Hard Asset-Makro- 27/19: Defla X - Gute US - Jobszuwächse machen Angst vor noch brutalerer FED

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von Mag. Christian Vartian

Wie uns der Vorlauf der kleinkapitalisierten Crypto-Coins schon letzte Woche zeigte, ist abermals und zum Erbrechen wiederholend, weiterhin eine viel zu geringe Geldmenge weltweit vorhanden, welche noch dazu stetig schrumpft.

Den größeren Coins geht es besser, aber von einer Rückkehr zu alten Preisen ist bei dieser Deflation nur zu träumen.

Unser Edelmetall hat andere Impulseigenschaften (keine exakte positive Korrelation zu Crypto-Coins) aber die X- Achse des Preischarts ist überall der USD und wenn der zu knapp ist, dann gelingt eben der Durchbruch beim Gold zur 1530 USD Marke wieder nicht;

und beim Palladium eben der Durchbruch zur 1810 USD- Marke auch (noch) nicht.

Silber zeigt uns – geldig – die Stärke der Deflation an

Nicht einmal 15 USD konnten gehalten werden, so brutal wurde wieder de- leveraged.

 

Der SPX 500 und mit ihm sein Inhalt, von dem wir, wie vom NASDAQ auch, vieles haben mit Stimmrecht und Dividendenberechtigung, schaffte ein ganz kurzes Verweilen über der Marke von 3000 USD um dann – X- Achse ist ja überall gleich – brutal deflatorisch heruntergestoßen zu werden.

Allerdings schaffte er es ganz knapp die aus unserer Sicht wichtige 2985 im Wochenschluß zu halten, was Robustes verheißen sollte.

Was war geschehen?

Gute US-Jobzuwächse kamen heraus, besser als erwartet.

An sich für jeden richtig gepolten, wirtschafts- und rohstofffreundlichen Investor eine gute Nachricht, welche zu einem positiven Schwung und zum re-leverage beitragen sollte.

Wenn die Perversen nicht wären, die alles und alle auf pervers konditionieren, nämlich die US- Zentralbankgremien.

Denn, was sagen die?: Wenn es lebt, dann können wir es töten.

DESWEGEN wird jedes Zeichen von (Wirtschafts-) leben gleich zur Panik vor der Zentralbankpeitsche. 

Das sagen die natürlich nicht wörtlich, die veranstalten „nur“:

- Zinssätze weit über der Inflationsrate UND

- Woche für Woche Geldmengenvernichtung durch Verkauf von Wertpapieren von ihrer Bilanz  in den Markt unter Vernichtung der dafür hereinfließenden Kaufpreise.

Denn sie behaupten, das Inflationsgespenst zu bekämpfen, wozu es aber keinerlei Anhaltspunkte und Daten gibt, dass irgendeine Inflation real existierte. Stattdessen bekämpfen sie Wachstum, Vollbeschäftigung und Frieden.

In jeder Schule, wenn sie funktionieren soll, wird, wer gute Noten hat, belohnt. In der perversen Welt der FED wird, wer gute Leistung bringt, bestraft und schon davor mit Strafandrohung traumatisiert.

Von niemandem gewählt und völlig undemokratisch agierend, sind diese Leute nicht nur dem ökonomisch viel gescheiteren (gescheiteren, nicht hochgescheiten) US-Präsidenten ein Dorn im Auge, aber er ist machtlos. Selbst sein Wirtschaftsberater Larry Kudlow, gemeinhin als Freund eines starken USD bekannt, hat schon genug und mahnt zur Beendigung von QT und zur Zinssenkung.

Gibt es auch in Europa, siehe Österreich: Absolut von niemandem Gewählte spielen dort „Regierung“ anstatt der Gewählten.

 

Abgesehen von der dringends erforderlichen Repolitisierung fast überall und der dringenden Erfordernis der Unterstellung der Zentralbanken unter die Kontrolle des Finanzministeriums lässt sich als Qui Bono nur die Staatsanleihe selbst als Halbbegünstigter ausmachen

welche:

- an sich bei wirtschaftsfeindlicher Haltung der Zentralbank profitiert;

- da sie selbst aber das Werkzeug von QT ist, von Angst nicht profitiert, wie der Chart am Freitag genau zeigt;

- und mit Weginflationieren oder der Staatsgelddruckerpresse eleganter und effektiver, steuerfreundlicher und wirtschaftsfreundlicher besser zu tilgen wäre als mit halber Kursstützung wie jetzt.

Warten wir ab, ob die Handelskriege und Zölle, welche diese Zentralbanker alleine verantworten, die Politik zu Gesetzesänderungen ermächtigen. Bei dauernd aufwertender Währung wegen vollinkompetenter und von Fachfremden gelenkter Zentralbanken können Handelsbeziehung ohne Zölle nicht fair sein, also müssen Zölle her oder besser realitätsverweigende Zentralbankbeamten weg.

Für 2,58% Plus gegen den EUR in unserem Gesamtportfolio hat es diese Woche trotzdem gereicht, man kann sich mit subtiler Portfoliogewichtung, überlegener Korrelations- und Liquiditätskenntnis, hoher Rohstoffkenntnis und sehr guten Robotics halbwegs wehren, wenn auch arbeitsreich.

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