Hard Asset- Makro- 10/19: Defla XXL- Destruktive blamiert weil demaskiert

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von Mag. Christian Vartian

Zuerst zum Unwichtigen: Hurra, unser LiteCoin steigt, aber heftig und hat unsere LiteCoin Sammlung bereits wertmäßig die BitCoin Sammlung übertroffen...

 Bei den Microbeimischungen bleibt der EDO Spitze

Und bei den wichtigen, nämlich den hochgewichteten Assets hat im nun wieder (von selber, kursgemacht) größten Teilportfolio Edelmetall das Gold knallhart einen Konter gegen Palladium gefahren nach der schmerzlichen Niederlage von letzter Woche und zwar nicht die Niederlage aufgeholt, aber immerhin den Wert des Goldes bei uns, welcher schon unter den Wert des Palladium gerutscht war, wieder auf gleiche Augenhöhe gestellt.

Gold in EUR umgerechnet mit 1,79% saftig im Plus und Palladium mit 0,73% ein Wenig im Minus machen es möglich.

Silber prügelt beinhart gegen Platin zurück und holt seinen Abrutsch in der Kreuzratio von letzter Woche deutlich aber nicht ganz auf.

Der Hedgeergebnisgezeitenwandel setzt sich fort: Ultragut bei Silber und Platin, überraschend problemlos bei Palladium, eine Tortur bei Gold, die Rohstoffkäufer greifen dauernd rein. Gibt es außer Commercials noch Gold Bugs? Aber die Gesellschaft ist angenehm, Barren Horten mit den CEOs von Großkonzernen und Großinvestmentbanken und Minendirektoren zusammen macht Spaß, denn die haben wirklich sehr guten Kaffee in ihren Kantinen.

Gold, das Metall für Wirtschaftsprofis.

Dass dabei unser kleines Ultra Tech Aktien Portfolio nicht nach oben fliegt, liegt an seiner gewollten inversen Korrelation zum XAU EUR

Dafür steigt es, wenn Gold in EUR fällt, immer gewaltig.

Der EUR folgt der Qualität seiner Satzung (gemeint sind die Maastricht-Kriterien und nicht der Umstand seiner Internationalität)

Sparefroh fällt ins Klo, wie oft sollen wir das noch schreiben?

(Gilt natürlich nur in FIAT- Geldsystemen, wo Geldmenge mit der Schuldenmenge direkt korreliert ist und Sparen automatisch ein Deflationsschock ist. Omas alte Spartugend war dennoch richtig- im Basisgeld-Goldstandard (Teilgoldstandard) bis 1971, wo die Zunahme der oberirdischen Goldmenge die Basisinflation von ca. +1,5% garantierte und Sparen wenn staatlich daher nicht destruktiv war- was es jetzt aber ist, denn es bewirkt Direktdeflation)

Wir haben halt eine valide Geldtheorie und andere eben eine Versatzstücksammlung aus verschiedenen Epochen ohne Struktur, kann man nicht ändern.

Wobei wir langsam zur Analyse kommen, die wir mit einem lustigen Coin beginnen wollen, welchen ich privat erwarb, weil er so treffend heißt: Abyss.

Und gerade steigt, so wie das Risiko der Welt, ins Sparefrohklo zu fallen.

Abyssos, Abgrund des Todes, genau dorthin hat die:

a) EUR-Zone ihre Einsparritis mit ihren Maastricht- Kriterien gebracht, kombiniert mit Basel III (Wirtschaftsverhinderungsinstrument mit Lenkung der „noch soliden“ Kreditrisken in Wohnbaufinanzierung => Preisexplosion => Leistbarwohnenverhinderungsinstrument und da nichts so absolut nichts zur Leistungsfähigkeit einer Außenwirtschaft beiträgt wie die Wohnpreissteigerung im Inland, ist es noch dazu ein UNPRODUKTIVITÄTSINSTRUMENT, wie alle Auswirkungen der deflationistischen Mangelteuerung.

Dazu kam zuletzt die „Straffung des Geldmengenzuwachses durch die EZB“ präzisest falsch getimt und schon offiziell in die Hose gegangen, Inflationsrate kollabiert, wie Herr Draghi Donnerstags berichtete ohne sich zu erinnern, dass er das war. Praktischerweise und ganz zufällig, da 2 BRD Großbanken irgendwie nicht wegen ihrer Rekordergebnisse, sondern wohl aus anderen Gründen fusionieren dürften, kam Herr Draghi dann mit einem neuen Stimulus daher, mit ganz billigem Notenbankkredit an Geschäftsbanken und nicht mit neuen Staatsanleihenkäufen. So ein Glücksfall, wie gut die EZB doch Timen kann – wenn es zufällig 2 BRD Großbanken brauchen könnten, reiner Zufall, es geht doch um die kollabierende Inflationsrate selbstverständlich (jetzt auf einmal?)…..oder?

Der EUR ging daraufhin in die Knie, weil der Blöff mit dem Straffen der Geldmenge vorbei ist und Rezession ist längst. Das Schäuble- Modell: „Lass die anderen Drucken und Bubbles aufbauen, wir holen uns dann von dort das Geld mit lohngedrückten Exporten“ ist ja seit dem „Ätsch- nicht mehr mit mir“ der Chinesen vorbei und die EU Inlandskaufkraft wurde ja schon ruiniert und kann den Ausfall nicht kompensieren.

Der Basiskunde eines Mercedes PKW muß der Deutsche Facharbeiter sein, Herr Dr. Schäuble. Falls sich der das nicht leisten kann, haben Sie als langjähriger Finanzminister leider strategisch etwas verbockt, nicht als erster, Schröder war schlimmer.

b) China liegt ohnehin im Deflationsfieber mit 40 Grad Körpertemperatur und nun wurde die weitere Rücknahme von Wachstumsratenzielen verkündet. Wohl nicht gegen die Regierung hat seltsamerweise ein großes Chinesisches Brokerhaus die Chinesischen Aktienmärkte als überbewertet bezeichnet und das löste dies hier aus

was nicht ohne Folgen für alle anderen Aktienindizes blieb, der S&P 500 scheiterte Montag an seiner Widerstandszone im Bereich 2816, was normal geschehen kann, raste dann aber in einem Strich nach unten, was nicht ganz mit nur privaten Marktteilnehmern funktioniert, erholte sich fast wieder, bekam dann noch einen Torpedo von der KP in China (Verringerung der Wachstumsziele), erholte sich wieder, um dann von den Folgen von Draghi´s EUR Absturz erneut getroffen zu werden:

c) Aber der dritte Deflationist, der FED Chef in Washington bekam dann eine US- Wirtschaftszahl hinein, die aussieht wie ein Abgrund: Jobzuwächse auf 25.000 geschrumft statt wie erwartet bei 175.000 hier nicht zu Tode gespart, sondern zu Tode QTt (Geldmenge gestrafft, Zinsen erhöht).  War zu erwarten, die HAMs hießen nicht von ungefähr seit Januar 2018 „Defla X“. Er reagierte durch recht bemerkenswerte Kommentare außerhalb einer FED Sitzung sofort und gab allerlei technisch Interessantes bekannt, das fast wie ein QE wirkt.

Und schon war die letzte Kerze im S&P 500 wieder blau! Weil Powell hat ja einen Regierungschef, der absaufende Aktienmärkte mit dem Verlust des hohen Gehaltes zu bestrafen drohte und beim eigenen Einkommen hört sich dann der Deflationsdrang meistens auf.

Der Schubser des SPX 500 nach unten bei 2816 zum Retten der Staatsanleihenkurse

Welche exakt und deswegen am Montag nach oben drehten

ist damit recht leicht als Plunge Protection für Anleihen zu identifizieren, nicht wirklich mit privater Handschrift. Der Rest waren dann aber China und die EZB.

Und so endet – Katastrophe? – der SPX 500 in EUR um 0,74% niedriger, als er am Freitag der letzten Woche schloß. Ein kleiner Preis für die wahrscheinliche Kapitulation der Deflationisten, die restlos gescheitert nackt für ihre Taten entlarvt und zahlenbelegt blamiert vor der Welt stehen.

Kleiner Quercheck zum Grobindikator (XAG EUR):

Der erste Impuls stimmt, gerne bis 50 (EUR pro Silberunze) bzw. bis 40 (USD pro Silberunze).

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