Clarification of William Kaye re: German / US gold in Hong Kong refineries?

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By Lars Schall

You may have heard about William Kaye’s assertion that Western central bank gold is being recast for purchase in Asia. The recent statements of the Fund Manager on King World News are making quite a circuit. However, when asked about it in order to investigate the matter, Mr. Kaye had to say a few things to avoid unnecessary misunderstandings. (Deutsche Übersetzung für Mitglieder)




William Kaye is the Founder, Vice Chairman and Senior Managing Director of the Pacific Alliance Group of Companies in Hong Kong. In January 2013, Kaye said in a telephone interview with Bloomberg that he planed to take delivery of $35 million worth of gold bars that can be traded on the London Bullion Market Association and other international markets. It has secured vault space at Hong Kong International Airport to store the gold, he said.

If you follow the provided link, you’ll find the details of Mr. Kaye’s statements on KWN:

Game Over - “It’s All A Farce, The Fed & German Gold Is Gone”

Since this interview was released there is an ongoing debate on various sites and blogs about William Kaye’s statement that German gold is ending up in Hong Kong refineries. But did he really say that as a matter of fact? I received a couple of e-mails asking me if I might be motivated to undertake an investigation concerning this question. Of course I am. Therefore I wrote the following e-mail:

Dear Mr. Kaye,

My name is Lars Schall, I am a freelance journalist for finance from Germany. I copy this e-mail to Pepe Escobar, geopolitical analyst at Asia Times Online, and Chris Powell of GATA.


I would like to go into this topic, however, since I am here in Germany, my capabilities to do so are extremely limited. Yet, Pepe Escobar is right now in Hong Kong. He is interested in this topic in general.


My question:


Given that Mr. Escobar is an experienced investigative journalist, would it be possible that you both would meet with each other and talk about this topic? Then Mr. Escobar might do some research on-site.


If this was not possible: What is the name of the refiner in Hong Kong that you were referring to? That way I could write at least a media request with Mr. Escobar.


Thank you for your attention!


All the best, Lars Schall






Due to the fact that Mr. Kaye did not reply anything at first, I thought that this might be one more of those sensational stories that the internet is swamped with.


Yet, yesterday Mr. Kaye got in touch with me, saying that my message ended up in his spam folder. We then talked via Skype about the topic that he raised recently with King World News. Here’s the recording of our conversation:






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Metallwoche - Forum

Lars Schall: Hallo meine Damen und Herren, mein Name ist Lars Schall und ich bin jetzt mit dem Gründer, Vize-Vorsitzenden und leitenden Geschäftsführer der Pacific Alliance Group of Companies in Hong Kong verbunden, William S. Kaye. Hallo Herr Kaye.
 
William S. Kaye: Ja, Lars, wie geht's?

LS: Sehr gut. Wie geht es Ihnen?
 
WSK: Mir geht es gut.
 
LS: Kürzlich erfuhren Sie einige Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit ein paar Aussagen, die Sie gegenüber King World News machten. Können Sie uns ein wenig zu diesem Thema erzählen, denn offensichtlich war ich ziemlich verwirrt deswegen?
 
WSK: Nun, ich denke für Leute, die verwirrt sind, besteht die beste Lösung darin, auf King  World News zu gehen und sich selbst das Interview anzuhören und ebenso auch die geschriebenen Blogs durchzulesen; ich denke, dass sie die Kommentare glaubwürdig wiedergeben. Ich bin ein bisschen über die Aufmerksamkeit überrascht, die all dies erfährt, wahrscheinlich, weil es für mich ein so offensichtlicher Zustand der Welt zu sein scheint. Aber es verursacht eine Menge an Aufregung in dem Sinne, denke ich, wie die angeblichen Geheimnisse, die Ed Snowden enthüllte, und ich habe nichts in den WikiLeaks, die veröffentlicht wurden, gefunden, was mich überrascht hätte. Wir erwarten, dass Spionage von der NSA und so weiter betrieben wird. Ich meine, das war alles zugänglich für Leute, die der Sache Aufmerksamkeit schenkten. Diese Geschichte wurde vielfach  berichtet; vielleicht nicht in den Mainstream-Medien, aber sonst war sie über das ganze Internet verstreut. Diese Informationen waren als wahr bekannt, bevor sie von Snowden veröffentlicht und dadurch weiter bestätigt wurden. Und ich denke, man könnte analog dazu sagen, dass das gleiche über Gold gesagt werden kann, weil es eine Menge von Sachinformationen dazu gibt. Menschen, die an Tatsachen interessiert sind, und wir sind es - wir sind keine Verschwörungstheoretiker; aber wenn Tatsachen zu Verschwörungen als Erklärung führen, dann sind wir für diese Möglichkeit als Erklärung offen. Und Verschwörungen existieren in der Welt.
 
Was das Interview selbst betrifft, so denke ich, was die größte Kontroverse verursachte - und dies war verwirrend für mich -, war eine Aussage, die ich gemacht habe – und die Leute können sich das noch einmal für sich selbst auf der Website anhören. Diese Aussage machte ich, weil unsere Firma selber physische Goldbarren handhabt; wir lagern 1,1 Tonnen sicher am Hong Kong International Airport. Und ich habe die Aussage getätigt, dass ich Handel mit einer der größten Raffinerien hier in Hong Kong treibe. Das ist übrigens ein deutsches Unternehmen, Lars, mit dem Namen Heraeus, dessen Hauptsitz direkt vor Frankfurt ist. Und darauf gründend, dass wir einer ihrer besten Kunden sind - zumindest derzeit -, konnten wir mit ihnen Diskussionen haben, die nicht möglich wären, wenn das nicht der Fall wäre. Und einer von diesen Diskussionen entwickelte sich, indem ich aus Neugier fragte, wo sie ihr Gold herbekämen. Und ihre Antwort war, von überall, aus allen verfügbaren Quellen. Und ich sagte, Sie meinen Recycler, Bullion-Banken, aus den Lagerbeständen der COMEX als auch von Zentralbanken? Und sie taten überrascht ob dieser Frage und fanden das ziemlich idiotisch, und sie sagten, wir wiederholen uns, wir erhalten es aus den verschiedensten Quellen. Und dann fuhren sie fort, indem sie bestätigen, dass sie offensichtlich auch Zentralbanken meinten, gleichwohl sie keinerlei spezifische Zentralbank identifizierten. Aber offensichtlich zogen sie  Zentralbanken in dieser Aussage mit ein, weil sie hinzufügten, dass sie in der Lage sein müssen, Gold von Zentralbanken zu bekommen, weil die Zentralbanken die größten Akteure in dieser Branche sind, was natürlich eine Tatsache ist. Alles, was ich tat, war also zu bestätigen, was bekannte Fakten sind und von dem ich denke, dass dies sicherlich der bekannte Zustand der Welt für Leute ist, die sich in der Branche auskennen. Aber wenn man darüber einer großen Anzahl von Menschen berichtet, die wenig oder nichts über die Gold-Industrie wissen, schüttelt es sie auf.
 
LS: Die Leute, glaube ich, verstanden, dass das deutsche Zentralbanken-Gold, das von der New York Fed gelagert wird, in Hong Kong landet, ohne es zu wissen…
 
WSK: Das habe ich nicht gesagt. Ich möchte darüber gegenüber Ihren Zuhörern ganz deutlich sein, dass ich das nicht gesagt habe.

LS: Was sind Ihre generellen Gedanken im Zusammenhang mit dem deutschen Gold?
 
WSK: Nun, hier schlussfolgere ich, okay? Bislang, denke ich, haben wir uns mit Fakten befasst. Jetzt werde ich eine Schlussfolgerung ziehen, von der ich annehme, dass sie sauber und logisch diesen Tatsachen folgt. Nichtsdestoweniger ist es immer noch eine Ableitung, okay? Ich versuche also, so deutlich zu sein, wie ich kann. Ich folgere, weil alle Fakten in die Richtung deuten, dass es wenig oder gar keine verfügbares geeignetes (eligible) Gold gibt - und ich werde zu dem, was "geeignet" bedeutet, gleich zurückkommen; aber es gibt wenig oder gar kein geeignetes Gold, das bei den wichtigen westlichen Zentralbanken übrig ist. Und die Art und Weise, wie ich dort hinkomme, ist ganz einfach. Das große Niederschmettern von Gold, das, glaube ich, am 12. April begann und seither weiterging, der Katalysator dafür war aus meiner Sicht ganz klar die Unfähigkeit einer großen europäischen Bullion-Bank, ABN Amro, ihrer Verpflichtung zur Lieferung von Gold im Rahmen von Verträgen nachkommen zu können, die sie an ihre Kunden ausgegeben hatten. Sie schickten im Endeffekt eine Force Majeure-Meldung raus, in der sie ihren Kundenstamm, welcher ihre Papiere hielt, die davor auf Nachfrage in Gold einlösbar waren, darüber informierten. Sie schickten ein Rundschreiben raus, in dem sie sagten: wir werden Ihnen nicht mehr erlauben, auf Nachfrage für Gold einlösen zu können, Sie müssen für Bargeld einlösen. Was also immer der Papier-Preis für Gold ist, Sie erhalten diesen Preis; sagen Sie uns, in welcher Währung Sie ihn haben wollen. Das war also im Endeffekt ein Zahlungsverzug, und das war die erste große Bullion-Bank, die sich auf höhere Gewalt (Force Majeure) berufen musste. Nun, das sollte – meiner Meinung nach, und ich bin jemand, der seit mehr als 30 Jahren im Investment-Geschäft tätig ist – eigentlich eine Kaufpanik verursacht haben. Aber das tat es nicht. Und der Grund, warum das nicht geschah, fiel sehr schnell in die Zeit nach diesem Zahlungsverzug, der nur sehr wenig Aufmerksamkeit in den Mainstream-Medien erhalten hat – das war eine große Nachricht, die man sich in der Gold-Branche vorstellen konnte, sie erhielt aber nur sehr wenig Aufmerksamkeit in den Mainstream-Medien. Das Einschlagen auf Gold, die Manipulation von Papier-Gold begann ernsthaft innerhalb von nur wenigen Tagen nach diesem ABN Amro-Zahlungsverzug. Nochmals, ich ziehe eine Schlussfolgerung, das möchte ich klarstellen, und es ist meine feste Überzeugung, dass der Zweck dieses Überfalls darin bestand, die Wahrscheinlichkeit, auszuschließen, dass alle großen Bullion-Banken den Fußspuren von ABN Amro folgen würden.
 
Das ist jetzt wichtig, denn wir haben eine Menge übereinstimmende Hinweise darauf, dass es nicht nur ABN Amro war, deren Goldvorräte leer waren. Wenn Sie die Daten prüfen, die öffentlich zugänglich sind, stellen Sie fest, dass JP Morgan Rekord-Tiefs an Goldvorräten hat, die es in ihren Lagerhäusern im Vergleich zu den massiven Forderungen gegenüber diesem Gold stehen hat. Auch die Bestände der COMEX sind momentan fast leer gegenüber den massiven Papier-Forderungen, die auf das Gold der COMEX überfällig sind. Im Wesentlichen geht also das Gold-Inventar im System, das den Bullion-Banken zur Verfügung steht, ziemlich zur Neige. Das war der Fall in Mitte April, und es ist weiterhin auch heute der Fall. Also stellt sich die Frage, und all dies wird in den King World News-Interviews abgedeckt - ich habe eine Reihe von ihnen gegeben -, als auch in den begleitenden Blogs: was ist, wenn sich der wesentliche Rohstoff, der die Verfolgung dieser Manipulation erlaubt, bei den Exchange Traded Funds verdünnt hat, von denen mit Abstand der größte der Spider Gold Trust ist, der am New York Stock Exchange unter dem Symbol GLD gehandelt wird? Was an all dem interessant ist, ist die Art, wie diese börsengehandelten Fonds, die von den Banken selbst eingerichtet wurden, gehandelt werden. In anderen Worten, die Exchange Traded Funds wurden von den Bullion-Banken so konzipiert, um tatsächlich ihren Zwecken zu dienen, wie Ihnen eine beliebige Anzahl von Insidern bestätigen würde, darunter ein guter Freund von mir, ein Anwalt, der die Sprache für mehrere dieser börsengehandelten Fonds schrieb ... und er hat bestätigt, dass dies genau der Fall ist. Die Konstellation ist sehr ungewöhnlich für Leute, die nicht vertraut sind mit dieser Branche - und das ist, dass die einzigen Personen, die legal und ausschließlich mit diesen Trusts Handel treiben dürfen, 14, 15 große Bullion-Banken sind. Das war's. Selbst wenn Sie also Gold im Wert von 1 Milliarde Dollar hätten, oder zumindest Papier-Gold in Zertifikaten von GLD, würden Sie nicht in der Lage sein, diese Anteile in physisches Gold einzulösen. Sie müssten die Kooperation gewinnen und sie sind berechtigt, sie Ihnen entweder zu geben oder nicht, und zwar von den geeigneten (eligible) großen Bullion-Banken wie JP Morgan oder Scotia McCarter oder wem auch immer. Die Struktur weist also ein enormes Potenzial für Unfug und Missbrauch auf, und das ist genau das, was wir sehen, vor allem seit Mitte April. Dieser Feinerz-Gold-Trust hat seit Beginn 2013 alleine mehr als 30 Prozent des Goldes verloren. Und was passiert ist, ist, dass das Gold dank der Bullion-Bank, von der es gehalten wird, und das ist  HSBC in London, an Orte wie hier in Hong Kong ging - ich bin mir sicher, dass ich etwas von diesem Gold habe -, als auch an die Zentralbank von China in Peking und vor allem auch an die Shanghai Gold Exchange, wo wir extrem hohe und erhöhte Aufkäufe in den letzten Wochen und Monaten gesehen haben.
 
Das ist also das, was im Mikrokosmos wirklich vor sich geht, und für Ihre Zuhörer, die sich nicht die Mühe machen wollen, die King World News-Website aufzusuchen, ist die Art und Weise, wie das funktioniert, die, dass die Fed und, wie ich stark vermute, die BIZ… - ich mache wieder eine Schlussfolgerung, und diese Schlussfolgerung basiert auf der Vorstellung, dass die Bullion-Banken die verschiedenen Regeln verletzen würden, einschließlich die Kapital-Regeln und die maximal offenstehen dürfenden Positions-Regeln, wenn sie allein wären bei der Verfolgung der Manipulation die wir in den vergangenen Monaten ab Mitte April gesehen haben. Deshalb können wir den Rückschluss ziehen, dass jemand anderes beteiligt sein muss. Und der einzige Jemand, der alle Kriterien erfüllt und wohl ein strategisches Motiv hätte, um daran beteiligt sein zu wollen, wäre eine große Zentralbank wie wahrscheinlich die Fed selbst, in gemeinsamer Absprache mit der Zentralbank der Zentralbanken, das ist die BIZ, die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Die Schlussfolgerung, die wir zogen, weil wir glauben, dass es ist die einzige Schlussfolgerung ist, die gezogen werden kann, ist, dass die Fed und wahrscheinlich die BIZ dies am Ende schützen. Und die Agenten, die für die eigentliche Gestaltung der Trading-Programme verantwortlich sind, für die Algorithmen und die Preisdrückungssysteme, das sind die Bullion-Banken selber. Der Grund, warum all dies in einer Art von Beziehungen zueinander steht und sinnvoll ist, besteht darin, dass dies eine Win-Win-Situation für beide Parteien darstellt. Die Fed und BIS profitieren, indem sie zumindest ein bisschen länger die Mythologie erhalten, dass das Quantitative Easing eine verantwortungsvolle Politik ist und dass Fiat-Währungen stark sind. In anderen Worten, wenn Gold in die andere Richtung gehen würde, wenn Gold auf Allzeithochs ginge, was es unserer Einschätzung nach tun würde, so es diese Manipulation nicht gäbe, würde dies im Grunde den Kaiser, um es so auszudrücken, zerreißen. Dies würde der Welt zeigen, dass Fiat-Währungen suspekt sind, dass diese Politik suspekt ist, und die Zinsen, aus unserer Sicht insbesondere die Zinsen für Staatsschulden, wären wahrscheinlich viel höher, als wir sie heute sehen, und zwar aus diesem Grund. Wenn die Leute sehen würden, dass ihre Kaufkraft verloren geht, und wenn sie Gold explodieren sehen würden, gäbe es nur sehr wenig Interesse - sicherlich nicht annähernd so ein große Interesse wie wir es derzeit sehen – an Staatsanleihen von all diesen Ländern, die, wenn sie das nicht über die Digitaldruckpressen schützen würden, alle pleite wären. Sie können also sehen, warum die Fed und die BIZ eine strategische Agenda zum Einsatz eines solchen Vorgehens haben würden, und die Bullion-Banken engagieren sich darin aus zweierlei Gründen: Der eine ist, dass die Alternative wäre, den gleichen Weg wie ihre Kameraden von ABN Amro zu gehen, was sie nicht wollen, und der andere ist, und der ist wahrscheinlich noch wichtiger, dass dies ein ertragreicher Betrug für sie ist. Anders ausgedrückt, schafft dies enorme Handels-Chancen für sie, weil es eine kontrollierte Manipulation der Bullion-Banken ist. Also noch einmal im Rückblick: wir sind davon überzeugt, dass dies in der Praxis so funktioniert, indem die Bilanz der Fed und möglicherweise die Bank International Settlements benutzt wird. An der COMEX wird zu strategischen Zeiten Gold niedriger gehämmert. Diese Kraft tut dies während der Handelszeit der New York Stock Exchange. GLD, das durch sein Design im Gleichschritt mit dem Papier-Goldpreis gehandelt wird, geht ebenfalls runter. Sobald die Bullion-Banken zufrieden damit sind, dass sie GLD auf ein Niveau ihrer Wahl gebracht haben, verschlingen sie deren Anteile im Nennwert von jeweils 100.000 -- 100.000 Aktien macht ungefähr etwa 12 Millionen ... mehr als 12 Millionen US-Dollar, wir sprechen also nicht davon, dass ein Einzelhändler in der Lage wäre, dieses Spiel zu spielen. Die meisten Institutionen sind auch nicht daran interessiert, dies zu tun, aber die Bullion-Banken sind es, weshalb über 30 Prozent der physischen Goldbarren bereits nur im Jahr 2013 allein fortgegangen ist. Wenn sie also glücklich mit der Erzeugung eines höchst beunruhigten Preises sind, der für sie attraktiv ist, kaufen sie die Anteile von GLD und sie kontaktieren Bank of New York Mellon, die der Treuhänder ist, und sie fragen Bank of New York Mellon, ihre Anteile zu annullieren und die physische Lieferung von Gold von HSBC bekannt zu machen, und das ist genau das, was passiert, und dann verlässt das Gold London und reist oftmals hierhin, entweder direkt nach Shanghai oder nach China via Hong Kong, und alle Daten, die zur Verfügung stehen, bestätigen, was ich gesagt habe. Zum Beispiel veröffentlicht Hong Kong - China nicht, aber Hong Kong veröffentlicht jeden Monat die Posten sowohl für Exporte und Importe, die nach Hong Kong kommen oder von dort weggehen. So haben wir eigentlich sehr gute Daten über die erhöhten Level von Gold, die von Hong Kong nach China re-exportiert werden, und dieses Gold geht an ... nun, die größten Kunden sind die Zentralbank Chinas, große Schmuckhändler, die ein boomendes Geschäft in ihren Läden betreiben, die Shanghai Exchange, und so weiter.
 
Ich habe hier viel gesprochen und das ist eine Menge für Sie und Ihr Publikum, um es zu verdauen, und so werde ich einen Moment innehalten und lasse Sie fragen, was immer Sie noch an Fragen haben könnten.
 
LS: Vielleicht noch zwei weitere Fragen: erstens, wenn Sie bei der Deutschen Bundesbank das Sagen hätten, würden Sie sämtliches deutsches Gold aus New York und London abziehen?
 
WSK: Meine Vermutung ist - und ich denke, man kann es aus dem ableiten, was ich bereits gesagt habe -, dass das Gold nicht da ist. Um Gold zu haben, das alle Forderungen, die von der Bundesbank vorgenommen wurden, erfüllte, müsste es von woanders ausgeliehen werden. Es müsste von den Beständen, die existieren, ausgeliehen werden, auch wenn diese sehr niedrig sind, an der COMEX, sie müssten von JP Morgan et cetera ausgeliehen werden, und diese Kerle haben genug Gold für ihre eigenen täglichen Zwecke. Also ich bin ziemlich skeptisch, dass das gelingen würde, und es gibt gute Gründe für die Annahme, dass die Bundesbank dies bereits weiß. Ich meine, diese Zentralbanken reden die ganze Zeit miteinander, das ist weltweit bekannt, jeder kann das in den WikiLeaks-Kabeln nachlesen, das heißt, soweit sie veröffentlicht wurden, um das zu bestätigen. Die Zentralbanken reden miteinander, und so ist es fast unvorstellbar, dass die Bundesbank die aktuelle Situation nicht kennen würde. Nun, das führt zu einer zweiten Frage, von der ich sicher bin, dass Sie sie stellen würden, wenn ich sie nicht bereits beantworten würde, und das ist: warum verbreiten sie in diesem Fall diesen Mythos? Ich meine, bei der Bundesbank tappt man nicht im Dunkeln, und sie sind auch nicht belogen worden. Und die Offiziellen dort - zumindest die leitenden Offiziellen - wissen oder sollten wissen, was der wirkliche Zustand der Welt ist und dass das Gold weg ist, während sie dieses Spiel mit dem deutschen Volk spielen. Und die Antwort ist, wie ich vermute, dass sie nicht wissen, was sie anderes tun sollen, Lars, sie wissen ehrlich nicht, was sie anderes tun sollen. Sie, wie auch die Fed, haben einen Anreiz dazu, den Goldpreis zu managen. Sie wollen beispielsweise nicht noch mehr Belastungen für den Euro, als sie ohnehin bereits regelmäßig existieren. Und dass Gold durch die Decke geht wie es das Jahr 2011 getan hat, als der Euro zuletzt unter enormem Stress stand, ist sicherlich nichts, das die Bundesbank sehen will. Also vermute ich, dass sie dieses Spiel nicht spielen, weil sie das deutsche Volk bewusst anlügen wollen; ich denke, sie spielen dieses Spiel, weil sie wirklich nicht wissen, was sie anderes tun sollen, Lars.
 
LS: Und so tun sie in diesem Vertrauensspiel so, als ob es sieben Jahre dauern würde, um 300 Tonnen Gold zurückzuführen?
 
WSK: Ja, das ist richtig, und das selbst deutet in die Richtung, dass es ihnen nicht ernst ist damit, das Gold zurückzubekommen. Denn warum sollte es sieben Jahre dauern? Ich meine, das ergibt keinen Sinn. Diese Menge an Gold könnte in weniger als sieben Wochen geliefert werden. Es sollte bereits wieder in Deutschland sein, irgendwo in Frankfurt oder wo sonst immer sie ihr Gold lagern. Wenn sie es ernst meinten mit der Rückführung und daran glaubten, dass sie es wieder bekämen- nun, verbinden Sie diese beiden Konzepte miteinander, weil ich denke, dass sie wichtig sind… Es kann schon sein, dass es wohlmeinende Offizielle bei der Bundesbank gibt, die darauf bestanden hätten, dass Gold in sieben Wochen zurückzubekommen, wenn sie ehrlich glaubten, dass sie es in sieben Wochen zurückbekommen könnten. Das ist also nur ein weiterer interessanter Punkt, der in die Richtung der Argumente deutet, die ich gebe.
 
LS: Und die andere Frage wäre: jetzt, da der Preisniedergang stattfand, was sind Ihre Gedanken zu der Tatsache, dass die großen Banken in den USA nunmehr im Futures-Markt long gehen?
 
KWS: Nun, ich glaube, sie waren sehr erfolgreich bei der Bewerkstelligung dieser enormen Manipulation, über die wir heute gesprochen haben. Und für Leute, die, wie ich, das Gefühl haben, dass alle Hinweise dahin deuten, dass dies eine Manipulation der Bullion-Banken ist, ist dies sehr positiv für die Zukunft des Goldpreises. Sie haben enorm vom Shorten von Gold profitiert, insbesondere seit Mitte April, als sie sehr ernst wurden, und jetzt sind sie von short auf zumindest etwas long gegangen, und das zeigt sich nicht nur im Commitment of Traders Report, es zeigt sich auch in einer kunstruktiveren Reihe an Optionen. Was Sie verstehen müssen, ist, dass die Bullion-Banken auf dem Weg nach unten in vielfältiger Weise profitiert haben. Sie profitierten beispielsweise vom Shorten der COMEX-Gold-Kontrakte, sie profitierten durch das gleichzeitige Shorten des Spider Gold Trust-Handels an der New York Stock Exchange, sie haben sie auch Geld durch den Kauf von Puts und Verkauf von Calls auf Gold gemacht, wissend, in welche Richtung es mit dem Handel gehen würde. Und natürlich ist die Richtung fast einseitig nach unten gegangen, seit April sowieso. Und das hat wirklich enorme Handelsgewinne für diese Banken generiert.
 
JP Morgan, denke ich, hat öffentlich von 100 Prozent profitablen Handelstagen berichtet, bei Goldman Sachs dasselbe, und ich bin nicht sicher, aber ich glaube, Bank of America war auch bei 100 Prozent, doch das müsste ich noch einmal überprüfen. Nachdem ich selbst einige Jahre eine Handelsabteilung in New York geleitet habe, kann ich Ihnen sagen, dass das außerhalb eines manipulierten Spiels nicht möglich ist, sogar in einem Casino... Ich kenne zum Beispiel die Menschen von Wynn Macau in der Nähe von Hongkong ziemlich gut, und ich habe mit ihnen gesprochen über ihre Erfahrungen – und denken Sie dran, bei einem Casino geht’s ums Manipulieren, aber es hat doch den Anschein der Zufälligkeit und dazu gehöriger Chancen. Auch ein Casino wie Wynn hat im Grunde pro etwa drei oder vier Tage einen Verlusttag. Jemand hat mal am Baccarat-Tisch trotz der Tatsache Glück, dass das Spiel nicht angeboten werden würde, wenn das Casino nicht über einen sehr großen Spielraum zu seinen Gunsten verfügte. Mehr Glück bei JP Morgan als bei Wynn Macau zu haben, ist also ziemlich unwahrscheinlich. Das kann nicht gehen, es sei denn, das Spiel selbst ist manipuliert. Und die Bullion-Banken - ich behaupte das - sind die Verantwortlichen für die Manipulation des Spiels zu ihren Gunsten, und deshalb profitieren sie immens davon.
 
Der Grund, warum die Fed zufrieden damit sein würde, ist der, dass dies auch als Hintertür für einen unsichtbare Rekapitalisierung bei diesen Bullion-Banken benutzt werden kann. Es ist noch nicht so lange her, 2008, 2009, dass wir eine sehr umstrittene Rettungsaktion direkt von der Fed und dem Treasury in den Vereinigten Staaten von eben diesen Banken hatten. Niemand will - zumindest niemand in einer Position der Macht und niemand bei den Bullion-Banken - will eine Wiederholung der umstrittenen Geschichte sehen, die und natürlich politisch sehr umstritten wäre. Viel besser ist es, eine Rettungsaktion zu haben, die für die überwiegende Mehrheit der Menschen unsichtbar ist.  Sie können also das, was hier los ist, als eine Art von unsichtbarer Rekapitalisierung oder einer weiteren Rettungsaktion dieser gleichen Banken ansehen, nur ist sich die Öffentlichkeit dessen nicht bewusst.

LS: Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Ausführungen!
 
WSK: Danke, Lars, es war mir ein Vergnügen!

 

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Wer uns noch nicht kennt

Wie komme ich hier rein?

The Pacific Group Ltd. (Company's Website)

Biography

William S. Kaye is the Founder, Vice Chairman and Senior Managing Director of the Pacific Alliance Group of Companies, which was established in 1991 in Hong Kong. Mr. Kaye is the Managing Partner of the Greater Asian Hedge Fund, as well as its predecessor, the Asian Hedge Fund, LP (1992-98). Both funds have exhibited a consistent history of absolute and relative outperformance that has been recognized by independent rating organizations. Prior to founding PAG, Mr. Kaye was Manager of the Arbitrage Department (1984-1990) and a Member of the Board of Directors (1986-1990) of PaineWebber Incorporated in New York. Mr. Kaye joined Paine Webber (PW) in 1978, leaving the Mergers & Acquisitions Department of Goldman, Sachs & Co, and successfully built PW's Arbitrage Department into an industry leader.

 
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