Hard Asset- Makro- 44/19: Infla X - Unbedeutende Zinssenkung, bedeutende Geldmengenerhöhung

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von Mag. Christian Vartian

Man kommt sich vor wie ein Papagei, bei den ewigen Wiederholungen dessen, worum es als einziges geht: Geldmenge. Die US-Zentralbank senkte die Zinsen in der vergangenen Woche erneut auf nunmehr 1,75%. Das ist zwar richtig, aber nicht wichtig, denn auch 2,25% Zinsen hindern niemanden am Investieren. Wenn sein Kunde kein Geld hat und nichts kaufen kann, weil die Weltgeldmenge zu gering ist, DAS hindert Unternehmen am Investieren.

QUANTITÄT vor PREIS also ganz deutlich hier die Wirkungspriorität.

Die "kurzzeitigen Verspannungen am Repo Markt" sind natürlich, wie dies bei der "Inflation" auch der Fall war, nicht das, was Ihnen der FED Vorsitzende erklärt, sondern längst chronisch. Die Inflation gibt es ja real auch nicht.

Aber jetzt wird eben gegengesteuert und das schwarze Liquiditätsloch ist vorläufig geschlossen.

Und wo kein Loch ist, fällt auch kein Assset rein:

Der SPX 500 legte endlich einen Wochenschluß über 3060 Punkten hin.


Palladium endlich einen Wochenschluß über 1800 USD,


beide begleitet von Gold mit Wochenschluß über 1500 USD,


und Silber und Platin und der BitCoin zumindest nicht im Tiefkeller







So macht das Sinn, so soll das sein, so ist es gut für die Welt.

Der USD ist dabei und dadurch keineswegs abgestürzt, wie Gegner vernünfig ausreichender Geldmengen natürlich wieder - und wieder falsch - erwartet hätten, er steht mit 108,15 JPY bzw. 89,58 EUR-Cent topfit da.

All dies spielt sich bei völlig divergenten, sonstigen Faktoren ab, die da sind:

a) US- Oktober Non-farm Private Payrolls mit 131K vs. 90K Konsens weit besser als erwartet (Ausreißer?)

b) Caixin index (Chinesische Industrieproduktion) auf 51,7 gestiegen, ein sehr positiver Wert nach lauter Rezessionsmeldungen vorher (Ausreißer?)

c) China lässt streuen, dass es an einem Phase 2 Deal mit den USA nicht interessiert sei, weil es seine einseitige Vorteilsnahmen insbesondere bei Intellectual Property nicht aufgeben will. Dies kommt oben drauf zum Umstand, dass China im Phase 1 Deal nur 20 Milliarden an Agrargüterimporten aus den USA zusagte, und vor dem Handelsstreit ohnehin 25 Milliarden gekauft hätte. China lenkt also NULL ein und will den Handelsstreit bzw. seine einseitigen Vorteilsnahmen, seine einseitigen Zölle gegen die USA usw. nicht korrigieren.

Solange aber eben jetzt die Weltgeldmenge wieder wächst, was wir ja ziemlich genau messen können, ist das untergeordnet. Jeder Preischart ist ja nur eine Ratio und wenn die X-Achse sinkt, steigt eben der Kurs.

Selbstverständlich wäre eine substantielle Verhaltensänderung Chinas im Handelsstreit dennoch wünschenswert, um endlich vernünftige Preise für Palladium von 2000 USD und für den SPX 500 von 3200 Punkten zu sehen. Aber steigen tun beide auch so, halt langsamer.

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