Posts Tagged "Historisches"

Alan Greenspan: The Map and the Territory – Vom Täter zur Kassandra

Greenspan

Alan Greenspan war lange Zeit der gefeierte Popstar unter den Zentralbankern. Keiner vor ihm und, auf absehbare Zeit, wohl auch keiner nach ihm hat oder wird einen ähnlichen Status erreichen können. Doch dazu gehört spätestens seit der Finanzkrise von 2008 auch die Kehrseite des Ruhms, das Bashing. Im Popzeitalter werden halt genauso gerne Fundamente gegossen, wie Statuen vom Sockel gestoßen. Nun droht dieses Schicksal auch dem Alchimisten der Federal Reserve, der nicht Steine in Gold, dafür aber angeblich Krisen in boomende Märkte verwandeln konnte.

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Uwe Bergold: Signale aus der Rohstoff-Matrix. Über Hausse und Absturz der Minen.

Uwe Bergold

Wenn es um Minen geht, reden wir von einem Tal der endlosen Tränen. Seit zwei Jahren nunmehr läuft die Korrektur in diesem Sektor. Seit ihrem Hoch haben die großen Minenindizes 2/3 ihres Wertes verloren. Wo ist der Boden? Wann kommt die Trendwende? Oder läuft sie bereits? Fondsmanager Uwe Bergold sagt: “Keine Minen-Hausse ohne eine Rohstoff-Hausse!”. Und dort schauen wir heute genauer nach – im Reich der Rohstoffmatrix…

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Dietmar Siebholz: Wie Konten gezypert werden (Teil 2) – Und Gold…

Dr. Dietmar Siebholz

Willkommen zum 2. Teil unseres Podcasts mit Dietmar Siebholz zum Thema Banken, Konten & Bail In. Wie ernst ist es? Was kann man tun? Darüber hinaus unterhalten wir uns eine Runde über das Gold und blicken aus Dietmar Siebholz persönlicher Sicht auf seine Erfahrungen vor langer Zeit in Bezug auf Edelmetalle, Krisen und Krieg…damals auf der Flucht.

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Metallwoche Spezial: Lars Schall im Gespräch mit John Butler

john-butler

Wir freuen uns Ihnen heute einen neuen, prominenten Gast auf der Metallwoche präsentieren zu dürfen. John Butler, Buchautor, Fondsmanager und Herausgeber des Amphora Report Newsletter, wird uns zukünftig mit seiner Einschätzung zum Edelmetallmarkt regelmässig in einem Monatsrückblick zur Verfügung stehen. Im heutigen Gespräch mit Lars Schall wollen wir John Butler, auch im Hinblick auf seine früheren Tätigkeiten u.a. für Lehman Brothers etwas näher kennenlernen…

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Free Silver: Kampf dem Goldstandard

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Free Silver !?. Nein, das ist kein Aufruf an die Silveraner aller Länder zur Vereinigung. Hier geht es nicht um die Befreiung des weißen Metalls von den zeitgenössischen Manipulationen am Terminmarkt, sondern um eine Betrachtung einer historischen Bewegung in den USA zu Ende des 19.Jahrhunderts…

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Jay Goulds Goldmarktmanipulation von 1869

American golden eagle two and a half dollar gold piece

Dass am Goldpreis gewerkelt wird, ist eine Vermutung, die seit letztem Monat selbst von der amerikanischen Aufsichtsbehörde über die Termin- und Optionsmärkte, der CFTC, gehegt wird. Natürlich beginnt dieser Flug der offiziösen Eule der Minerva erst lange nachdem die Dämmerung bereits über die meisten privaten Akteure und Analysten auf dem Goldmarkt eingebrochen ist. Aber immerhin scheint ein Tabubruch stattgefunden zu haben, das Thema von amtlicher Seite überhaupt anzusprechen, selbst wenn nur der Aspekt des Londoner Goldfixings unter die Lupe genommen wird….

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Christian Wind: J.P. Morgan: Zenit und Entmachtung (Teil 2)

JPM

Nachdem sich J.P.Morgan & Co. im Verlauf des späten 19.Jahrhunderts an der Spitze der amerikanischen Finanzwelt etabliert hatte, folgte zu Beginn des neuen Jahrhunderts der Höhepunkt an wirtschaftlicher und politischer Macht. Vom Stammsitz an der Ecke von Wall Street und Broad Street regierte das Bankhaus ein Imperium, das seine Strippen nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern in der ganzen Welt zog und Unternehmen und Regierungen mitunter wie Puppen tanzen ließ…

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J.P. Morgan und der Aufstieg des Money Trust (Teil 1)

JPM

In jüngster Zeit ist das Investmenthaus Goldman Sachs zunehmend in den kritischen Fokus der Medien gerückt. Gemessen an der Bedeutung dieses Finanzimperiums und seines krakenhaften Ausgriffs auf Politik und Wirtschaft vermutlich zu Recht. Keine Regierung, keine internationale Organisation scheint heute mehr ohne einen ehemaligen Mitarbeiter von Goldman Sachs auskommen zu können…

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Markus Blaschzok: Wohin die Reise gehen könnte (2) Gesellschaft und Politik – Die Demokratie auf der Klippe?

Markus Blaschzok

von Michael dem “Düsseldorfer” nachdem wir im ersten Teil dieses Interviews über die Entwicklung an den Rohstoffmärkten und über die Hintergründe zum Geldsystem sprachen, diskutieren wir heute über Veränderungen in Politik und Gesellschaft. Ich spreche mit Markus Blaschzok darüber, wie er die Entwicklung in Europa und speziell in den Vereinigten…

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Der Edelmetallabfluss gen Osten: Ex oriente lux, ex occidente aurum et argentum

chinmuen

Es war einmal eine Zeit, als der Orient mehr für seine Tücher und Spezereien haben wollte als grünlich bedrucktes Papier. Damals begnügte sich das Reich der Mitte noch nicht mit Zahlungsversprechen vom lieben Onkel Sam und verlangte tatsächlich eine werthaltige Gegenleistung für seine Güter. Kamele und Schiffe mussten mit edlem Metall beladen werden, um die Völker Asiens zur Herausgabe ihrer Waren zu bewegen. Und auf Basis dieser „terms of trade“ verlief der Handel mit dem Osten für die meiste Zeit der Geschichte…

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Die Asienkrise von 1997/1998

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Als im Sommer 1997 in Thailand der Sturm auf den Baht begann, ahnte noch niemand, dass ganz Ostasien in eine veritable Währungs- und Wirtschaftskrise hineinschlittern sollte. Selbst der später so überaus kritische Krisenmanager IWF hatte den betroffenen Volkswirtschaften zuvor einen soliden Wachstumspfad bescheinigt. Und doch wurde innerhalb weniger Monate aus wachstumspolitischen Vorzeigestaaten die Paria der internationalen Finanzmärkte…

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Die Schließung des Goldfensters und das Ende von Bretton Woods: Wie zerstöre ich eine Weltordnung?

Geldanlage in echtem Gold

Am 15. August 1971 sprach Präsident Nixon das Todesurteil über das Währungssystem von Bretton Woods aus. In seiner Rede an die Nation kündigte er einseitig die Aufhebung der Gold-Dollar-Konvertibilität an. Er schloss nun ganz offiziell das berühmt-berüchtigte Goldfenster für alle IMF-Mitgliedsstaaten. Niemand konnte mehr den Umtausch seiner Reserven oder Exportgewinne von Dollar in Gold verlangen. In mehr als einer Hinsicht sprach Nixon damit das Schlusswort über eine monetäre Epoche aus. Nur zwei kurze und turbulente Jahre später stand – wie zu erwarten – das gesamte System fester Wechselkurse vor dem Aus.

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Der Zweite Weltkrieg – die letzte Etappe des New Deal

Crisis in USA

„Must we wait for a war to renew public spending and thus end the depression?“ Diese Frage stellte sich John Maynard Keynes Mitte der 1930er Jahre angesichts der fehlenden Bereitschaft, staatliche Konjunkturimpulse zu setzen. Vordergründig bezog sie sich auf die Weltwirtschaftskrise und ihre Auswirkungen auf Großbritannien. Aber sie ist auch für die Stimmungslage in Amerika unter dem New Deal zutreffend.

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Roosevelt und der New Deal

Crisis in USA

Die Notfallmaßnahmen zur Bankenrettung und das Goldverbot waren nur die ersten Schritte eines Gesamtprojektes unter dem Namen „New Deal“. Entgegen der amerikanischen Tradition übernahm der Zentralstaat in weiten Teilen die Planung der Gesamtwirtschaft und verfolgte dabei einen quasi zeittypischen Dirigismus. Eine Revolution im amerikanischen Denken, die nur aufgrund der bitteren Erfahrung der Großen Depression möglich wurde…

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Executive Order 6102: Das Goldverbot Roosevelts

goldigitt2

Wenn ein Präsident seinem Volk mittels einer Direktive das Gold abknöpft und trotzdem nicht gestürzt wird, dann muss sich dieses Volk in einer wahrhaft misslichen Lage befinden. Eine derartige Vermögensabgabe durch Konfiskation ist kein Alltagsgeschehen für eine Demokratie, besonders nicht in Friedenszeiten. Was waren die Gründe für die gerade an die Macht gekommene New Deal-Administration, einen solchen radikalen Schritt zu wagen? Und was waren die Gründe, weshalb die Amerikaner nicht dagegen rebellierten? Sollten sich gar historische Parallelen aufzeigen, die heutige private Goldbesitzer beunruhigen könnten?

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Die Große Depression: Das Schreckgespenst der Wirtschaftsgeschichte

Crisis in USA

Wenn es in der modernen Geschichte ein Ereignis gegeben hat, das einem ökonomischen Super-Gau am nächsten kam, dann war es die Great Depression der Jahre 1929-1933. Der Fallout erstreckt sich bis in die Gegenwart. Nicht materiell, aber ideell. Die Angst vor einer Wiederholung beunruhigt seither Politik und Öffentlichkeit gleichermaßen. Was verursachte den gigantischen und bis heute einzigartigen Absturz der Weltwirtschaft? Und hat die momentane Finanz- und Eurokrise das Potential, einen ähnlichen Zusammenbruch der Märkte und der Produktion auszulösen?

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Opium-Krieg oder „Fair Trade“ im 19. Jahrhundert

chinmuen

Die vereinigte Flotte von Kolumbien und Afghanistan beschießt die amerikanische Küste. Nachdem die US-Amerikaner eigenmächtig und willkürlich die Drogen-Einfuhr verboten haben, sahen die dem Freihandel verpflichteten Parlamentarier vom Hindukusch und Kordilleren keine andere Möglichkeit mehr, als einen Militärschlag zu autorisieren…

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Kleine Geschichte der deutschen Währungsreformen. Teil V: Der Euro

Euro currency concept illustration

Die Einführung des Euro war die vorerst letzte Währungsreform, die auf deutschem Boden und Konten stattgefunden hat. Allein die Tatsache, dass dies bereits das fünfte Kapitel in der deutschen Währungsgeschichte seit 1871 ist, dürfte hinlänglich bewusst machen, dass es auch bezüglich des Geldes keinen hegelianischen Endpunkt der Geschichte geben wird. Auch der Euro ist vergänglich. Aber warum kämpft er nur knapp 13 Jahre nach seiner Geburt schon ums Überleben?

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Kleine Geschichte der deutschen Währungsreformen: Teil IV: Die Währungsunion von 1990

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Während die Währungsreform von 1948 im Bewusstsein der Deutschen fest verankert und bei den Betroffenen bis heute präsent ist, kann die Währungsunion von 1990 im Zuge des Vereinigungsprozesses als diejenige deutsche Geldreform gelten, die öffentlich am wenigsten Beachtung gefunden hat. Dies hat natürlich als Ursache, dass für die Mehrheit der Deutschen – und das waren halt die Westdeutschen – überhaupt keine spürbare Veränderung eintrat…

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Kleine Geschichte der deutschen Währungsreformen. Teil III: Die D-Mark

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Jede Währungsreform stellt einen bedeutenden Wendepunkt in der deutschen Geschichte dar. Keine aber hat wohl eine ähnliche Weichenwirkung gehabt wie der Neuanfang im Juni des Jahres 1948. Die Einführung der D-Mark in den drei Westzonen hat den wirtschaftlichen Grundstein für den Wiederaufbau und den Wohlstand der Bundesrepublik gelegt.

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Kleine Geschichte der deutschen Währungsreformen. Teil II: Die Reichsmark

Wilhelm20

von Christian Wind Während die Umstellung auf die Goldmark im Jahr 1873 noch ein Akt des freien Willens war, der die Reichseinheit auch monetär sicherstellten sollte, war die Schöpfung der Reichsmark 1923/1924 eine Zwangsgeburt, diktiert von der blanken Notwendigkeit. Denn Deutschland hatte zuvor seine Währung kaputt inflationiert. Man musste sein…

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Kleine Geschichte der deutschen Währungsreformen: Teil I: Die Goldmark

Wilhelm20

Die meisten von uns sind vermutlich in der Obhut der D-Mark groß geworden und haben den Schritt zum Euro nur nolens volens mitvollzogen. Bei vielen galt dabei das Prinzip Hoffnung, dass der Euro bloß eine Fortschreibung der relativen Stabilitätsgeschichte der D-Mark werden würde…

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Die doppelte Gründung – Entstehungsgeschichte der Bundesbank

D-Mark Serie 1970-1990

Nicht nur die Amerikaner erleben derzeit ihr Zentralbanksystem in seiner dritten historisch-institutionellen Gestalt. Auch die Deutsche Bundesbank ist als Enkel ein Geschöpf der dritten Generation, nach den historischen Vorläufern von Reichsbank und der Bank der deutschen Länder. Anders als aber in den USA war die allgemeine gesellschaftliche Akzeptanz nie ein Problem für unsere Notenbanken.

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1929 – Zäsur der Wirtschaftsgeschichte

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Das Jahr des „Great Crash“ an der New York Stock Exchange ist zum Epochenjahr geworden, dass die ökonomischen Zeitläufte in ein davor und ein danach teilt. Natürlich mag dies von der US-zentrischen Sicht der Wirtschaftswissenschaften begünstigt sein, aber niemand wird je ernstlich die globale Wirkungsmacht der Geschehnisse des Jahres 1929 bestreiten können. Und zwar einerseits die faktischen Auswirkungen auf die globale Wirtschaft, die in der „Great Depression“ der USA bzw. in der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre kulminierten…

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Die Tulpe: Objekt spekulativer Begierde

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Nichts dient in der Wirtschaftspublizistik wohl häufiger als Menetekel für einen bevorstehenden Crash als die notorische Tulpe. Sie ist zu einem geschichtlichen Symbol für Spekulation, Gier und Massenhysterie geworden. Shiller zählt sie unter dieser Funktion sogar in „Irrational Exuberance“ zu einem Bestandteil der Populärkultur. Was sich in den 1630er Jahren in den Niederlanden um diese Blume abspielte und was man später als „Tulpenwahn“ bezeichnete, ist tatsächlich zum Paradigma eines jeden Spekulationsverlaufes geworden. Eine Analyse der historischen Ereignisse kann daher gemeinsame Merkmale aufweisen, die helfen, wiederkehrende Phänomene in jedem Boom zu entdecken und dadurch letztlich Spekulationsphasen vorhersagbar zu machen.

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South Sea Bubble: Der erste Aktiencrash der Geschichte

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Nicht nur Senioren auch Finanzmärkte können unter chronischer Blasenschwäche leiden. Während es sich aber beim menschlichen Körper meist nicht um eine selbstinduzierte Krankheit handelt, sind die Blasen an den Kapital- und Warenmärkten selbst verschuldet. Aufgrund der Regelmäßigkeit ihres Auftretens kann man sogar darauf schließen, dass sie unserem kapitalistischen Finanzsystem immanent sind.

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