsfaktoren von Aktiengesellschaften, welche diese am Markt nicht weitergeben können (1978) oder aus Angst um Anleihen oder wegen negativer Rendite dieser oder wegen negativer Zinsen auf Buchgeld oder aus extremer Deflationserwartung oder weil steigende Zinsen Anleihenmärkte gefährden....Gold ist nicht Geld, es ist ein Speicher für Überschussgeld, das man a) hat und b) nicht anders einsetzen will. Inverse Korrelation daher zu vielem, besonders zu 5y treasury yield minus CPI.“ 

Und was bedeutet das?

In einem deflatorischen Umfeld ist a) wenig Geld da und b) können nichtausgelastete Produktionskapazitäten ohne große Investitionen genutzt werden, dazu noch mit gedrückten Löhnen und billigen gedrückten Rohstoffen und das MUSS den Gewinn steigern auch bei stagnierendem Absatz (wegen dieser Deflation), ALSO KAUF ICH AKTIEN, solange das so ist.

Nicht STATT Edelmetall, DAZU!

Dies muß ich ab und an wiederholen, weil sonst der Grundansatz nicht verständlich ist, der zum erfolgreichen Investieren und Vorsorgen führt.

Man muß eben seinen Menger kennen (GRENZ- Nutzen, GRENZ- Preis...) und seinen Keynes (Auswirkungen von Geldmengen bei ausgelasteten und bei nichtausgelasteten Kapazitäten- total unterschiedliche Auswirkung der genau gleichen Geldmengenentwicklung je nachdem, ob Kapazitäten ausgelastet sind oder nicht) und den gesamten irrelevanten, vor allem konservativen und marxistischen (also die statischen Ökonomielehren, die ja beide sind) voran den Monetaristischen Unsinn vergessen, um zu verstehen, was da läuft. Die jüngeren Verdreher der Österreichischen Nationalökonomie (vor allem Mises) kann man getrost auch vergessen.

Märkte sind RELATIV, SITUATIV, DYNAMISCH, INTERAKTIV und es geht um GRENZPREISE.

Und dieses lief in der Berichtswoche:

Die FOMC Minutes waren heftig falkengeprägt. Gut für Aktien.

Wegen der Fehlleistung der EZB (am volkswirtschaftlichen Auftrag gemessen, den Befehl des Begünstigten hat sie ausgeführt) haben die German bond yields minus 0.006% erreicht. Der Auftraggeber der EZB erhält also Geld von der Welt überwiesen.

Um diese Aktionen des Deutschen Bundes, der für eine total falsche Geldmengenpolitik der EZB sorgt, die im krassen Gegensatz zu dem steht, was die USA und ihre FED in einem vergleichbaren Deflationsfall taten, jetzt auch noch durch die Absage der ABS weiter verschärft- scharf vom Leiden der Mehrheit der Deutschen Bevölkerung durch diese Maßnahmenlosigkeit zu trennen, sei hier nicht vergessen: Die Muni- Krise schreitet voran. Der Finanzminister des Bundes bekommt Geld geschenkt, für Deutsche Kinderspielplätze, für die Modernisierung Deutscher Schulen und Kindergärten...... für den Wirtschaftsaufbau Bremens, fürs Saarland... für den Großmaschinenbau bei Siemens gibt es kein Geld....

Da, wo die Zentralbank halbwegs funktioniert (die FED hat immerhin monatelang, seit kurzem abnehmend Immobilienschulden aufgekauft, damit den Preisverfall gestoppt und umgekehrt und damit den durchschnittlichen Mittelstandsfamilien ökonomisch das Leben gerettet) kamen die Juli Building Permits mit 1052K vs. 1000K Konsensus und die Juli Housing Starts mit 1093K vs. 960K Konsensus. Auch die FED macht noch zu wenig, der core CPI kam mit 0,1% im Konsensus und das ist viel zu wenig Inflation auch dort.

Trotzdem laufen die Chinesischen Investoren zum kleinsten regionalen Übel und kaufen US- Homes- statt Gold. Gold wird aber nicht abverkauft, die Profis kaufen es ganz langsam bereits wieder, Schlüsselindikatoren aus dem FOREX- Bereich sprechen ebenfalls ganz ganz leicht noch, aber eben wieder, dafür. Die geopolitischen Brandherde sind ohnehin reines Showgeplänkel, nirgendwo ist eine Tiefenrüstung zu erkennen, welche einen kriegerischen Ausbruch unterstützen würde. Mit Panzern ohne Ersatz auf beiden Seiten ist eben nicht viel mehr als Blöffen angesagt- NOCH. Wir rechnen mit Verschärfungen, aber eben nicht jetzt.

Silber folgt exakt seinem neuen Vorlaufindikatorbündel, wer näheres wissen will, kann mich kontaktieren, die Materie ist komplex, aber der Vorlauf funktioniert.

Dieses zu fast 80% Industriemetall könnte auch am Beginn einer neuen Anwendung stehen.

Ein Schlußwort noch zum Auftritt des EZB Vorsitzenden in Jackson Hole: „Die Politik muss auch handeln....“ In der Tat, Ihnen, Herr Draghi, das Mandat zu entziehen, Ihre Hauptziele: Währungskerker gegen jede volkswirtschaftlich vernünftige Logik flexibler Wechselkurse in Europa, Jugendarbeitslosigkeit, sozialer Verfall, Verfall der Infrastrukturen, Verfall der Investitionsmöglichkeiten, Deflationshölle... sind zu bekämpfen und die Währungssouveränität der Europäischen Staaten wieder herzustellen, das ist die politische Aufgabe, Italien war ein Land mit positiver Leistungsbilanz, bevor Sie und Ihre Vorgänger ans Ruder kamen, Bremen war ein Industrieland....

Also kaufen wir eben weiter US- Aktien und bewirtschaften professionell unser Edelmetallbarrenportfolio.

Die Pattern Recognition sieht bei Gold noch immer Positives. Es gibt ja 2 Möglichkeiten, einen Bärenmarkt zu beenden: die schnelle mit Selling Climax (V förmiges Final Low unter hohem Volumen von welchem aus der Kurs stark steigt) oder eben aufsteigende Tiefs. Gold zeigt derzeit aufsteigende Tiefs, solange es so bleibt, wird auch dies ein Ende des Bärenmarktes, nur dauert dieser Weg länger und kann leichter durchbrochen werden. Die höheren Lows setzen sich fort- diesmal aber sehr knapp und haarscharf!- To Watch!

Sub Portfolio Precious Metals: Au 36%, Ag 21%, Pd 31%, Pt 12% (unchanged)

Sub Portfolio Stock Market: 25% S&P 500, Rest: AAL, AAPL, ABT, ALTR, BTU, C, CCL, CHK, CSG, CVS, EDE, EWI, EWU, EXPE, FB, HERO, HOS, IEP, INFA, JOE, JPM, KMI, KO, MKRYF, MMAB, MRVL, NOK, RFMD, RBCN, SAN, SCG, SIMG, TMUS, TWTR, UNG, VZ, WMT, AIG, ADSK, BAC, FCG, FEU, HAL, JOF, MOS, RHT, TBF, WAG, AGPPY, HNRG, MDM, PPP, RIO, RNO, SWC, TAHO, JNJ, PEP, T, TPCA; 40% Cash (adapted)

S&P 500 resistance levels are 2000, and 2017; support levels are 1975, 1950, and 1925

Sub Portfolio Bonds (w/o leveraged interest trade with scenario hedge): 40% Australia 10y, 60% Cash. (adapted)

Sub Portfolio opportunity: copper on watch

leveraged interest trade with scenario hedge: On special demand with separate contracts.

Die Publikation der Portfolios wird für Nichtkunden im September eingestellt, die Nutzung ist schon jetzt kostenpflichtig.

Die Edelmetalle entwickelten sich diese Woche entlang ihrer spezifischen Eigenschaften folgendermaßen (Stand – GLOBEX- Schluss):

Gold (Au) sank von EUR 972,77 auf 966,36; minus 0,66%

Platin (Pt) sank von EUR 1082,76 auf 1068,37; minus 1,33%

Palladium (Pd) stieg von EUR 663,67 auf 666,22; plus 0,38%

Silber (Ag) stieg von EUR 14,58 auf 14,63; plus 0,34%

Silberzahlungsmittel ist auf dem Zahlungsmittelwert in EUR.

Gold/Oil: 13,72 (VW 13,70) + f. Au

Dow/Gold: 13,27 (VW 12,77) - f. Au

 

Das hier Geschriebene ist keinerlei Veranlagungsempfehlung und es wird jede Haftung für daraus abgeleitete Handlungen des Lesers ausgeschlossen. Es dient der ausschließlichen Information des Lesers.

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