Hard Asset- Makro- 45/19: Defla XL- Stoj! Erst nachdenken, da stimmt was nicht!

Tags: Wirtschaft Meinung Analyse EZB FED Zinsen Währungen Aktien Palladium Platin Silber Gold

von Mag. Christian Vartian

Von US- Seite her stimmt die Geldmengengestaltung derzeit, wobei das nicht ausgerufene und daher nicht überprüfbare „Repo- QE“ nachgelassen haben muß, denn wir sahen eine heftig deflatorische Woche. Die USA haben diese nicht ausgelöst, auch die FED nicht, wohl aber hat die FED sichtbar weniger Liquidität in den Markt gegeben als in der vorangegangenen Infla- Woche.

Die FED hat bloß nicht gegengesteuert.

Wogegen denn hätte sie gegensteuern sollen?

Erst die Antwort, dann die Analyse: Gegen die Attacke gegen die US- Treasuries.

 

Diese schwergewichtige Assetklasse ist in der vergangenen Börsenwoche richtig stark im Kurs gesunken und man muß sich erinnern:

- trotz der Repo- Liquiditätszugabe der FED, welche genau die Refinanzierung genau dieser Assetklasse nahezu eigenkapitalfrei und in dank FED gewaltiger neuer Höhe möglich macht, UND

- nach einer frischen Zinssenkung, welche die Kurse der Staatsanleihen HEBT.

Schon das ist zumindest sehr merkwürdig.

Die Nachrichten der Woche waren geprägt von Positivgerüchten über Teilrückführung von bereits in Kraft befindlichen Strafzöllen als Teil eines „Erstphasendealpaketes“ im Handelsstreit zwischen den USA und China.

Was bedeutet das, gleichgültig, ob es eintreffen wird oder nicht:

Es bedeutet zumindest, dass der größte ausländische Käufer von US- Staatsanleihen, China nämlich, wegen Entspannung sicher eher mehr US- Staatsanleihen kauft als er ohne diese Entspannung gekauft hätte.

Das wäre US- Staatsanleihen- bullisch und es geschah im Kurs aber das Gegenteil.

Eine Entspannung im internationalen Handel begünstigt immer eine Währung mit Exportüberschuß, nämlich den EUR und dieser ist auch bei dementsprechenden Nachrichten – wie in dieser Woche kolportiert- immer gestiegen, nur diesmal:

crashte der EUR gegen den USD vehement nach unten trotz gegenteiliger Nachrichten.

Man kann zwar einen gewissen Risk- On Faktor bei solcher Nachrichtenlage immer bemerken, nur gegen die Defensivwährung JPY müßte der EUR- wenn er schon gegen den USD leicht sänke wegen Risk- On förmlich nach oben explodieren.

Er tat aber auch hier das Gegenteil

EUR JPY sank. Bei Risk- On quasi ein Ding der Unmöglichkeit.

Der EUR sank also netto, was wir sahen ist kein bloßes Ansteigen des USD.

Und für das Sinken des EUR in der vorliegenden Nachrichtenlage gibt es allerdings keinerlei Grund, im Rahmen der Handelsentspannung wurde seitens der USA sogar in den Raum gestellt, Strafzölle auf Europäische Autos kämen nun doch nicht (obwohl die EU ihre 4 Mal so hohen Zölle noch nicht korrigiert hat). EUR- bullisch als Nachricht.

Aber der EUR fiel und zwar vehement und das triggert in Kursmaschinen als REAKTION 1 Alarmsysteme und Folgeverkäufe:

- Gold,

- Silber,

- Staatsanleihen…

Letzteres triggert dann wegen des frisch per enormem FED- Repo erhöhten Kreditvolumens bei US- Staatsanleihen als REAKTION 2 wegen der REAKTION 1 einen riesigen Hebel an Notverkäufen von Staatsanleihen aufgrund des Kursverlustes und das führt als REAKTION 3 zu Geldmangel schlimmster Art im Ultrakurzfristbereich und das verstärkt Abverkäufe aus Not.

Und diese Abverkäufe sahen wir zu Hauf, hier einige Beispiele:

a) wegen Risk- On und Deflationsschock

Gold

Silber

Platin

 

b) trotz für diese Werte positivem Risk- On und nur wegen Deflationsschock ab dem 7.11.:

Mais

Weizen

Erdgas

Palladium

Kupfer

usw.

Nun ist klar: Handelsentspannung und Handelsbelebung sind nicht erdgasfeindlich und nicht weizenfeindlich und warum bei Handelsentspannung Kupfer sinkt, erklärt uns fundamental nun sicher auch niemand.

Es kristallisiert sich also heraus:

Der EUR wurde künstlich nach unten geprügelt von jemandem, der genug davon hat (oder unendlich viele bei Bedarf) um genau das erste oben geschilderte zu bewirken: Den Kursrutsch bei den Staatsanleihen.

„Wenn Du dich bilateral statt von uns gefordert multilateral/ global mit den USA einigst China, dann senken wir Deine Ersparnisse“

Keiner hat das gesagt, aber genau das wurde marktmäßig bewirkt, als ob es jemand gesagt hätte.

Die anderen Folgen wurden, wie immer, hingenommen.

Und was, wie herausgearbeitet, rein künstlich bewirkt wurde, kann sich auch plötzlich wieder umkehren.

Daher Vorsicht, stopp und und schauen Sie auf Ihren Liquiditätsindikator, bevor Sie irgendetwas glauben, entscheiden, handeln.

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