Hard Asset- Makro- 36/17: Das Fisher Omen und eine Visualisierung

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von Mag. Christian Vartian

Angesichts der wütenden Hurricanes, voran dem "Irma" getauften kann man nur den Opfern Mut zusprechen. Auch wir hatten etwas zu evakuieren, was wir restlos und über eine große Distanz rechtzeitig taten, womit auch dieser Test bestanden wurde und eingeübt wurde. Bei dem, was die Sonne diese Woche ausgespuckt hat, werden wir die Übung brauchen. Die Sonne bitte- NICHT die "CO2 Emission von Kuh und Mensch".


Auf den Bahamas aber nicht nur dort, wo eine große Sandbank in Wirklichkeit nur ihre Hügelspitzen als Inseln sichtbar macht, bestand die Gefahr, dass falls der Wirbelsturm dorthin zieht, er Wasser anzieht und die Inseln komplett überflutet.

Der Teil der These: DASS ER WASSER ANZIEHT war fraglich, da die Wasserdruckphänomene unterhalb eines starken Hurricanes nicht erforscht sind und im aktiven Hurricane, der ja von oben nicht durchsichtig ist, auch nicht gesehen werden können.

Hier eines der Fotos von einer Insel der Bahamas:



Das Wasser ist weg. Die Theorie besagt nun weiter, dass es langsam und keineswegs flutartig einfach zurückkommt.

Die These ist demnach bestätigt, denn der Hurricane zog dann doch westlich der Halbinsel von Florida an Land und nicht wie teilweise angenommen östlich.


http://www.bahamasvacationsonline.com/images/Bahamas-Overview-Map.gif

Wie die Karte im Link zeigt, ist daher das Wasser von dort, wo der Hurricane nicht eintraf nach dorthin angesaugt worden, wo er eintraf, an die Westküste von Florida nämlich.

Ob es ein kosmischer Zufall ist, dass es in der gleichen Woche das gleiche Phänomen auf den Finanzmärkten gab?

Eine Negativzinswährung, der EUR nämlich, stieg vehement gegen den USD an und spühlte Liquidität aus dem System:



Palladium mußte also lehrbuchmässig sinken, was es auch tat und von den deutlichen und erfreulichen Anstiegen von Gold und Silber und Platin in der Handelswährung USD blieb im Mix in EUR ein Verlust übrig, der EUR stieg nämlich stärker.

Wir möchten an dieser Stelle, um nicht mißverstanden noch in die Reihe derjeniger eingereiht zu werden, die den EUR ablehnen, weil er eine multinationale Währung ist- das ist für unsere Betrachtungen belanglos- nochmals klarstellen, dass der EUR nicht Liquidität aus dem System zieht, weil er der EUR oder multinational ist, sondern weil eine Währung mit DERZEIT negativem Zinsspread steigt. Hätte der EUR einen positiven Zisspread wäre es umgekeht, dann wäre sein Anstieg gut für das Weltfinanzsystem.

Nun wollen wir aber umgekehrt nicht so verstanden werden, das wir den EUR für eine gute Idee halten, es ist einfach UNWICHTIG für die Welt, ob man den EUR mag oder nicht, es zählt nur der Zinsspread.

Eine Visualisierung unseres Liquiditätsmessalgorithmus finden Sie hier.

das Bild vom Hurricane visualisiert es aber noch verständlicher, genau das spielt sich auf den Liquiditätsmärkten auch ab.

Zur EU wird es jetzt interessant, ob diese bei Opfern aus Karibikregionen, die zu EU-Staaten gehören, Holland und Frankreich voran aber auch das Vereinte Königreich ist noch zahlendes EU Mitglied, nun sofort zur Hilfe schreitet bei Verwüstungen wie sie das bei anderen Verwüstungen anderswo so vehement fordert. Etliche der devastierten Karibikinseln sind nämlich Niederländisch, Französisch oder Englisch.

Bei Gold wäre es jetzt nett, nach dem Abpraller an der 1355 $-Region die 1313 $-Region zu halten, für einen direkten weiteren Anstieg erscheint auch das Halten der 1330 $-Region angezeigt.



Nun zum mittelfristig Wichtigsten und das betrifft die US-Zentralbank:

a) Stanley Fisher ist zurückgetreten und dieser war geldpolitisch eher ein Scharfmacher und Vizepräsident der US-Zentralbank. Da Janet Yellen vom US-Präsidenten wohl nicht für eine Verlängerung nominiert werden wird, hätte Stanley Fisher eine ganz wichtige transitorische Rolle nach ihrem Abgang gespielt. Ein Falke als Zwischenverwalter hätte eine besondere Erwartung geweckt, nun ist er zurückgetreten.

b) Die Hurricanes Harvey, Irma und potentiell, sollte er die USA auch noch treffen, José haben bzw. werden einen derartigen Schaden anrichten, dass die USA etliche Dekamilliarden zum Wiederaufbau brauchen werden, das wird kaum den Ausstoß an Staatsanleihen reduzieren und den vermehrten Ausstoß muß jemand kaufen. BEACHTEN SIE BITTE DAZU DIE DERZEITIGEN VERSUCHE DER US-ADMINISTRATION, DIE SCHULDENOBERGRENZE GLEICH GANZ ABZUSCHAFFEN, was organisatorisch zwar ohnehin sinnvoller ist, als sie dauernd auszuweiten, aber eben auch zu einem sehr geeigneten Zeitpunkt auf der Agenda auftaucht.

c) Die Produktionsausfälle wegen der Hurricanes Harvey, Irma und potentiell, sollte er die USA auch noch treffen, José verzerren das "Datenbild" der FED kräftig. Die Wiederaufbauleistungen danach verzerren es nochmals in die andere Richtung und damit ist das "Datenbild" der FED dann reif für die Entsorgung, zumindest für etliche Monate bis einige Jahre. Das Ausredenspielchen für das Hüh- und Hott läuft dann nicht mehr. Es gibt dann nur mehr Inflation als Kriterium für die Gestaltung der Offenmarktpolitik und der Zinspolitik und diese sind im Keller.

Und genau wenn der Staat Geld braucht, um Opfern von Naturkatastrophen zu helfen, dessen Staatsanleihen abzustossen dürfte eher nicht beliebt machen.

Und ein Scharfmacher ist auch weg.

Den Gedankengang können Sie ruhig weiterdenken….

Ach ja: Hatte ich die DAX- Shorties nicht gewarnt, genau in dieser Schriftenreihe?



Forsetzung folgt.

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