Hard Asset- Makro- 08/19: Defla S - Rückschlag ins Ungewisse

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von Mag. Christian Vartian

Es gibt ein Chart, es ist ein Währungschart, in welchem sichtbar ist, dass wir an einem ungewissen Punkt stehen. Dieses Währungschart betrifft den wichtigsten Assetpreistreiber (von der Korrelation her), den es gibt.

Das veröffentlichen wir hier jetzt aber nicht, das bleibt mit den entsprechenden Marken, Linien usw. schon nur unseren Kunden vorbehalten.

Teile dessen, was eine Entscheidung in diesem Chart bewirken kann, findet sich auch in den Fundamentals und Nachrichten und diesen Teil können wir hier behandeln.

    • 1) Offizielle im Weißen Haus diskutieren ein mögliches Gipfeltreffen zwischen dem US- Präsidenten und dem Chinesischen Präsidenten schon im kommenden Monat, da die Handelsstreitbeilegungsgespräche an einen Entscheidungspunkt gelaufen sind (Deadline für die Inkraftsetzung der Erhöhung der US- Strafzölle auf 25% ist ja der 2. März, falls es bis dahin keine Einigung gäbe);

      Schon Ende dieser Woche hat ja Vizepremier Liu He den US- Präsidenten besucht, was die Märkte bisher als bullisch werten;
    • 2) Das BREXIT Datum steht an und zwar in einer Woche. Noch kann dies mit einer Lösung oder als Hard Brexit ohne jede Lösung = Rückfall auf die WTO Vereinbarung, die gültig bleibt, erfolgen;
    • 3) Das Protokoll der letzten Sitzung der FED zeigt,
    • a) dass nicht alle stimmberechtigten Gouverneure nur NACH Bestätigung nachhaltiger Inflationssteigerung (die ja real nie erfolgte) sich überhaupt noch weitere Zinserhöhungen vorstellen können, sondern manche auch eben „restriktives Territorium“ wegen „zu guter Wirtschaftsentwicklung“ also weitere Zinserhöhungen OHNE Inflationsanstieg. Dies nahmen die Märkte nicht wirklich bullisch auf, zumindest nicht nach noch weicheren Klängen des FED Vorsitzenden nach der letzten Sitzung;
    • b) lieferten eine Indikation, die in die wieder andere Richtung überraschend ist, nämlich ein verklausuliertes neues QE, denn: offenbar könnte die FED Bilanz nur bis zur Schwelle von 3,5 (europäischen) Billionen reduziert werden, was zuerst wie ein Ende des QT klingt und auch ist.
    • Nur werden von den Anleihen auf der Bilanz der FED ja laufend welche getilgt, sohin in Geld umgewandelt, sohin reduziert sich ja der Anleihenbestand der Fed durch Tilgungen von selber und zwar so, was man errechnen kann, die FED aber nicht sagte noch ins Protokoll schrieb, dass die FED später in 2019 etwa 15 Milliarden USD an neuen Staatsanleihen monatlich aufkaufen müsste, nur um die Tilgungen zu kompensieren, wenn sie die Bilanzsumme in Höhe von 3,5 Billionen halten will, und das wäre ein neues kleines QE.


Der Punkt ist nun, dass die Märkte seit Mittwoch Nacht zwar 3a) mit eingepreist haben, auf 3b) aber weitgehend noch nicht draufgekommen sind.

3a) und 3b) sind auch für die Märkte absolut gegenläufige Impulse, 3a) nämlich zumindest vom überkauften Niveau derzeit leicht runter und 3b) dafür aber deutlich mittelfristig (oder schon kurzfristig, wenn es dann alle gemerkt haben) deutlich rauf.

Am Beispiel Gold führte das gleich am Mittwoch zu einem energischen Preisabfall mit wenig Weg und hoher Geschwindigkeit, gefolgt von einen brutalen Re- Spike mit ebensolcher Wucht und hoher Geschwindigkeit

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und auch noch gefolgt von einem Doppel- Low, das über dem Impuls- Low liegt. Der Kurs sank nachher zwar weiter, aber auch nicht weit, nur um dann am Freitag das da aufzuführen:

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Wer das da shorten wollte, solche Impulsstrukturen, der lässt Stopps mal besser gleich weg, nur, wer von denen, die groß genug sind, um den Marktpreis zu beeinflussen, traut sich ohne Stopps zu shorten?

Fast niemand und daher ist das ein kursmäßug kaum einschätzbarer Markt zur Zeit, im Gold (eher neu) wie im Palladium (schon seit Jahren) sieht man auch Buy the Dip Formationen von Rohstoffeinkäufern, was die Sache bei einem sinkenden Kurs wesentlich zusätzlich kompliziert (bei einem steigenden würde es einen Trend kreieren und dann stabilisieren)

Wo wir hinsichtlich der Liquiditätsauswirkunhgsprognose der oben genannten Unsicherheiten stehen, können wir also nur erahnen, wenn wir auf den einzigen, simplifizierten recht reinen Liquiditätsindikator blicken, nämlich Silber, dessen Rohstoffbullischness zur Zeit eher null ist:

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Und da sehen wir zuerst einmal ein bärisches Insel Top, was zumindest Euphorie als nicht induziert erscheinen lässt, zumindest vom rein monetären Aspekt her.

Natürlich können wir Liquidität viel präziser messen als mit Silber, nur dazu haben wir einen HFT Algorithmus und der hat 23 Komponenten und daher kein Chart und daher kann man den nicht weit vorausschauend prognostizieren.

Die Kurse selbst hoch ruppig überall dort, wo von Verbrauchern eingekauft wird in einen bärischen Grundmarkt gemäß 3a), der bis Freitag vorherrschte

Gold mit neuer Verbrauchsnachfrage

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Palladium mit unveränderter Verbrauchsnachfrage (und einem neuen All- Time- High über 1500 USD- wir hatten es ja gesagt, gell….)

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und die Komponenten des SPX 500 mit der alternativlosen Verbrauchsnachfrage der US- Pensionskassen mit ihrem Neugeld und auch weiterhin aber keiner Neuproduktion an Aktien (keine merkbaren Kapitalerhöhungen)

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Und alle drei sagen nur eines aus: Vorsicht jetzt, egal in welche Richtung.

Star der Woche unser LiteCoin, Cryptos irgendwo, LiteCoin macht´s alleine:

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Aber das ist kein Indikator, nur eine Randfreude zur Woche bei den Nebenwerten des Portfolios.

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