Hard Asset- Makro- 38/19: Defla XXXL - FED Angestellte versorgen mit Not-QEs die Deflationsopfer der eigenen Gouverneure

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von Mag. Christian Vartian

Geldmenge:

Der Gouverneursrat der US-Zentralbank und zwar alle dort, schafften das Unglaubliche, nämlich die eigenen Beamten im eigenen Haus zu ignorieren. 2x 75 Milliarden USD an “Repos” waren es schon per Mittwoch und es soll sich Donnerstag und Freitag wiederholt haben.

Wird nicht QE genannt, ist aber faktisch nichts Anderes, nur rollend kurzfristig.

Die Overnight Rate war auf über 10% gestiegen (bei Normalzinssatz von unter 3%, das muß man sich einmal vorstellen, wie brutal die Geldnot wegen der Deflation schon ist), die wie überall so auch bei der FED leistungsfähigen Beamten reagierten und retteten vor dem schwarzen Loch, das der Gouverneursrat angerichtet hat. Wäre doch Geldpolitik generell in den Händen von kompetenten Beamten des Finanzministeriums, um wie viel besser wäre alles. In der abgelaufenen Woche sah man, dass das tatsächlich so ist und kein linkes Hirngespinst von mir.

Von den demokratisch unlegitimierten Göttern im Gouverneursrat, die niemandem Rechenschaft schulden und keine 20% der Kompetenz ihrer untergeordneten Beamten haben, erwähnte dies nicht einmal jemand anläßlich der Sitzung des Offenmarktausschusses diese Woche. Man wollte den Beweis der eigenen Verfehlungen eben nicht kommentieren.

Lt. vorliegenden Meldungen verlangte keiner der Gouverneure die sofortige Wiederaufnahme von QE, die natürlich überfällg wäre. Faktisch machen es halt die Beamten dann, am kurzen Ende, wegen Gefahr im Verzug. Aber mit viel höheren Volumen, die selbst die hartnäckigsten Deflationsgegner - wie ich - von einem offiziellen QE erwarten würden, bei welchem 150 Milliarden monatlich vorerst reichen sollten (statt 150 Milliarden in 2 Tagen als Ergebnis von "Hartwährungspolitik" bzw. deren Bankrotts)

Das Regelwerk der Logik zeigt sich aber treffend: Wer das Notwendige verweigert, darf dann verspätet das Zehnfache davon machen, weil verspätet.

Glasklar und an der Kraterklippe zeigt sich nun, was wir seit 2 Jahren sagen: Die GELDMENGE ist viel zu niedrig.

 

Geldpreis:

Die FED senkte den Geldpreis um 0,25%. Es ist anzumerken, dass der fachlich beste Gouverneur, Bullard, 0,5% Geldpreissenkung verlangte, aber überstimmt wurde.

Die Zinssenkung ist besser als nichts, aber der falsche Ansatz bleibt es dennoch, denn klare und eindeutige Fakten der Liquidität beweisen: Es fehlt an der Menge, der Preis ist nicht überhöht (Zinsen nicht zu hoch). Aber, wenn auch extrem indirekt und ineffizient, eine Zinssenkung erhöht ein wenig die verfügbare Liquidität, um viel zu wenig natürlich.

 

Auch der Zufall kann eine Lösung sein:

Sollten die Beamten der FED jeden Tag 75 Milliarden, am besten gegen niedrige Bonitätsanforderungen an Repos machen, wäre das noch besser als ein offizielles QE von 150 Milliarden/ Monat, weil vor allem mehr.

Die EZB macht ja wieder offizielles QE. Bei ihr stimmt aber der viel zu niedrige Zinssatz nicht. Zinsen um mind. 2% über alles erhöhen und dafür zusätzlich zum neuen QE nochmals soviel ABS kaufen wäre eine gute Lösung. (Mengenexplosion bei Preiserhöhung)

Zu den Kommentaren unbelehrbarer Monetaristen, das akute Geldproblem im Finanzsektor läge doch an der ungehemmten Emission von Staatsanleihen wegen Neuverschuldung nur wiederholend:

  • Staatsverschuldung entsteht durch unzureichende Steuerbasis;
  • unzureichende Steuerbasis ist die Folge von zu wenig Inlandsproduktion;
  • zu wenig Inlandsproduktion ist die Folge von zu hohem Wechselkurs der eigenen Währung, weil das zum Verlust der Wettbewerbsfähigkeit geführt hat;
  • zu hoher Wechselkurs der eigenen Währung ist die Folge einer verfehlten Zentralbankpolitik, die unzureichend druckt.

→Daher sind Neuverschuldung und Neuanleihenemission alleinige Schuld von Zentralbankgouverneuren und die Politik daran unschuldig. Daher sollen die Zentralbankgouverneure mit der Notenbankpresse auch aufkaufen, was nur durch ihre Schuld existiert: Staatsanleihen und Staatsschulden nämlich. So einfach ist es, wer es verbockt hat, soll es auch auslöffeln. Einschränkend muß man natürlich schon hinzufügen, dass Politiker soferne sie Parlamentarier sind, schon daran mitschuld sind, dass es unabhängige Notenbanken überhaupt gibt. Unabhängig = niemandem verantwortlich.

Die niemandem Verantwortlichen in steter Mission der Bekämpfung nicht existenter Inflationsgespenster haben es geschafft, dass die Weltwirtschaft bereits schrumpft. Die Chinesische Industrieproduktion kam mit dem schlechtesten Entwicklung seit 17 Jahren.

Nicht nur unsere Metallgewichtungsforecasts stimmen, auch unser "Zentralbank-Handelskriegalgorithmus" funktioniert: Eingedenk chancenloser Umfeldgestaltung durch die US- Zentralbank hat auch China einen Termin zur Beilegung von Handelsstreitigkeiten abgesagt. Das hat China richtig gemacht, denn von Aufwertungswütigen mehr kaufen zu wollen, ist sowieso nicht möglich. Nur ein weicher USD, massives QE und eine stark wachsende Weltwirtschaft würden Spielraum und Möglichkeit schaffen, damit China seine unfaire Handelspolitik gegenüber den USA korrigieren kann, ohne selbst zu stranden.

Handelskrieg ist ein Verteilungskampf. Verteilungskämpfe kann man nur bei Hochkonjunktur friedlich lösen, das ist eben nicht nur bei gewerkschaftlichen Verteilungskämpfen um höhere Löhne so, sondern überall.

Selbstverständlich sind an den Ursachen für Handelskriege ausschließlich zu restriktive Zentralbanken schuld, denn nur falsche Wechselkurse führen ja zu Handelsungleichgewichten. Unser Meta-Rohstoff Palladium schuf sich ein neues Preis-All-Time High von über 1650 USD/ Unze und wurde nur von der FED daran gehindert, endlich auf vernünftige 1700+ zu steigen.

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Darling Nr. 2 Gold* ist noch solide unterwegs, viel zu billig leider noch immer wegen der Deflation und zeigt Käufererschöpfung (kaum mehr positive Reaktion auf Saudi-Ölfelder usw.)

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Darling Nr. 3 Google zufriedenstellend unterwegs


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Darling Nr. 4 JPM auch ok

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Und unsere Darlings, die für reale, saubere Energie sorgen, Haliburton und Shell also ebenfalls in Ordnung

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Und nachdem ja die Ergebnisse stimmen und die Analysen auch, besteht kein Grund, an unserer Logik eines Metallarbeitergewerkschaftsvorsitzenden oder CSU-Wirtschaftspolitikers der 1970-iger Jahre mit Betonierermentalität etwas zu ändern.

Wohnungsmangel → Wiese zu Bauland umwidmen und Grünflächen betonieren, mach Dir die Erde untertan (und nicht Dich dem Regenwurm), so sagt es ja unsere Bibel.

9000 Kubikzentimeter Hubraum bei 2 Autos, dadurch weniger Stickstoff, natürlich saubere Benziner, man tut für die Umwelt (und für Palladium und für 2 der obigen Aktien) ja nun schon wirklich genug.

* Gold könnte den enorm schnellen Anstieg bald ganz normal etwas korrigieren. Da man das für sich selbst vermeiden kann, indem man es physisch behält und mit elektronischem Gegengewicht versieht, käme man auch zur Lösung für alle, die ja gegen ausreichende Geldmenge sind, weil sie meinen, unabhängige Zentralbanken seien nötig, um den "Geldwert" zu erhalten.

1) Zahlungsmittel sind sowieso zum Austausch da und nicht zum Wertespeichern. Zum Wertespeichern gibt es Gold, Google und Co.

2) Zahlungsmittel führen zum Vermögensverlust in der (nicht existenten) Inflation und in der Deflation (hier durch Mangelteuerung)

3) Der Sinn von Zahlungsmitteln ist, Waren auszutauschen

4) Die Härte von Zahlungsmitteln ist so zu wählen, dass das maximal mögliche Wirtschaftswachstum entsteht.

Diese Woche hat gezeigt, dass wegen zu harter Zentralbankgouverneure, die 150 Mrd. QE/ Monat auf Dauer verwehren, dann deren bessere Beamte jede Nacht 75 Mrd. emittieren müssen. Schach matt.

Wozu man daher wegen so was eine Einschränkung des maximalen Wirtschaftswachstums in Kauf nehmen soll, versteht wirklich kein rational denkender Mensch. Sogar für diejenigen, die sich von der X-Achse (dem Bewerten in Zahlungsmitteln) nicht lösen können, gibt es ja Gold im Münzsack plus elektronische XAU EUR short damit es nicht "sinkt". Wir schließen mit einem Hochlob auf die Beamten der US-Zentralbank. 75 Mrd. täglich, richtig so, bitte dauernd!

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