Hard Asset- Makro- 18/19: Defla XXXL- Rekordrealverzinsung 25% über Inflationsrate

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von Mag. Christian Vartian

Die US-Inflation lt. CPI betrug im Durschnitt der letzten 6 Monate (bis 31.03.19) 0,15%/ Monat, annualisiert sind das 1,8%. Der Leitzinssatz beträgt dabei 2,25%. Das sind 25% Aufschlag vom Leitzins auf die Inflation, ein extrem hoher Wert. Dazu kommt aktive Deflationspolitik der Zentralbank durch immer noch aktive Verkäufe von Schuldwertpapieren von der Bilanz der Zentralbank in den Markt, eine direkte GeldmengenSENKUNG.

Und in dieser Woche erfuhren wir nun von der US- Zentralbank, dass diese zwar ihre Geldmengensenkung ab etwa September zu beenden gedenke, am 25% Aufschlag vom Leitzins auf die Inflation aber festhält, denn:

„Die Inflation wird schon noch kommen“

Ökonomischer Sachverstand beruhend auf Echtdaten ist damit ganz unverblümt nun durch „ich glaube und es wird schon noch kommen“ ersetzt. Wohltuend entlastend für die Ökonomen dieser Welt und ihre Wissenschaft, dass der das so verkündet Habende nie Ökonomie studiert hat und das merkt man.

Das intellektuelle Niveau des US- Präsidenten in ökonomischen Angelegenheiten ist vergleichsweise bedeutend höher. Immerhin vertauscht dieser nicht Fakten gegen „ich glaube“.

Wir kennen das ja auch von Handelsangelegenheiten zwischen den USA und der EU, die USA bemängeln faktisch x-fach höhere Zölle gegen ihre Produkte als umgekehrt, die EU- Handelskommissarin wischt das weg, denn „sie glaubt an Multilateralität und freien Welthandel.“ Nur machen tut sie es nicht.

Richtig Deflation diese Woche, am ehesten an den Rohstoffpreisen festzumachen:

Gold

Palladium

Platin

alles runter, in EUR sogar noch etwas stärker als in USD und das passt alles zum starken Öllageraufbau von letzter Woche, der klar blitzrezessiv ist.

Vorgeblich Geldiges mit sattem Plus:

BitCoin

oder zwar mit Minus, aber dennoch mit konstruktivem Chartbild

Silber

zeugt davon, dass die das so nicht durchhalten werden.

Die Unternehmen weiter konstruktiv aber eben auch nicht zu Wundern fähig:

SPX 500

 

bereits korrigiert,

DAX mit ultrabärischen Indikatoren sobald die Weichwährungsnachhilfe (dauernd sinkender EUR) abzunehmen beginnt, weil der EUR schon nicht mehr weiß, wohin er noch fallen soll.

Bezeichnend für die Deflationskatastrophe:

US Personal Spending bei 0,9% vs. 0,8% Erwartung;

US Personal Income bei at 0,1% vs. 0.4% Erwartung,

Die Divergenz ist die Lohndrückung der US- Zentralbank und Lohndrückung führt in die Verschuldung und Verschuldung zu massiv erhöhten Kreditrisiken.

Denn auch hier ist Wissenschaft eben Wissenschaft und nicht Monetaristischem oder Neokonservativem Hilfsarbeiterdenken: Deflation VERSTÄRKT die Kreditrisken und nicht wie behauptet werden diese durch lockere Geldpolitik geschaffen.

Das wiederrum erschließt sich dem gesunden Menschenverstand, der ja der Wissenschaft näher steht als dem Monetaristischen oder Neokonservativen Hilfsarbeiterdenken (Frau Thatcher kam ja auch von ganz weit unten und das war dann nie zu übersehen), denn:

9 Mal mehr Wachstum der Ausgaben als der Einnahmen des Haushaltes als Folge der Dauerdeflation führen natürlich in die Verschuldung, Zahlen lügen nicht. Und Verschuldung ist gefährlich und schafft Risiken. Dagegen entschuldet anständige Inflation automatisch und senkt Kreditrisken. (Schulden sind ja nominell definiert, sinkt das Geld – Inflation- steigt, was finanziert wurde und somit bauen sich Schulden ab).

Grundsätzlich diese Woche ein grausliches Szenario für unser Portfolio, wenn in EUR zu messen, um 0,58% konnten wir ihn dennoch schlagen aber eben Dank unserem Subportfolio C/ Cryptos und wirklich beherztem Zugreifen bei CME- PA. Futures, short wohlgemerkt. Nicht schön, aber was soll man machen.

Schwarze Löcher jederzeit möglich in diesem erneuten Deflationsexperiment an lebenden Menschen und Unternehmen.

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