Hard Asset-Makro- 28/19: Am Entscheidungspunkt der X-Achse

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von Mag. Christian Vartian

Indien erhöht den Zoll auf Goldimporte von 10 auf 12,5%, keine wirklich gute Nachricht für Goldminen.

In China fielen die Importe um 7,3% annualisiert, keine wirklich gute Nachricht für Exportweltmeister mit Exportmarkt China. Die Legende, China hielte einen Handelskrieg mit den USA leicht aus, kann man damit auch vergessen.

Ein wirklich sehr schlechtes Ergebnis einer US-Staatsanleihenauktion lässt die Alarmglocke läuten, alle Mann an Deck ist zumindest keine schlechte Idee.

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Die Kurse der 10-jährigen Staatsanleihe sahen zuletzt auch nicht gut aus.

In den USA werden die Zölle langsam zahlenwirksam, die Teuerung zieht nämlich an. Der Core-PPI und der Core-CPI kamen im Juni mit 0,3% herein.

Wirklich wichtig aber: “President Donald Trump’s top economic adviser Larry Kudlow praised left-wing Democrat Alexandria Ocasio-Cortez, after the political rivals found common ground in urging the Federal Reserve not to worry about low unemployment triggering inflation.” (Bloomberg)

 

Der Tod der Phillips- Kurve?

Nicht überall, aber in den USA ist dieser Tod der Phillips-Kurve überfällig.

Worum geht es dabei?:

Innerhalb der einzigen ernstzunehmenden wenn nationalistischen Wirtschaftstheorieschule, dem Keynesianismus nämlich (bitte das ist nicht die einzige ernstzunehmende Wirtschaftstheorieschule, orthodoxer Mengerianismus ist mir lieber - aber der ist nicht national, sondern eher anarchoid), hat ein guter Ökonom, Phillips nämlich, herausgefunden, dass in einer INLANDSökonomie eine sehr niedrige Arbeitslosigkeit zu höherer Verhandlungsmacht der Gewerkschaften führt und diese zu hoher Chance auf bedeutende Lohnerhöhungen und letztere zu Produktionskostensteigerungen und erst diese als Kostenweitergabe dann zu Konsumentenpreissteigerungen.

Dieser Zusammenhang ist RICHTIG.

Die Anwendung dieses Zusammenhanges auf ein Land wie die USA, das per negativer Handelsbilanz und zu teurem USD Deflation importieren kann in der Form von in USD immer billigeren Produkten und Leistungen aus allen Teilen der Welt (deren Kosten rein gar nichts mit Löhnen in den USA zu tun haben) war seit 35 Jahren schon FALSCHE FED-Politik. ("gemachte De-Industrialisierung")

Die Forderung von ganz rechts und ganz links in den USA zur Beendigung dieser falschen FED-Politik ist daher RICHTIG und bemerkenswert, denn mit rechts und links bekäme man die FED in die Zange, notfalls mit Gesetzen.

Nur der arme Phillips kann nichts dafür, die Begründung, warum falsche Anwendung geändert gehört, ist nicht seine Theorie derogierend.

Wir könnten aber knapp vor dem Ende einer Ära stehen, in welcher grottenfalsche noekonservativ-monetaristische Politik (Achtung: Die grüne Wirtschaftstheorie gehört auch zu dieser Schule, die altklassische sehr rechte Politik gehört auch zu dieser Schule und der Marxismus gehört auch zu dieser Schule) beendet werden könnte.

Es ist der vereinigte Schwachsinn all derer Linker wie Rechter, welche in einer Realität, die aus Hyperbeln besteht, Dinge anhand von Geraden betrachten und den dynamischen Faktor zu erkennen zu dumm sind.

Gegen Linearitätsdenken helfen eben nur Menger oder Keynes.

Jetzt liegt das Kind aber schon im Brunnen. Powell versuchte sich beim US-Kongress irgendwie herauszuwinden aus seiner falschen Politik, nur ist es für gleich normal und richtig zu spät:

  • Die Staatsanleihen kann er ohne QE nur mehr retten, wenn er den Optimismus, voran die Aktien, abschießt mit einer Deflationsdosis;
  • Tut er das aber, geht der US- Kongress gegen den Arbeitsplatzvernichter los (und dem Trump fällt sicher gleich wieder ein Zoll ein)


Damit wird die PREISSCHRAUBE des Geldes, der Leitzinssatz zum unwirksameren Tool verglichen mit der MENGENSCHRAUBE, der QT Sofortbeendingung und Rückkehr zu QE.

Unter der Wiederkehr des Optimismus wegen geschlagener FED haben Staatsanleihen derart keine Chance, dass sie direkt durch Notenbankzukäufe gestützt werden sollten. Über den Zinssatz ist das zu indirekt bzw. bedeutete enorme Zinssenkungen für die gleiche Wirkung.

Und der Chart des Goldes, dessen Marktstruktur überhaupt nicht gut aussieht, sagt uns das auch:

  • Brauchbarer Wochenschluß über 1400 USD;
  • Aufsteigende Lows;
  • Aber absteigende Highs mit wirklich häßlichem Triple-Top;
  • Höhere Zölle beim zweitgrößten Konsumenten Indien;
  • Schlechte Marktstrukturdaten;
  • Ein direktes Aufwärtspotenzial noch bis 1570 USD! (und die reichten nicht)
  • Ein direktes Abwärtspotenzial bis 1230 USD! (wahrscheinlicher 1345)
  • Und keine Ruhe bis die Region 1580 bis 1635 hinter uns liegt.


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Heftig Arbeit!

Der SPX 500 hat mit seinem Wochenschluß über 3000 aber festeren Boden erreicht

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Die Fragen, die jetzt anstehen, sind aber geeignet, Gold um gut 200 USD/ Unze zu bewegen. Es sind fundamentale Fragen zur X-Achse des Charts und dort steht bekanntlich ein Zahlungsmittel, der USD.

© Mag. Christian Vartian

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